16. Spieltag

Fußball-Bundesliga: Das war der Mittwoch

Adi Hütter
Gladbachs Trainer Adi Hütter vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Foto: Federico Gambarini/dpa © Federico Gambarini

Berlin (dpa) - Borussia Mönchengladbach ist momentan der Krisenclub der Fußball-Bundesliga. Nach der Niederlage gegen seinen Ex-Club Eintracht Frankfurt wächst der Druck auf Trainer Adi Hütter. «Ich glaube, es wird unheimlich eng und schwer für den Trainer.

Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht schon vor Samstag etwas passiert, denn sie müssen einen Punkt holen in Hoffenheim, weil sie jetzt mitten im Abstiegskampf sind», sagte Sky-Experte Didi Hamann.

Torgarant: Er trifft, und trifft und trifft - Erling Haaland war bei Borussia Dortmund mit zwei Treffern beim 3:0 gegen SpVgg Greuther Fürth wieder einmal der Torgarant. 75 Tore in 72 Pflichtspielen hat der Norweger bereits für den BVB erzielt. «Über die Qualität von ihm weiß jeder Bescheid. Es ist schön, wenn man so einen vorne hat. Er soll weiter so Gas geben und Tore schießen», schwärmte Dortmunds Keeper Gregor Kobel. Wohlwissend, dass Europas Top-Clubs längst Jagd auf Haaland machen. Nun soll sich auch der hoch verschuldete FC Barcelona um Haaland bemühen.

Torgrantler:Auch Patrik Schick trifft und trifft - doch das reicht Bayer Leverkusen nicht. Obwohl der 25-Jährige mit den beiden Treffer zur 2:0-Führung gegen die TSG 1899 Hoffenheim die Bayer-Elf scheinbar sicher in Führung gebracht hatte, gab es nur ein 2:2-Unentschieden. Der Tscheche hat nun 16 Saisontreffer erzielt und könnte Weltfußballer Robert Lewandowski (18) vom FC Bayern zum Torjäger-Duell herausfordern.

«Mich interessiert das Torjägerrennen nicht so sehr, aber man muss hervorheben, dass Patrik enorme Qualitäten hat. Man darf aber nicht vergessen, dass er herausragende Passgeber hat», sagte Leverkusens Trainer Gerardo Seoane und meinte: «Wenn man in der 80. Minute 2:0 führt und dann nicht gewinnt, ist man natürlich enttäuscht.» Bei Sky sagte Schick: «Es ist kein Pech mehr. Wir müssen an unserer Mentalität während des Spiels arbeiten.»

Fremdeln: Wenige Tage nach dem erfolgreichen Einstand bei RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach machte Trainer Domenico Tedesco Bekanntschaft mit der Auswärtsmisere seines neuen Teams. Trotz Dominanz und zahlreicher Chancen blieben die Sachsen beim 1:1 beim FC Augsburg auch im achten Spiel in der Fremde ohne Sieg. Die Lösung: «Einfach mehr Tore machen», meinte Leipzigs Willi Orban im TV-Sender Sky. Neben dem Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth ist RB die einzige Mannschaft der Liga in dieser Saison noch ohne Auswärtserfolg.

Und noch mehr Gegentore: Die Bilanz liest sich verheerend: 4 Spiele, 0 Punkte, 4:17 Tore. Borussia Mönchengladbach ist derzeit die Schießbude der Liga. Gegen Eintracht Frankfurt setzte es ein 2:3. Nach der Niederlagenserie hat der Club mit den hohen Ansprüchen nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. «Wir hatten vor fünf Spieltagen auch 18 Punkte und da haben alle gedacht: Oh, jetzt sind wir noch zwei Punkte in Richtung Champions League, jetzt haben wir zwei Punkte auf Rang 16. Und vielleicht haben wir in fünf Wochen auch wieder zwei Punkte in Richtung Champions League», sagte Nationalspieler Christoph Kramer angesichts der sportlichen Achterbahnfahrt. Das sehen nicht alle so.

Torflaute: 5000 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei hatten einige Male den Torjubel auf den Lippen. Allerdings wurde daraus nichts. Der 1. FC Union Berlin und der SC Freiburg trennten sich 0:0. Während die Freiburger sich diebisch über den Punktgewinn freuten, haderten die Gastgeber mit ihrem Chancenwucher. «Wir gehen ein bisschen fahrlässig mit unseren Möglichkeiten um», monierte Torhüter Andreas Luthe. Mehr noch aber freuten sich die Unioner, dass sie wieder einmal ihre Heimstärke unter Beweis gestellt und von den letzten 25 Spielen nur eins verloren hatten. «Wir haben 2021 nur ein Spiel verloren, von daher ist das eine Festung», sagte Rani Khedira.

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