Fitness und Gesundheit

Fit und gesund: Positiv denken ist gesünder

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Happy senior couple in garden looking around
Eine positive Denkweise verbessert die Lebensqualität. © Kniel Synnatzschke
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Lobedank
Felix Lobedank, Gesundheitsexperte der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr © AOK

Abseits von allgemein oder individuell schwerwiegenden und bedrückenden Themen gibt es auch die vielen beiläufigen Kleinigkeiten des Alltags, die immer wieder über unsere Laune bestimmen - sofern wir es zulassen, denn vieles davon ist schlichtweg Ansichtssache. Immer wieder stellt sich die Frage: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Der Pessimist sieht es halb leer. Für einen Optimisten ist das Glas stattdessen noch zur Hälfte voll. Der entscheidende Unterschied: Letzteres bekommt der psychischen Gesundheit besser.

Wer ständig von einem für sich schlechteren Ergebnis ausgeht, macht sich oft unnötig Stress und versetzt den Körper damit in einen möglicherweise energieraubenden Alarmmodus - der Blutdruck steigt und die Laune sinkt zwangsläufig. Positives Denken hat dagegen viele Vorteile - auch für die Gesundheit:

• Sich auf die erfreulichen Dinge zu fokussieren, macht glücklich. Und wer bevorzugt die schlechten Dinge, die Gefahren und Misserfolge sieht, fühlt sich irgendwann wie gelähmt.

• Positives Denken unterstützt dabei, konstruktiv bzw. handlungsfähig zu bleiben und nach Rückschlägen immer wieder aufzustehen und weiterzumachen.

• Man hat festgestellt, dass die Sinnesorgane von positiv eingestellten Menschen besser funktionieren. Negatives Denken scheint also nicht nur im übertragenen Sinn dazu zu führen, dass wir „die Augen verschließen“.

• Positiv denken macht gesünder: Wer an seine Heilung glaubt, hat mitunter höhere Chancen, sogar schlimme Krankheiten zu besiegen.

• Optimismus ist eine wichtige Voraussetzung für beruflichen und persönlichen Erfolg und stärkt das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

• Positives Denken macht offen für Neues und hilft, den Horizont zu erweitern.

Mit gesundem Optimismus durchs Leben

Es gibt folglich viele gute Gründe, mit einem gesunden Optimismus durchs Leben zu gehen. Dies bedeutet jedoch keinesfalls, alles Negative konsequent auszublenden. Und es bedeutet auch nicht, fern jeder Realität die Welt durch die rosarote Brille zu sehen. Vielmehr geht es darum, eine positive Grundhaltung zu entwickeln und sie sich vor allem auch in weniger erfreulichen Situationen zu bewahren. Damit dies gelingt, können folgende anregende Impulse hilfreich sein:

Glück und Erfolg sind primär subjektive Bewertungen und hängen maßgeblich von der Qualität der eigenen Gedankenwelt ab: Eine Medaille hat bekanntlich immer zwei Seiten. Mit wenigen Ausnahmen kann man sich immer entscheiden, ob man den negativen oder den positiven Aspekt in den Mittelpunkt rückt. Letztendlich gibt es fast jeder Situation auch etwas Positives abzugewinnen.

Viele Menschen neigen zum Hadern und beschäftigen sich allzu oft und intensiv mit Gegebenheiten, die sie nicht verändern können. Dies führt automatisch zu negativen Gedanken und inneren Blockaden. Deutlich erfolgsversprechender ist es, sich ganz auf die Situationen im Alltag zu konzentrieren, die man selbst beeinflussen kann, um das Leben aktiv und eigenmächtig zu gestalten - ganz nach dem Motto „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Und ein weiterer Spruch bringt die eigentliche Kunst wunderbar zusammengefasst auf den Punkt: „Möge ich den Mut haben, Dinge zu verändern, die ich ändern kann; die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann - und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Positiv denken macht erfolgreicher

Zwischen Gedanken und Gefühlen besteht eine nicht zu unterschätzende, enge Wechselwirkung: Positive Gedanken führen aber nicht nur dazu, dass man sich besser fühlt. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass eine positive Denkweise langfristig auch erfolgreicher machen kann.

Gleiches gilt leider auch umgekehrt: Wer feststellt, dass Sorgen, Ängste, Selbstvorwürfe und andere negative Gedanken die Oberhand gewinnen, läuft Gefahr, in eine Negativspirale und mit der Zeit womöglich sogar in eine Depression abzurutschen. Hier ist es wichtig, rechtzeitig entschieden in die Bremsen zu steigen und sich anderen - positiv belegten - Themen zuzuwenden. Ab einem gewissen Punkt ist es jedoch absolut erforderlich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und einen Arzt zu konsultieren.

Einen wichtigen Einfluss auf die Gedankenwelt hat außerdem das soziale Umfeld. Es gibt Menschen, die uns positiv stimmen, und welche, die uns auf negative Art beeinflussen. Jeder kennt sie selbst am besten und sollte demnach die Prioritäten setzen, mit wem er sich wie intensiv umgibt.

Ein Spaziergang, Joggen, Radfahren und jede andere beliebige Bewegungseinheit helfen ebenfalls, eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen. In dem Moment, in dem der Körper aktiv ist, verändern sich durch die Ausschüttung von Glückshormonen auch die Gedanken - und damit in aller Regel zum Positiven.

Sehr ratsam sind darüber hinaus Achtsamkeitsübungen. Ihr Ziel ist es, sich auf das „Hier und Jetzt“ zu konzentrieren und schöne Momente in ihrer ganzen Fülle auszukosten. Viele Menschen, die Achtsamkeit regelmäßig ausüben, fühlen sich selbstbewusster und emotional ausgeglichener. Sie sind weniger ängstlich und weniger gestresst.

Zur Stärkung der psychischen Gesundheit hat die AOK das präventiv ausgerichtete Programm „Lebe Balance“ entwickelt. Es unterstützt den achtsamen Umgang mit sich selbst und vermittelt, das Leben nach den eigenen individuellen Werten auszurichten.

Info: Mehr Infos dazu im Internet unter lebebalance.de

Abseits von allgemein oder individuell schwerwiegenden und bedrückenden Themen gibt es auch die vielen beiläufigen Kleinigkeiten des Alltags, die immer wieder über unsere Laune bestimmen - sofern wir es zulassen, denn vieles davon ist schlichtweg Ansichtssache. Immer wieder stellt sich die Frage: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Der Pessimist sieht es halb leer. Für einen Optimisten ist das Glas stattdessen noch zur Hälfte voll. Der entscheidende Unterschied: Letzteres bekommt der

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