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Handball: VfL Waiblingen muss doch in enger Staufer-Halle spielen

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Die Zweitliga-Frauen des VfL Waiblingen spielen für absehbare Zeit in der ungeliebten Staufer-Halle. Nicht mehr im Kader sein wird allerdings Lucija Zeba (Mitte gegen Torhüterin Dana Centini und Ramona Ruthenbeck vom TVB Wuppertal). © Ralph Steinemann

Die Hoffnung der Handballer des VfL Waiblingen, in die Stuttgarter Scharrena umziehen zu können, während die heimische Rundsporthalle als Impfzentrum genutzt wird, hat sich zerschlagen. Deshalb läuft es doch wieder auf die ungeliebte Staufer-Halle in Waiblingen als Ausweichspielort hinaus.

Nach den Erfahrungen, die der Verein in den Jahren 2017 und 2018 machen musste, die Staufer-Halle ist klein und von Teilen der Tribüne schlecht einsehbar, hätten die Verantwortlichen diesmal gerne eine andere Alternative gehabt. Vor allem für die Zweitliga-Frauen wurde eine Halle außerhalb Waiblingens gesucht.

Die Lieblingslösung wäre die Scharrena gewesen. Doch diese, darauf verweist VfL-Vorstandssprecher Rolf Klingler, wird von gleich zwei Vereinen intensiv genutzt: dem Handball-Erstligisten TVB Stuttgart und den Bundesliga-Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart. „Unser Timeslot wäre relativ eng gewesen und wir hätten keine Planungssicherheit gehabt“, sagt Klingler.

Hallenboden in Neustadt zu rutschig

Also musste sich der VfL in Zusammenarbeit mit der Stadt doch wieder in Waiblingen umschauen. Als Möglichkeit geprüft wurde die Sporthalle in Neustadt. Die wird in Teilen noch saniert, was kein Problem dargestellt hätte, solange bei Spielen keine Zuschauer zugelassen sind. Als zu großes Problem stellte sich laut Klingler jedoch der Hallenboden heraus: „Der ist zu rutschig, wie eine Eisfläche.“ Somit blieb als Ausweichquartier nur noch die enge Halle am Staufer-Schulzentrum übrig.

In dieser wird es für die Waiblinger schwieriger, einen geregelten Trainingsbetrieb für Aktive und Jugend zu gewährleisten. Immerhin hat der VfL noch Zeit zum Tüfteln, denn momentan darf coronabedingt nur das Zweitliga-Team in der Halle trainieren.

An Helligkeit in Staufer-Halle muss gearbeitet werden

Für die Anforderungen der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) und die Livestream-Übertragungen von Sportdeutschland.tv sollen nun die Voraussetzungen geschaffen werden. Laut einer Pressemitteilung des Vereins gehören dazu beispielsweise die optimale Helligkeit in der Halle und das Aufstellen eines Podests für das Team von Sportdeutschland.tv.

Offen sei noch das Thema Werbemöglichkeiten (LED-Anzeigen und Hallenboden-Reklame) in der Staufer-Halle, was zusätzliche Kosten verursachen wird. „Aber auch hier sind die VfL-Verantwortlichen in guten Gesprächen mit der Stadt Waiblingen.“ Das erste Heimspiel der Zweitliga-Handballerinnen in der Staufer-Sporthalle findet am Freitag, 8. Januar 2021, statt. Zu Gast ist die TG Nürtingen (20.30 Uhr).

Spielerin zurück nach Kroatien

Nicht mehr im Waiblinger Kader sein wird dann Neuzugang Lucija Zeb. Wie Peter Müller, das für den Frauen-Bereich zuständige Vorstandsmitglied, per Presseerklärung bekanntgibt, verlässt die erst zu Saisonbeginn vom Erstligisten Neckarsulmer Sport-Union ausgeliehene Spielerin den VfL schon wieder.

Die Linkshänderin wolle in ihr Heimatland Kroatien zurückkehren. „Wir beenden den Ausleihe-Vertrag mit Lucija zum Jahresende und wünschen ihr für die Zukunft privat wie sportlich alles Gute“, wird Müller zitiert.

Die Hoffnung der Handballer des VfL Waiblingen, in die Stuttgarter Scharrena umziehen zu können, während die heimische Rundsporthalle als Impfzentrum genutzt wird, hat sich zerschlagen. Deshalb läuft es doch wieder auf die ungeliebte Staufer-Halle in Waiblingen als Ausweichspielort hinaus.

Nach den Erfahrungen, die der Verein in den Jahren 2017 und 2018 machen musste, die Staufer-Halle ist klein und von Teilen der Tribüne schlecht einsehbar, hätten die Verantwortlichen diesmal gerne

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