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Geheminiskrämerei um Corona-Fälle des SC Freiburg

Corona-Test
Ein Abstrich wird in einem Labor auf das Coronavirus untersucht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © Oliver Berg

Freiburg (dpa/lsw) - Das Coronavirus hat auch um den SC Freiburg keinen Bogen gemacht. Wie der Fußball-Bundesligist erst am Freitag bekanntgab, haben die PCR-Tests zum Trainingsstart Anfang der Woche ergeben, dass sich drei Spieler infiziert haben. Die Namen der Betroffenen wollte der Sport-Club vor dem Rückrundenauftakt gegen Arminia Bielefeld an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) nicht nennen.

Dass es auch bei den Freiburgern Ausfälle wegen Corona geben könnte, hatte Christian Streich erwartet - und er geht auch gelassen damit um. «Wenn es sieben oder acht gewesen wären, wäre es etwas anderes gewesen», sagte der Trainer. Hinzu kommt, dass es allen gut gehe, und die Spieler geimpft oder sogar schon geboostert sind. «Man muss nicht Angst haben, dass es so einen Verlauf nimmt wie bei anderen Menschen, wie auch bei Johnny Schmid», sagte Streich.

Schmid steht nun vor seinem Comeback für Freiburgs Profis. Der 31-jährige Franzose war Ende August ungeimpft schwer an Covid-19 erkrankt. Kurz vor Weihnachten hatte er für die U23 der Badener in der dritten Liga erstmals wieder in einem Spiel auf dem Platz gestanden. Gegen Bielefeld ist er jetzt erstmals wieder ein Kandidat für den Bundesliga-Kader. «Es sieht gut aus, er kann marschieren», sagte Streich über den Außenverteidiger, «es geht darum, dass er in die Zweikampfhärte reinfindet und sich pusht.» Die Trainingseindrücke seien gut, «von der Spritzigkeit, und wie er körperlich dasteht».

Zur bislang erfolgreichsten Hinrunde der Vereinsgeschichte konnte Schmid wegen seiner Erkrankung kaum etwas beitragen. Nur in den ersten beiden Liga-Spielen gegen Bielefeld (0:0) und Dortmund (2:1) war er 90 Minuten im Einsatz, danach fiel er aus.

Tabellenplatz drei vor der Winterpause und 29 Punkte haben SC-Trainer Streich derweil «schöne und angenehme Weihnachten» beschert. «Ich habe die elf freien Tage enorm zu schätzen gewusst, ich hatte keine fußballerischen Sorgen», sagte der 56-Jährige. Er freut sich auf die Rückrunde, auch wenn es viele Unwägbarkeiten wegen der Pandemie gibt. «Diejenigen, die am besten durchkommen und am wenigsten Fälle haben, werden vermutlich in naher Zukunft punktemäßig die erfolgreichsten sein», vermutete Streich, der in der Winterpause sein zehnjähriges Jubiläum als Freiburger Cheftrainer gefeiert hat.

Wichtiger als die sportlichen Auswirkungen sei ihm jedoch, «dass so viele Menschen wie möglich gesund bleiben», und das Gesundheitssystem nicht weiter überlastet wird. Außerdem sieht Streich die Bundesligisten in der Pflicht, «verantwortungsbewusst» mit der Situation umzugehen. Beim SC wurden deshalb die Corona-Maßnahmen innerhalb des Teams vor dem Rückrundenstart noch mal verschärft. Die Spieler sind wieder in getrennten Kabinen untergebracht, nehmen keine gemeinsamen Mahlzeiten ein und duschen Zuhause.

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