Rems-Murr-Sport

Erste Pflicht für Waiblinger Zweitliga-Handballerinnen: Den Kampf annehmen

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Gegen Bremen war Tanja Padutsch (hinten Vanessa Nagler) die beste VfL-Schützin. Ihre Treffsicherheit ist auch in Solingen gefragt. © Ralph Steinemann

Den vierten Sieg in Folge haben die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen souverän eingetütet. Nun heißt es, die Erfolgsserie fortzusetzen. Der nächste Gegner ist angeschlagen und wird deshalb wohl vor allem mit Kampfgeist agieren. Nur mit handballerischen Mitteln kann der VfL die Aufgabe also nicht lösen.

HSV Solingen-Gräfrath (7. Platz, 19:17 Punkte) – VfL Waiblingen (5. Platz, 20:14 Punkte; Samstag, 18.15 Uhr). Zum ersten Mal in dieser Saison haben die Waiblingerinnen in vier aufeinanderfolgenden Partien doppelt gepunktet. Damit ging’s rauf auf den fünften Tabellenplatz. Im vergangenen Heimspiel feierte der VfL einen 33:24-Kantersieg über den SV Werder Bremen. „Da muss man schon zufrieden sein“, lobt Trainer Thomas Zeitz.

In heillosen Jubel verfällt er aber nicht. Denn erst zum Ende der Begegnung sei das Ergebnis deutlich geworden. Und der Coach sah auch Schwächephasen seiner Mannschaft.

Nach 15 Minuten hatte der VfL die Partie im Griff

Die war schlecht gestartet und lag mit 0:4 zurück. Um Nervosität bei den Spielerinnen vorzubeugen, „habe ich kurz eine Auszeit genommen“. Danach lief’s besser, und schließlich übernahm Waiblingen die Führung. Von der 15. Minute an, und obwohl es in der zweiten Hälfte zeitweise noch mal recht eng wurde, habe er nie mehr das Gefühl gehabt, die Partie könne noch in die Hose gehen.

Das lag unter anderem an der glänzend aufgelegten Tanja Padutsch, die acht Treffer beisteuerte. „Sie hat das ordentlich gemacht“, sagt Zeitz gewohnt untertourig. Noch besser gefallen als die Außenspielerin, die den Verein nach der Saison verlassen wird, hat dem Coach die Abwehrleistung: „Wir haben gegen diesen sehr starken Bremer Angriff sehr ordentlich verteidigt.“ Daraus resultierten Tempogegenstöße für den VfL, die unter anderem Padutsch zu Toren nutzte.

Für Solingen spielt die beste Werferin der Liga

Nun hat Waiblingen die große Chance, der Serie einen weiteren Sieg hinzuzufügen. Die Zeichen stehen gut: In der Hinrunde brachte das Team dem HSV Solingen-Gräfrath, nächster Gegner, mit dem 38:24 die höchste Saisonniederlage bei. Im kommenden Auswärtsspiel ist Waiblingen nicht nur deshalb favorisiert, sondern auch, weil beim HSV derzeit der Wurm drin ist.

Die Mannschaft hat viermal nacheinander verloren. Und das, obwohl Solingen mit Vanessa Brandt über die beste Torschützin der Liga verfügt: 152 Treffer aus 18 Partien. Zum Vergleich: Sinah Hagen hat als beste Waiblinger Werferin in 17 Spielen 93 Tore erzielt (Platz sieben).

Brandt ganz auszuschalten, ist laut Thomas Zeitz unmöglich. Wie das Hinrundenspiel zeigte, komme es darauf aber auch gar nicht an. Wichtig sei es, wieder insgesamt gut zu decken. „Wir können mit unserer Defensive jede Mannschaft vor Probleme stellen.“

Kämpfen, aber auch spielerisch überzeugen

Hinzukommen müsse gegen den HSV die Fähigkeit, körperlich dagegenzuhalten. Thomas Zeitz erwartet ein Kampfspiel. „Wenn man eine schlechte Phase hat wie Solingen, ist das Erste, was man machen kann, zu kämpfen.“

Waiblingen muss darauf vorbereitet sein, soll aber auch handballerisch Akzente setzen. Eine Aufgabe unter anderem für Spielmacherin Sinah Hagen. Dass sie unter der Woche ihren Vertrag beim VfL verlängerte, freut Zeitz: „In dieser Saison zeigt sie noch mal mehr, was für eine wichtige Spielerin sie für den Verein ist.“

Verletzungssorgen plagen den VfL vor der Solingen-Partie nicht. Das Ziel von Zeitz und dem Team lautet: „Wir wollen den nächsten Sieg holen, um unseren Lauf aufrechtzuerhalten.“

Den vierten Sieg in Folge haben die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen souverän eingetütet. Nun heißt es, die Erfolgsserie fortzusetzen. Der nächste Gegner ist angeschlagen und wird deshalb wohl vor allem mit Kampfgeist agieren. Nur mit handballerischen Mitteln kann der VfL die Aufgabe also nicht lösen.

HSV Solingen-Gräfrath (7. Platz, 19:17 Punkte) – VfL Waiblingen (5. Platz, 20:14 Punkte; Samstag, 18.15 Uhr). Zum ersten Mal in dieser Saison haben die

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