Ringen im Rems-Murr-Kreis

Ersatzgeschwächter ASV Schorndorf holt auswärts knappen Sieg

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Karan Mosebach (hier in Rot gegen Maximilian Besser von der RSV Rotation Greitz) holte im Kampf gegen Maximilian Simon wichtige Punkte für den ASV Schorndorf. © Ralph Steinemann Pressefoto

Mit einem 14:13-Auswärtssieg beim AV Germania Markneukirchen festigten die Ringer des ASV Schorndorf am Samstagabend ihren zweiten Platz in der Bundesliga-Gruppe Ost. Dabei war das Trainerteam um Headcoach Sedat Sevsay zum Improvisieren gezwungen. Mit Georgios Scarpello, Horst Lehr, Mohsen Siyar und Shamil Ustaev konnten gleich vier Stammkräfte die Reise nach Sachsen nicht mit antreten. Dazu hatte sich Iuri Lomadze beim Abschlusstraining eine Verletzung zugezogen.

Durch Scarpellos Ausfall kam Youngster Luca Moosmann zu seinem zweiten Bundesliga-Einsatz. „Luca hat seine Sache gegen Mehmet Yüce richtig gut gemacht, doch dann lief er in der vierten Minute beim Stand von 3:6 unglücklich in einen Unterachselwurf und wurde geschultert“, berichtet Sedat Sevsay.

Im Schwergewicht stellte sich Patrik Beck, eigentlich bei der zweiten Mannschaft in der Landesliga zu Hause, in den Dienst des Teams. Gegen den Europameisterschafts-Dritten Magomedgadzhi Nurasulov aus Serbien hatte er keine Chance und unterlag nach nur 48 Sekunden technisch unterlegen, so dass die Gastgeber mit 8:0 in Führung gingen.

Vangelow dreht erst spät auf

Mit unerwarteten Problemen startete Georgi Vangelow in den Kampf gegen Roman Walter. „Er kam mit der defensiven Ringweise seines Gegners in der ersten Hälfte überhaupt nicht zurecht, drehte dann aber in den zweiten drei Minuten richtig auf und holte einen wichtigen Überlegenheitssieg, der uns vier Punkte einbrachte“, so Sedat Sevsay.

Im Griechisch-Römischen Stil bis 98 kg rückte Nico Brunner für Felix Baldauf ins Team und verbuchte mit einer starken kämpferischen Leistung gegen den Italiener Luca Dariozzi einen 2:0-Punktsieg.

Nach zwei Niederlagen in Folge fand auch Ruslan Kudrynets auf die Siegerstraße zurück. Gegen Dustin Scherf holte er einen ungefährdeten 5:0-Punktsieg, so dass es für den ASV mit einem knappen 7:8-Rückstand in die Pause ging.

Akhmed Aibuev gab seine Führung her

Eigentlich hätte Akhmed Aibuev sein Team auf die Siegerstraße bringen sollen. Der Franzose führte gegen Patryk Dublinowski nach 3:13 Minuten schon sicher mit 5:0, verlor dann aber seine Linie und machte so seinen Gegner wieder stark. Dieser glich zum 5:5 aus und holte aufgrund der letzten Wertung den Mannschaftspunkt für die Gastgeber.

Dawid Wolny war es dann, der den ASV auf die Siegerstraße brachte. Bei seinem Überlegenheitssieg nach 2:09 Minuten ließ er Justin Müller keine Chance. Beim Stand von 11:9 für Schorndorf holte Karan Mosebach gegen Maximilian Simon zwei weitere wichtige Zähler zum 13:9.

Dann zahlte sich in den letzten beiden Kämpfen ein raffinierter Schachzug aus, für den sich das Trainerteam kurz vor dem Wiegen entschieden hatte: Krisztian Biro und Iuri Lomadze tauschten in den beiden Klassen bis 75 kg die Stilarten. „Iuri war stark angeschlagen und hätte gegen Marco Stoll, den er normalerweise klar besiegen würde, vermutlich verloren. Und auch Krisztian hätte es gegen den Weltklassemann Rasul Shapiev schwer gehabt“, erklärt Sedat Sevsay. So wurde getauscht, und Freistil-Spezialist Biro trat im Griechisch-Römischen Stil an und holte gegen Marco Stoll einen 8:6-Sieg. Dieser sicherte für den ASV Schorndorf einen uneinholbaren 14:9-Vorsprung und damit den Sieg. Iuri Lomadze trat zwar gegen Rasul Shapiev im letzten Kampf noch an, nach etwas mehr als einer Minute wurde er jedoch von den Trainern aus dem Kampf genommen. Für den Ausgang des Bundesliga-Duells machte dies jedoch keinen Unterschied mehr. Der ASV konnte einen hart erarbeiteten 14:13-Sieg mit nach Hause nehmen.

Am kommenden Samstag kommt es nun zum Verfolgerduell, wenn der ASV beim KSC Hösbach zu Gast ist.

Ergebnisse: 57 kg GR: Yüce – Moosmann 6:3 SS (4:0). 130 kg FR: Nurasulov – Beck 16:0 TÜ (8:0). 61 kg FR: Walter – Vangelow 0:15 TÜ (8:4). 98 kg GR: Dariozzi – Brunner 0:2 PS (8:5). 66 kg GR: Scherf – Kudrynets 0:5 PS (8:7). 86 kg FR: Dublynowski – Aibuev 5:5 PS (9:7). 71 kg FR: Müller – Wolny 0:16 TÜ (9:11). 80 kg GR: Simon – Mosebach 0:6 PS (9:13). 75 kg GR: Stoll – Biro 6:8 PS (9:14). 75 kg FR: Shapiev - Lomadze 8:0 AS (13:14).

Mit einem 14:13-Auswärtssieg beim AV Germania Markneukirchen festigten die Ringer des ASV Schorndorf am Samstagabend ihren zweiten Platz in der Bundesliga-Gruppe Ost. Dabei war das Trainerteam um Headcoach Sedat Sevsay zum Improvisieren gezwungen. Mit Georgios Scarpello, Horst Lehr, Mohsen Siyar und Shamil Ustaev konnten gleich vier Stammkräfte die Reise nach Sachsen nicht mit antreten. Dazu hatte sich Iuri Lomadze beim Abschlusstraining eine Verletzung zugezogen.

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