Handball im Rems-Murr-Kreis

Handballer des VfL Waiblingen und TV Bittenfeld II setzen ihre Siegesserien fort

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Alexander Bischoff (mit Ball, rechts Dalio Uskok und hinten Fabian Lucas) war beim 32:26-Sieg des TV Bittenfeld II gegen die TSG Söflingen mit sieben Toren der zweitbeste Bittenfelder Torschütze. Hier kommen Jannis Brinz (links) und Lukas Bär zu spät. © Ralph Steinemann Pressefoto

Es läuft für die beiden Rems-Murr-Vertreter in der Handball-Baden-Württemberg-Oberliga der Männer: Der Aufsteiger VfL Waiblingen hat seinen vierten Sieg hintereinander gefeiert, der TV Bittenfeld II ist seit sechs Partien ohne Punktverlust. Die Frauen der SV Hohenacker-Neustadt haben ihren Angstgegner bezwungen.

Männer. TSV Wolfschlugen – VfL Waiblingen 31:33 (13:14). Es war ein hartes Stück Arbeit, bevor der VfL zum vierten Mal in Folge als Sieger den Platz verließ. In einem hochemotionalen Kampfspiel, das mit vielen Fehlern auf beiden Seiten begann und in dem sich alle Protagonisten im Spielverlauf erheblich steigerten, setzten sich die Gäste durch. Vor einem Jahr hatte der VfL bei einem ähnlichen Spielverlauf den Kürzeren gezogen. Das zeigt die Weiterentwicklung.

Während Wolfschlugen in seinen ersten sieben Angriffen nichts Zählbares erreichte, hatte der VfL seine Nerven etwas schneller im Griff. Dauerte es bis zum ersten Waiblinger Treffer durch Alexej Prasolov immerhin drei Minuten, führten die Gäste keine zwei Minuten später durch Treffer von Mark Leinhos und Niklas Leukert mit 3:0 und der TSV musste nach nicht einmal fünf Minuten seine erste Auszeit nehmen. Diese zeigte vor allem insofern Wirkung, dass nun dem VfL fünf Minuten kein Tor mehr gelang und das Heimteam den 3:3-Ausgleich erzielte. Von der zehnten Minute an bekamen die 400 Zuschauer ein hochklassigeres Spiel zu sehen und auch die nötige Spannung war am stets ausgeglichenen Spielverlauf abzulesen. Bei Waiblingen überzeugte in der Offensive vor allem der sehr treffsichere Niklas Leukert. Mit dem knappen 14:13-Vorsprung ging es in die Halbzeit. Den letzten Treffer besorgte Luis Westner, der ebenfalls mit einer guten Leistung überzeugte.

Wolfschlugen hatte den besseren Start in die zweite Hälfte, sorgte mit drei schnellen Treffern für die Zwei-Tore-Führung. Waiblingen lief bis zum 20:19 der Gastgeber einem Rückstand hinterher. Über zwei weitere Treffer von Leukert und einen von Leinhos holte sich Waiblingen das Momentum zurück. Nun trumpfte auch Sascha Laurenz auf, der sich mit seinen wuchtigen Rückraumwürfen durchsetzte. Viele Strafzeiten prägten nun die Begegnung, die Hektik nahm zu. Immer wieder führte der VfL mit drei Toren, vergab aber die Chance auf mehr. So blieb die Partie spannend und emotional. Vor allem Alexej Prasolov hatte stets die richtige Antwort parat und erstickte jeden Versuch der Wolfschlugener auf eine Aufholjagd im Keim. Für die Entscheidung sorgten Marco Kolotuschkin und Westner mit ihren Treffern zum 32:28 eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff. Am Ende stand der hochverdiente 33:31-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel.

Mit 12:6 Punkten befinden sich die Waiblinger nur zwei Minuspunkte hinter der breiten Tabellenspitze und haben am kommenden Freitag ein Topspiel in der Waiblinger Rundsporthalle. Es gastiert der Tabellenführer, der unglücklich aus der 3. Liga abgestiegene TV Plochingen mit dem Kreisläufer Simon Baumgarten, der in der vergangenen Saison noch mit dem VfL den Aufstieg erreichte.

VfL Waiblingen: Seeger, Rica-Kovac; Westner (4), Kolotuschkin (1), Leinhos (4), Ader, E. Prasolov (2), Laurenz (4), Leukert (6), Steffens (4/4), Baumgarten (1), A. Prasolov (7), Specic, Eilers.

