Europa League

Druck und Vorfreude: Leipzig im Hexenkessel Ibrox-Stadion

Abschlusstraining
Leipzigs Spieler absolvieren das Abschlusstraining im Ibrox-Stadion der Rangers. © Jan Woitas

Glasgow (dpa) - RB Leipzig kann die Schwächephase in der Fußball-Bundesliga vergessen machen und erstmals in ein europäisches Finale einziehen.

Der Vizemeister tritt heute (21.00 Uhr/RTL+) zum Halbfinal-Rückspiel der Europa League bei den Glasgow Rangers an. Das erste Aufeinandertreffen hatte Leipzig 1:0 durch einen Treffer von Angeliño gewonnen.

Die Ausgangslage:

In der Bundesliga hat Leipzig den Einzug in die Champions League nicht mehr in der eigenen Hand. Nach dem ernüchternden 1:3 am Montag in Mönchengladbach ist nun eine Reaktion der Mannschaft gefragt. Schließlich kann die Königsklasse auch mit dem Gewinn der Europa League erreicht werden. «Als Spieler will man immer gewinnen. Wir gehen auf den Platz und wollen das Spiel für uns entscheiden», sagte Mittelfeldspieler Konrad Laimer.

Die Fans:

Das Ibrox-Stadion gilt als Hexenkessel, die Rangers feierten in der Vergangenheit dort auch international große Abende. Am Donnerstag werden knapp über 50.000 Fans dabei sein und für eine einzigartige Atmosphäre sorgen. Die Rangers spielen nicht nur um den Finaleinzug, sondern auch für Jimmy Bell. Der Zeugwart war am Dienstag verstorben und eine Vereinslegende. Vor dem Südost-Tor am Edmiston Drive waren schon am Mittwoch zahlreiche Blumen, Trikots und Schals zu Ehren von Bell niedergelegt worden.

Die Belastung:

Leipzig hat im April alle drei Tage gespielt und die Belastung geht auch im Mai weiter. Da man noch in drei Wettbewerben vertreten ist, müssen die Spieler am Ende einer langen Saison Höchstleistungen bieten. Verpasst man die Champions League und gewinnt weder DFB-Pokal noch Europa League, ist die Saison trotz guter Rückrunde eine große Enttäuschung. «Wir haben in Glasgow das erste Endspiel. Wir sind frisch im Kopf», betonte Laimer.

Das sagt der Trainer:

«Die Rangers treten im Heimspiel definitiv anders auf als auswärts. Die Kulisse wird ein Faktor.»