Beachvolleyball

Erleichterte Ludwig/Kozuch im Olympia-Achtelfinale von Tokio

Ludwig und Kozuch
Stehen im Olympia-Achtelfinale: Laura Ludwig (l) und Margareta Kozuch. Foto: Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler

Tokio (dpa) - Nach dem Einzug ins Achtelfinale der Olympischen Spiele fühlten sich Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch vor allem: erleichtert.

«Wir waren auf jeden Fall aufgeregt», sagte Kozuch nach dem 2:0 (21:17, 22:20) gegen die Japanerinnen Megumi Murakami/Miki Ishii. Das Duo aus Hamburg hat Rang zwei in der Gruppe wegen des Corona-Falls im tschechischen Team nun sicher und ist mindestens Neunter. Karla Borger/Julia Sude stehen nach der zweiten Niederlage dagegen mächtig unter Druck. Sie verloren gegen die Weltmeisterinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes aus Kanada 0:2 (17:21, 14:21). Ein Sieg ist jetzt zwingend.

Abschreiben sollte man nach Meinung von Ludwig aber weder Borger/Sude noch das ebenfalls noch sieglose Herren-Duo Clemens Wickler und Julius Thole. «Ich gehe von allem aus, für eine Überraschung sind wir alle gut», sagte sie.

Nervosität loswerden

«Jetzt haben sie erstmal mindestens fünf Tage spielfrei und dann schauen wir mal, was der Lostopf für eine Partie beschert», sagte Sportdirektor Niclas Hildebrand. Statt am Mittwoch in ein drittes Gruppenspiel zu gehen, müssen Ludwig/Kozuch nun im Training die Olympia-Nervosität noch weiter los werden. «Ist natürlich schwierig, definitiv, es wäre schön, hier noch ein Spiel gehabt zu haben», sagte Ludwig. Für Kozuch ist es die erste Olympia-Teilnahme.

Auf dem Weg zum ersten Sieg in Japan für eines der drei Beach-Duos aus Deutschland brauchten Ludwig/Kozuch bis zum 15:12, ehe sie den ersten Satz unter Kontrolle brachten. Im zweiten Satz erarbeiteten sich die Japanerinnen beim 6:10 früh einen Vier-Punkte-Vorsprung. Ludwig/Kozuch liefen bis zum 14:14 hinterher, ehe erstmals der Ausgleich gelang. Das 18:17 war dann die erste eigene Führung, den zweiten Matchball nutzten sie schließlich zum Sieg.

«Ich bin froh, dass wir im zweiten Satz bewiesen haben, dass wir irgendwo auch ein dickes Fell haben und diese drei Punkte, denen wir relativ lange hinterher waren, dass wir das durchgehalten haben und am Ende den Satz für uns entscheiden durften», sagte Kozuch.

Gruppensieg möglich

Sollten Murakami/Ishii am Donnerstag gegen die Schweizerinnen Tanja Hüberli und Nina Betschart gewinnen, könnten die Deutschen trotz der Niederlage zum Auftakt sogar noch Gruppensieger werden. Borger/Sude kämpfen gegen die Niederländerinnen Katja Stam und Raisa Schoo am Donnerstag (8.00 Uhr MESZ) dagegen um Rang drei.

In jeder Gruppe kommen die beiden besten Teams direkt ins Achtelfinale, dazu auch die beiden besten Gruppendritten. Die vier anderen Gruppendritten spielen um die beiden verbleibenden Plätze. Die Letzten scheiden aus.

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