Handball im Rems-Murr-Kreis

Handball: TSV Alfdorf/Lorch steigt aus Württembergliga in Verbandsliga ab

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Nach sechs Jahren geht’s runter: Das Alfdorfer Team von Trainer Pascal Diederich steigt aus der Württembergliga ab. © Ralph Steinemann Pressefoto

Während einerseits der Aufsteiger aus der Handball-Württembergliga mit dem VfL Waiblingen bereits feststand, ist nun auch der Abstieg des TSV Alfdorf/Lorch mit der Niederlage in Unterensingen eine sichere Sache.

HSG Langenau/Elchingen - VfL Waiblingen 29:32 (14:12). Der bereits feststehende württembergische Meister trat am Samstag zu seinem letzten Saisonspiel in Langenau an. Aufgrund diverser Ausfälle vor allem im Rückraum traten die Waiblinger nur mit drei etablierten Kräften an (Axel Steffens, Lukas Ader und Alexej Prasolov). Unterstützt wurde das Trio noch von Carsten Lehmkühler, der vor allem gegen Ende der zweiten Halbzeit zwei blitzsaubere Tore erzielte.

VfL kam schwer ins Spiel

Der Start in dieses Spiel, bei dem es für beide Mannschaften nur noch um einen sauberen Saisonabschluss ging, war überhaupt nicht planmäßig verlaufen und so musste Gästetrainer Tim Baumgart bereits nach acht Minuten und einem Spielstand von 6:1 für die Heimmannschaft seine erste Auszeit nehmen.

In dieser wurde vor allem die bis dahin schwache Angriffsleistung mit vielen ohne Durchschlagskraft geworfenen Bälle kritisiert sowie die viel zu löchrige Abwehr.

Nach der Auszeit nahmen nun auch die Waiblinger sowohl im Angriff als auch in der Abwehr besser am Spiel teil und zehn Minuten später war der 9:9-Ausgleich erzielt. Von nun an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Führung immer wieder hin und her wechselte. Mit einem 13:14 aus Gästesicht ging es in die Kabine.

Meister spielt sich Vorsprung raus

Nach der Pause spielte der VfL die meiste Zeit mit zwei Kreisläufern (Simon Baumgarten und Nachwuchsmann Leon Spacic). Der VfL setzte sich aus dem einen Tor Rückstand zur Pause mit einem 3:0-Lauf schnell auf 14:15 ab. Marco Brecht hielt wie auch in der ersten Halbzeit wichtige Bälle in dieser Phase.

Aber auch die Hausherren steckten nicht auf und es entwickelte sich ein enges Spiel. In der 40. Minute glichen die Gastgeber zum letzten Mal aus (20:20), ehe sich dann die Waiblinger noch mal auf zwei Tore absetzten. Diesen Vorsprung verwaltete der Meister dann souverän über die Zeit und am Ende stand ein 32:29-Auswärtssieg des VfL zu Buche, der damit zum 14. Mal in Folge ungeschlagen blieb. „Ich bin sehr stolz auf mein Team, das sich abermals von personellen Rückschlägen nicht aus dem Konzept hat bringen lassen und seine Klasse gezeigt hat“, sagte VfL-Trainer Tim Baumgart zufrieden nach der Partie.

TSV Unterensingen- TSV Alfdorf/Lorch 31:29 (17:14). Nach der 29:31-Niederlage beim Tabellenletzten SKV Unterensingen ist der TSV Alfdorf/Lorch nicht mehr zu retten: Nach sechs Jahren, in denen der TSV in der höchsten Klasse des Handballverbandes Württemberg mitmischte, steigt das Team in die Verbandsliga ab.

Ohne vier Stammspieler angetreten

Die Vorzeichen waren sehr schlecht: Mit Tom Plaschke, Dominik Sos, Kevin Neumaier und Markus Bareiß fielen vier Stammspieler aus, die Mannschaft von Trainer Pascal Diederich trat mit dem letzten Aufgebot an. Dennoch wäre bei einer einigermaßen normalen Leistung der Restmannschaft auch ein Sieg möglich gewesen. Allein sieben Konter vergab der TSV, kein Spieler zeigte Normalform. Bis auf Jan Spindler, der neun Tore erzielte. Selbst bei einem Sieg hätte nur noch eine Minimalchance auf den Ligaverbleib bestanden, zumal der Mitabstiegskonkurrent Schozach/Bottwartal in Albstadt gewann. Bis zum 10:10 (19.) durch Hannes Bihler war der Gast auf Ballhöhe. Danach verschlief er die Zeit bis zur Halbzeit (17:14), es häuften sich die technischen Fehler.

Mehr als der Anschlusstreffer war nicht drin

Diesen Abstand konnte Unterensingen bis zur 48. Minute halten. In der 54. Minute schaffte Alfdorf/Lorch den 27:28-Anschluss. Unterensingen ging noch zweimal mit zwei Toren in Führung, Spindler verkürzte 20 Sekunden vor Schluss auf 29:30 – mehr war jedoch nicht drin. Sechs Sekunden vor Schluss erzielte Max Schlau den 31:29-Endstand.

Fazit: Der TSV Alfdorf/Lorch wusste zwar, dass die Runde überaus schwer werden würde, zumal er fünf Leistungsträger vor der Saison verloren hatte. Dennoch wäre der Ligaverbleib möglich gewesen. Allerdings verschenkte die Mannschaft in der Hinrunde zu viele Punkte, zu oft spielte sie unter ihrem Leistungsvermögen. Dazu kamen überaus viele Verletzungen auch von Leistungsträgern, so dass Trainer Diederich oftmals auf Notlösungen angewiesen war.

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TSV Alfdorf/Lorch: Hinderer, Gentile; Kinkel, Bihler (1), Schuster (3), Spindler (9), Reu (1), Rauch (1), Rinker (2), Lauber (3), Maier (4), Djokic(5).

Während einerseits der Aufsteiger aus der Handball-Württembergliga mit dem VfL Waiblingen bereits feststand, ist nun auch der Abstieg des TSV Alfdorf/Lorch mit der Niederlage in Unterensingen eine sichere Sache.

HSG Langenau/Elchingen - VfL Waiblingen 29:32 (14:12). Der bereits feststehende württembergische Meister trat am Samstag zu seinem letzten Saisonspiel in Langenau an. Aufgrund diverser Ausfälle vor allem im Rückraum traten die Waiblinger nur mit drei

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