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KSC hofft auf Steigerung im «Königsdrittel»

Trainer Christian Eichner reagiert an der Seitenlinie
Karlsruhes Trainer Christian Eichner reagiert an der Seitenlinie. Foto: Friedemann Vogel/EPA - Pool/dpa/Archivbild © Friedemann Vogel

Karlsruhe (dpa/lsw) - Das Pokal-Aus als Mutmacher für den Liga-Start. Beim 0:1 nach Verlängerung gegen den 1. FC Union Berlin am vergangenen Samstag lief der Ball beim Zweitligisten Karlsruher SC so gut durch die Reihen wie schon lange nicht mehr. Da es in der Offensive wieder mal an der letzten Präzision und Durchschlagskraft fehlte, weiß Trainer Christian Eichner vor dem ersten Liga-Spiel bei Hannover 96 am Samstag (13.00 Uhr/Sky) aber, wo er ansetzen muss.

«Das letzte Drittel ist das Königsdrittel im Fußball. Da entscheiden Einzelaktionen. Da muss sehr viel passen», betonte der KSC-Trainer am Donnerstag. «Daran müssen wir weiter arbeiten, um einen ordentlichen Auftritt dann auch zu vollenden.» Kämpferisch stimmte die Leistung der Badener gegen den Bundesligisten. «Wenn sie es schafft, weiter so eklig zu sein, können wir uns auf ein tolles Spiel freuen», sagte Eichner mit Blick auf Hannover. Dort warte «eine absolute Top-Mannschaft dieser Liga, die sich auf dem Transfermarkt nochmal sehr gut verstärkt hat», sagte der 37-Jährige - und warnte vor den «Büffeln» Marvin Ducksch und Hendrik Weydandt im Angriff.

Die anhaltenden Gerüchte um einen möglichen Wechsel seines eigenen Topstürmers nimmt Eichner indes äußerst gelassen. «Da ist eine gewisse Entspanntheit drin, weil der Karlsruher SC das Heft des Handelns in der Hand hält», betonte er. Man habe sich zwar mit dem Angreifer ausgetauscht und auch Verständnis für einen Wechselwunsch. «Dennoch haben auch wir Ziele und die wollen wir zusammen mit Philipp Hofmann erreichen», betonte Eichner. «Er ist ein absoluter Fixpunkt in unserem Spiel. Für mich passt er wir Topf und Deckel zu diesem Club und diesen Personen.»

Sportchef Oliver Kreuzer hatte der «Bild» zuvor gesagt, dass Union Berlin ein Angebot für Hofmann hinterlegt hätte. «Es entspricht nicht dem, was wir uns vorstellen», sagte der 54-Jährige aber. «Im Gegenteil: Wir haben da eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir wollen und dem, was Union geboten hat.» Hofmanns Vertrag gilt aktuell noch bis Ende Juni 2021, verlängert sich aber bei einer gewissen Einsatzzahl um ein weiteres Jahr. Samstag in Hannover hofft Eichner «auf sein erstes Tor für den KSC in der neuen Saison».