Männer. TV Bittenfeld II – TSG Söflingen 32:26 (16:9). Von Anfang an haben die Bittenfelder das Topspiel an sich gerissen, den Drittliga-Absteiger Söflingen deutlich geschlagen und sich auf Rang zwei gesetzt. Die TVB-Abwehr ließ die Söflinger kaum ins Spiel kommen. Der Angriff fand ebenfalls gute Lösungen. Innerhalb von fünf Minuten stellten die Bittenfelder vom 3:1 (3.) auf 7:3 (4.). Großen Anteil daran hatte der Kreisläufer Alexander Bischoff, der schon in dieser kurzen Zeit fünf Treffer verzeichnete. Michael Seiz erhöhte auf 10:4 (14.). Bis zur Halbzeit stand es 16:9 .

Der Start in die zweite Halbzeit gehörte ebenfalls den Hausherren. Die Abwehr stand gut, auch der Torhüter Fabian Bauer beteiligte sich mit einigen Paraden am Erfolg der Mannschaft. Zwei weitere Treffer von Seiz (31.) und Bischoff (32.) führten zum 18:9. Die Söflinger versuchten alles, um diesen Rückstand zu verkürzen, und spielten bereits in der 43. Minute eine offene Manndeckung. Sie verkürzten den Abstand dadurch zwar kurzzeitig auf 19:24 (45.), doch nach kurzer Nervosität fanden die Bittenfelder ihre Lösungen. Letztendlich hielten sie die in der ersten Halbzeit herausgespielte Führung konsequent bis zum Schlusspfiff und setzten somit ihre Siegesserie fort. Mit dem mittlerweile sechsten Sieg in Folge steht die Mannschaft nun mit 14:4 Punkten gemeinsam mit Blaustein auf dem zweiten Tabellenplatz.

Zum Ausruhen bleibt nicht viel Zeit, bereits an diesem Dienstag (20 Uhr) steht das Nachholspiel beim Verfolger TSB Schwäbisch Gmünd (12:4 Punkte) an. Das nächste Heimspiel ist am kommenden Samstag (19.30 Uhr) gegen TGS Pforzheim.

TV Bittenfeld II: Sdunek, Lehmann, Bauer; Seiz (12/1), Bischoff (7), Widmaier (6), Uskok (3), Wissmann (2), Winger (1), Lucas (1), Traub, Porges, Eberle, Nico Bacani.

Frauen. SV Hohenacker-Neustadt – HSG Strohgäu 25:20 (12:6). Eine konzentrierte Mannschaftsleistung zeigte die SV gegen die HSG Strohgäu und holte den ersten Sieg gegen diesen Gegner. Motiviert und konzentriert startete die SV in die Partie. Bis zur ersten Auszeit der Gäste in der achten Minute hatte sich die SV den 5:0-Vorsprung erarbeitet. Grundlage dafür waren die stabile Abwehr, welche die Spielzüge der Gäste immer wieder unterbrach, und das geduldige Spiel im Angriff. Dann aber kam die HSG Strohgäu besser ins Spiel und bestrafte die wenigen Fehler der SV Hohenacker-Neustadt bis zur 20. Minute und verkürzte auf 5:8. Nach einer Auszeit fand die Heimmannschaft wieder die richtigen Lösungen, Denise Kindsvater aus dem Rückraum und Nina Bechtloff von der Außenposition trafen. Die Abwehr zusammen mit der guten Julia Simmler im Tor ließen nur noch ein Tor zum Halbzeitstand von 12:6.

Nach der Pause fand die SV zunächst nicht gut zurück ins Spiel. Es fehlte die Konsequenz im Angriff sowie in der Abwehr, so dass die HSG in der 18. Minute auf 11:14 verkürzte. Danach folgte die stärkste Phase der SV Hohenacker-Neustadt: Ein 5:0-Lauf durch Ballgewinne in der Abwehr und angeführt von der starken Denise Kindsvater brachte das 19:11 (42.). In den letzten 15 Minuten fand die SV im Angriff immer wieder die richtige Lösung, Yvonne Stadler und Rabea Müller trafen. In der Abwehr war das Heimteam zu inkonsequent, wodurch es den Vorsprung zwar verwaltete, aber nicht weiter ausbaute. Am Ende gewann die SV Hohenacker-Neustadt verdient mit 25:20.

SV Hohenacker-Neustadt: Ruppert, Simmler; D. Kindsvater (8), Aurenz, Restivo (1), Müller (2), Bechtloff (3), Laible (2), Friese (2), Goller, A. Kindsvater (3/2), Maier, Stadler (4).

Es läuft für die beiden Rems-Murr-Vertreter in der Handball-Baden-Württemberg-Oberliga der Männer: Der Aufsteiger VfL Waiblingen hat seinen vierten Sieg hintereinander gefeiert, der TV Bittenfeld II ist seit sechs Partien ohne Punktverlust. Die Frauen der SV Hohenacker-Neustadt haben ihren Angstgegner bezwungen.

Männer. TSV Wolfschlugen – VfL Waiblingen 31:33 (13:14). Es war ein hartes Stück Arbeit, bevor der VfL zum vierten Mal in Folge als Sieger den Platz verließ.

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