Handball im Rems-Murr-Kreis

Handball: Weinstädter machen sich sogar mit Klopapierrollen fit

schott
Da brennen die Muskeln: Franka Schott beim Klorollen-Stemmen. © SG Weinstadt

Wegen so eines dämlichen Virus sollen Handballer komplett auf ihren Sport verzichten, Trübsal blasen und vor dem Rechner hocken? Nicht bei der SG Weinstadt. Die Abteilung hat das Projekt „Stay home, stay fit“ ins Leben gerufen.

Gefeuert wird auf allen Kanälen: Fitnessvideos, Quatsch-Clips und bizarre Kostümauftritte auf Instagram und Youtube (Links auf sg-weinstadt.de) machen Lust darauf, den Hintern hochzukriegen und ein paar Pizza-Kilos abzutrainieren. Genau so haben sich das Thomas Schott, Trainer der weiblichen C-Jugend, und seine Mitstreiter vorgestellt.

26 Mannschaften von der F- bis zur A-Jugend gibt es bei den Weinstädtern, das sind rund 360 Kinder und Jugendliche. Normalerweise trainieren die mindestens einmal die Woche, die Älteren auch drei-, viermal. „Und Corona hat das von jetzt auf gleich gestoppt“, so Schott. „Da haben wir gesagt, wir müssen was machen, damit denen nicht die Decke auf den Kopf fällt.“ Ein Verein lebt vom Miteinander, und wenn direkter Kontakt nicht möglich ist, muss eben eine andere Lösung her.

Jugend- und Aktiventeams treten gegeneinander an

Bei den Handballern der SG Weinstadt heißt diese „Stay home, stay fit“. Spielerisch treten insgesamt zwölf Teams von der C-Jugend bis zu den Aktiven gegeneinander an, dafür gibt es ein Punktesystem. Jeder kann zum Erfolg seiner Gruppe beitragen: „Für zwei Laufkilometer gibt es einen Punkt und für fünf Radkilometer auch.“ Die Aufzeichnung erfolgt mittels Apps, die Trainer melden die Zwischenstände weiter, die Rangfolge der Teams wird ständig online aktualisiert (es führt die weibliche B-Jugend). Zahlreiche Punkte sammeln können die Sportler außerdem mit handballspezifischen Videos. Da werden aus Klorollen schnell mal Hilfsmittel für Koordinationsübungen.

Das System sei ein richtiger Motivationskick für die Kinder und Jugendlichen, freut sich Schott. Für sie ist das rein individuelle Training ungewohnt. Zwar würden sie auch selbst kreativ, so der Jugend-Coach, doch Übungen zum Nachmachen seien sehr gefragt. Da trifft es sich gut, dass der österreichische Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl auf Instagram täglich von 17 Uhr an ein Kräftigungstraining anbietet. Das werde von den Weinstädtern fleißig genutzt.

Auch Aktive aus der ersten Männer-Mannschaft der SG, Lukas Volz, zudem Trainer der männlichen A-Jugend, und Chris Köngeter, haben bereits Fitnessvideos produziert. Laut Thomas Schott mit großem Erfolg: „Wenn Spieler, die sonst in unserer Halle vor 500 Leuten spielen, was vormachen, finden die Jungen das geil und machen es nach.“

Solidarität auch beim Drucken von T-Shirts 

Doch freilich geht es nicht nur darum, fit zu bleiben, sondern vor allem um die Stärkung des Gefühls der Zusammengehörigkeit in Zeiten der Krise. Das ist den Handballern der SG Weinstadt sehr gut gelungen, auch viele Eltern beteiligen sich am Projekt. Inzwischen hat die Abteilung der SG alle Spieler der Teams mit T-Shirts mit der Aufschrift #stayhomestayfit ausgestattet. Bedruckt wurden diese in Waiblingen – eine Unterstützung der Weinstädter für die dort ansässige Firma. Die Solidarität soll sich eben nicht nur auf den eigenen Verein beschränken.

 

Wegen so eines dämlichen Virus sollen Handballer komplett auf ihren Sport verzichten, Trübsal blasen und vor dem Rechner hocken? Nicht bei der SG Weinstadt. Die Abteilung hat das Projekt „Stay home, stay fit“ ins Leben gerufen.

Gefeuert wird auf allen Kanälen: Fitnessvideos, Quatsch-Clips und bizarre Kostümauftritte auf Instagram und Youtube (Links auf sg-weinstadt.de) machen Lust darauf, den Hintern hochzukriegen und ein paar Pizza-Kilos abzutrainieren. Genau so haben sich das Thomas

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper