Umsetzung des Teil-Lockdowns

DOSB-Chef Hörmann fordert «Fingerspitzengefühl und Augenmaß»

Alfons Hörmann
Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, stellt auf einer Pressekonferenz den 4. Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht vor. Foto: Fabian Strauch/dpa © Fabian Strauch

Mainz (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund und sein Präsident Alfons Hörmann hoffen auf «Fingerspitzengefühl und Augenmaß» bei der Umsetzung des Teil-Lockdowns.

Der Top-Funktionär des deutschen Sports forderte in der Sportreportage des ZDF, «zumindest für Kinder und Jugendliche und den Individualsport gute Lösungen» zu finden, damit Deutschland nicht in die Bewegungslosigkeit verfalle.

Der 60-Jährige nahm einmal mehr den Staat in die Pflicht: Dort, wo jetzt vier Wochen wirklich pausiert werden müsse und finanzielle Schäden entstünden, müssten die verschiedenen staatlichen oder kommunalen Ebenen wertvolle und wichtige Hilfestellung bieten. «Das sind wir den Vereinen, das sind wir den acht Millionen Ehrenamtlichen schuldig», sagte Hörmann. «Nur so wird der Sport dauerhaft seine gesellschaftliche Kraft weiter im positiven Sinne entfalten können.»

Von diesem Montag an gilt der Teil-Lockdown auch für viele Bereiche des Amateursports. Zahlreiche Hobby- und Amateursportler müssen sich nun Alternativen suchen. Wegen des von der Politik verordneten Teil-Lockdowns müssen Sportstätten vorübergehend schließen. «Für viele Vereine werden die großen Schäden erst im Jahr 2021 kommen. Wer also meint, die Krise ist durch, der wird sich getäuscht sehen», sagte Hörmann.

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