Bundesliga

«Luft nach oben»: Hoffenheim will Siegesserie ausbauen

Ihlas Bebou
Hoffenheims Ihlas Bebou spielt den Ball. © Uwe Anspach

Zuzenhausen (dpa/lsw) - Die TSG 1899 Hoffenheim will nach zwei Siegen in Serie den guten Start in die Fußball-Bundesligasaison mit einem weiteren Erfolg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg fortsetzen. Der 3:0-Erfolg beim Champions-League-Club Bayer Leverkusen hat Auftrieb gegeben. «Es ist sehr wichtig, dass wir nach einem solchen Auswärtssieg nachlegen», sagte 1899-Cheftrainer André Breitenreiter am Donnerstag. Drei Siege aus den ersten vier Partien hat die TSG nur in der Spielzeit 2010/11 eingefahren.

Die Augsburger sind der Lieblingsgegner der Hoffenheimer, die auf dem sechsten Tabellenrang stehen. Gegen kein anderes Team feierte 1899 mehr Erfolge. Breitenreiter hält aber nichts von solchen Statistiken. «Die Augsburger haben in dieser Saison schon gezeigt, dass sie auswärts gewinnen können. Sie spielen mit viel Zweikampfhärte und schalten schnell um», sagte er. «Wir sind aber gut vorbereitet und haben fleißig und intensiv trainiert.»

Nach dem Sieg in Leverkusen hat der neue Coach schon seine Handschrift in Hoffenheim sichtbar gemacht und ist nun über die Kennenlernphase hinausgekommen. «Wir haben schnell zueinander gefunden. Fakt ist aber, dass wir uns noch in einem Prozess befinden - trotz des Sieges in Leverkusen», stellte Breitenreiter fest. «Wir haben noch Luft nach oben und Potenzial. Wir sind noch nicht am Ende.»

Ein Wermutstropfen ist, dass Hoffenheim monatelang auf Ihlas Bebou verzichten muss. «Er hat in den vergangenen Tagen einen Trainingsversuch unternommen», berichtete der Coach. «Man kann davon ausgehen, dass er Monate ausfällt - ob drei oder sechs ist nicht zu sagen.» Den 28 Jahre alten deutsch-togoischen Fußballspieler plagen Knieprobleme.

Die Verpflichtung eines Ersatzes wird geprüft. «Ein Startelfspieler fehlt uns. Da machen wir uns Gedanken, ob wir nicht einen dazuholen», sagte Breitenreiter. Verzichten muss er weiter auch auf Kapitän Benjamin Hübner, Abwehrmann Ermin Bičakčić, Philipp Pentke und Stanley Nsoki.