2. Bundesliga

KSC legt los: Eichner blendet Sorgen aus

Christian Eichner
Christian Eichner © Uli Deck

Karlsruhe (dpa/lsw) - Die sportliche Führung des Karlsruher SC war durchaus bemüht, Optimismus zu verbreiten. «Wir freuen uns auf den Auftakt, der uns gleich einen ambitionierten Gegner beschert hat», sagte Trainer Christian Eichner zwei Tage vor dem ersten Saisonspiel der Badener in der 2. Fußball-Bundesliga beim SC Paderborn am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Die kommende Spielzeit werde «sehr schwierig und herausfordernd für alle Beteiligten», prophezeite Sportchef Oliver Kreuzer. Aber auch er freue sich darauf. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung und trotz großer Verletzungssorgen glaubt der KSC an einen guten Start. Der Stimmung im Umfeld wäre der sicher zuträglich.

Die Sorgen, dass der KSC tief in den Abstiegskampf geraten könnte, sind nach dem Abgang von Torjäger Philipp Hofmann zum VfL Bochum und einer ganzen Reihe enttäuschender Testspiel-Ergebnisse deutlich zu spüren rund um den Wildpark. Zumindest an die Verletzungsthematik gelte es nun aber, einen «Haken dran» zu machen, forderte Coach Eichner. «Fakt ist, dass uns Qualität fehlt. Aber unser Vertrauen gilt zu 100 Prozent den Jungs, die aktuell da sind.»

Neben Stammtorhüter Marius Gersbeck, den Abwehrspielern Christoph Kobald, Daniel O'Shaughnessy, Felix Irorere und Sebastian Jung sowie Mittelfeldmann Kyoung-Rok Choi fehlt dem KSC mittlerweile auch der vom FC Vaduz verpflichtete Mittelstürmer Simone Rapp. Der Ausfall des 1,93-Meter-Mannes, bei dem unter der Woche ein Bandscheibenvorfall festgestellt wurde, sei ein «extrem herber Verlust», sagte Eichner.

Womöglich kehrt Rapp aber schneller auf den Platz zurück als zunächst prognostiziert. Man habe sich eine weitere Meinung von einem Arzt aus Zürich eingeholt, berichtete Kaderplaner Kreuzer. Der Angreifer müsse zwar definitiv operiert werden. Im Optimalfall fehle er danach aber nur vier bis sechs Wochen, statt zwei bis drei Monate.

Wie er in Paderborn taktisch auf Rapps Ausfall reagieren wird, ließ Trainer Eichner offen. Der vom FC Kopenhagen ausgeliehene Stürmer Mikkel Kaufmann habe seine Adduktorenprobleme überwunden und stehe definitiv im Kader, so der 39-Jährige. Zudem betonte er - genau wie Kreuzer - erneut, dass der Ligaverbleib das klar definierte Ziel sei.

Finanziell rechnen die Badener in der kommenden Saison mit einem Verlust von etwa zwei Millionen Euro. «Wir planen mit Einnahmen von rund 26 Millionen und haben Ausgaben geplant von 28 Millionen Euro», sagte Geschäftsführer Michael Becker. Hauptgrund dafür sei, dass die mit dem Logen- und Hospitality-Bereich so einnahmerelevante Westtribüne des neuen Stadions wohl erst zur Saison 2023/2024 fertiggestellt wird. Es bleiben herausfordernde Zeiten in Karlsruhe.