Champions-League-Finale

Man City und Chelsea spielen Königsklasse-Gewinner aus

Thomas Tuchel
Will in seinem zweiten Königsklassen-Endspiel diesmal der lachende Sieger sein: Chelsea-Coach Thomas Tuchel. Foto: Nick Potts/PA Wire/dpa © Nick Potts

Porto (dpa) - Manchester City gegen den FC Chelsea, Pep Guardiola gegen Thomas Tuchel und Ilkay Gündogan gegen seine Nationalmannschaftskollegen Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger.

Das Finale der Champions League an diesem Samstag (21.00 Uhr/Sky und DAZN) verspricht, ein großes Spiel zu werden.

Die Trainer

Die Geschichte über Taktik mit Salz- und Pfefferstreuern im Münchner Nobelrestaurant Schumann's ist schon älter - sie beschreibt das Verhältnis von Thomas Tuchel (47) und Pep Guardiola (50) aber sehr treffend. «Fußball, Fußball, Fußball. Wir haben uns nur über Fußball unterhalten», sagte Guardiola über das Treffen im Jahr 2014. Guardiola war damals Bayern-Trainer, Tuchel im Sabbatical. Die beiden Erfolgstrainer zeichnet eine unglaubliche Besessenheit aus, den Gegner bis ins kleinste Detail taktisch auszulesen.

Guardiola hat in seiner Vita etliche Titel mit den Cityzens, den Bayern und dem FC Barcelona stehen. Tuchel gewann mit Borussia Dortmund 2017 den DFB-Pokal und zuletzt in Frankreich mit Paris Saint-Germain die nationalen Titel. Nach seinem Aus in der französischen Hauptstadt sei Guardiola einer der ersten gewesen, der angerufen hat, sagte Tuchel bei DAZN. «Es ist immer ein sehr freundschaftlicher Austausch.»

Die Teams

Beide Teams reisten mit Starspielern nach Portugal. Für Manchester City spielt neben dem Brasilianer Fernandinho, dem Belgier Kevin De Bruyne und dem Algerier Riyad Mahrez auch Nationalspieler Ilkay Gündogan, der das Abschlusstraining am Freitag nach einem Schlag allerdings vorzeitig abbrechen mussten. Das dunkelblaue Chelsea-Trikot tragen gleich drei Profis der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw: Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger. Das Mittelfeld der Blues ordnet der französische Weltmeister N’Golo Kanté, vorne stürmt unter anderem der frühere Dortmunder Christian Pulisic (USA).

Der Spielort

Eigentlich hätte in Istanbul gespielt werden sollen - die türkische Metropole war schon 2020 dran, auch damals kam aber die Corona-Pandemie dazwischen. Ursache für die erneute Verlegungen waren die strengen Reiserestriktionen. Das Finale soll schließlich vor Zuschauern auch aus England stattfinden. 16.500 werden ins Estádio do Dragão gelassen, in den vergangenen Tagen waren in der Hafenstadt schon etliche Fans aus Großbritannien zu sehen.

Neutralität

Joachim Löw erwartet ein attraktives und offensiv geprägtes Champions-League-Finale, drückt aber für keinen der beiden Endspiel-Teilnehmer besonders die Daumen. «Ich bin neutral», sagte der Bundestrainer im DFB-Trainingscamp in Seefeld. Löw und seine Spieler werden im Quartier der Nationalmannschaft in den Tiroler Alpen die Partie in Porto am Fernsehen verfolgen. «Das Spiel ist von großer fußballerischer Klasse begleitet, beide Clubs sind mit hoher Qualität ausgestattet», sagte der Bundestrainer.

Was noch zu sagen wäre

«Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir leiden müssen, um das Finale zu gewinnen.» (Pep Guardiola)

«Es ist keine normale Woche, jedem geht es da anders, aber der Countdown läuft für ein großes, großes Spiel.» (Thomas Tuchel)

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