Nationalmannschaft

«Keine Berührungsängste»: Löws erwartet Müller und Hummels

Löw-Ankunft
Start in die heiße Phase: Bundestrainer Joachim Löw (r) ist bereits im österreichischen EM-Trainingslager der DFB-Elf abgekommen. Foto: Christian Charisius/dpa © Christian Charisius

Seefeld (dpa) - Joachim Löw legt los. Nach der Ankunft in Seefeld verschwand der Bundestrainer am Donnerstagabend direkt im Teamhotel.

Im Laufe des Freitags wird er den Großteil seines EM-Kaders in Tirol in Empfang nehmen und am späten Nachmittag mit dem ersten Training in die Vorbereitung auf die Fußball-Europameisterschaft starten.

Die spannendste Frage der ersten Tagen lautet, wie sich die beiden prominenten Rückkehrer Thomas Müller (31) und Mats Hummels (32) wieder im Kreise der DFB-Auswahl einfinden und bewegen werden. Zweieinhalb Jahre war das Weltmeister-Duo von 2014 ausgemustert, jetzt soll es den 61-jährigen Löw auf der letzte Turniermission wieder begleiten. Und das vermutlich in tragenden Rollen.

«Gab keine Berührungsängste»

«Es gab keine Berührungsängste», berichtete der nach der EM-Endrunde scheidende Bundestrainer von den Gesprächen mit Müller und Hummels, die er vor deren Nominierung für die EM geführt hatte. «Wir kennen uns viele Jahre. Wir haben vieles erlebt, die ganze Bandbreite von Emotionen.» In den kommenden Wochen wird diese besondere Geschichte fortgeschrieben. «Diese Spieler bedeuten mir viel», betonte Löw.

Bis zum Mittag soll neben Müller und Hummels der Großteil der 26 nominierten EM-Akteure im DFB-Quartier in Österreich eintreffen. «Die Intensität wird hochgefahren», kündigte Löw bereits vor der ersten Übungseinheit auf dem Seefelder Olympiagelände an. Am 2. Juni bestreitet die deutsche Mannschaft in Innsbruck das erste von noch zwei Testspielen vor dem Turnierstart gegen EM-Teilnehmer Dänemark.

Kroos und England-Legionäre kommen später

Einige Spieler werden erst später in die Tiroler Berge kommen. Bei Toni Kroos ist noch offen, wann er nach seiner Corona-Infektion anreisen kann. Beim Champions-League-Finale zwischen Manchester City und dem FC Chelsea am Samstag in Porto sind zudem in Ilkay Gündogan, Timo Werner, Antonio Rüdiger und Kai Havertz vier DFB-Spieler dabei.

Löw skizzierte vorab die Trainingsschwerpunkte in Tirol. «Es gibt inhaltliche Themen: Defensive Ordnung, offensive Möglichkeiten», sagte der Chefcoach. «Schwerpunktmäßig» wolle er in den Einheiten auch Standardsituationen trainieren. Es wird zudem darum gehen, eine Systementscheidung zu treffen: Mehr Dreierkette oder Viererkette?

Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff und Teamarzt Tim Meyer werden sich in einer ersten Video-Pressekonferenz am Nachmittag (15.00 Uhr) zur Turniervorbereitung auch unter den besonderen Voraussetzungen in Corona-Zeiten äußern. Das DFB-Team startet am 15. Juni in München gegen Weltmeister Frankreich in die EM-Endrunde.

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