Fitness und Gesundheit

Mit Vitaminen gesund durch den Herbst: Worauf muss ich achten?

Gemuese
Natürliche Erzeugnisse wie frisches Gemüse sind sehr gesund, weil die Vielzahl der darin enthaltenen Vitamine besonders vorteilhaft kombiniert ist. © Pixabay

Sobald das Wetter im Herbst schmuddelig wird, erhält es wieder Prominenten-Status: das Vitamin C. Vor allem frisches Gemüse und Obst sind zuverlässige Lieferanten des wertvollen Wirkstoffs, der unsere Abwehrkräfte stärkt. Oftmals weniger bekannt ist, dass Vitamine ganzjährig elementare Körperfunktionen maßgeblich unterstützen. Es lohnt sich also, einen vertiefenden Blick auf sie zu werfen:

Was sind Vitamine?

Vitamine sind lebenswichtige Stoffe (genauer gesagt organische Verbindungen), die wir uns über die Nahrung zuführen müssen, weil wir sie selbst nicht produzieren können. Eine Ausnahme ist das Vitamin D, bei dem das Sonnenlicht die körpereigene Produktion anregt.

Welche Vitamine gibt es?

Alles in allem benötigt unser Körper 13 verschiedene Vitamine. Die meisten sind unter ihren Abkürzungen bekannt: Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K. Aber auch Niacin, Pantothensäure, Biotin und Folsäure zählen dazu. Je nach ihrer Löslichkeit werden sie in wasserlösliche (B-Varianten und C) und fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) unterteilt.

Wie nimmt der Körper Vitamine auf?

Durch die Aufteilung in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine lässt sich ableiten, wie der Körper die Vitamine optimal verwerten kann. Fettlösliche Vitamine sollte man immer in Kombination mit einem fetthaltigen Lebensmittel verzehren. Eine Möhre zum Beispiel liefert zwar reichlich Betacarotin (eine noch unwirksame Vitamin-Vorstufe), doch ohne einen Spritzer Öl oder ohne eine ergänzende Scheibe Käse können wir es nicht zu Vitamin A veredeln. Dafür werden fettlösliche Vitamine bei richtiger Einnahme länger im Körper gespeichert. Wasserlösliche Vitamine hingegen müssen (mit Ausnahme von B12) immer wieder neu aufgenommen werden, weil sie von uns nur wenig bis gar nicht gespeichert werden können. Was nicht direkt verwendet werden kann, wird als überschüssige Menge mit dem Urin ausgeschieden.

Welche Vitamine sind besonders wichtig?

Es kommt auf die Gesamtheit und das Zusammenspiel aller Vitamine an, denn bei ihrer Vielzahl an Aufgaben unterstützen sie sich gegenseitig. Die wasserlöslichen Vitamine sollte man jedoch wegen ihrer sehr geringen Speicherfähigkeit sehr regelmäßig zu sich nehmen. Das heißt deswegen aber nicht, dass die fettlöslichen Vitamine weniger wichtig sind.

Welche Lebensmittel enthalten wasserlösliche Vitamine?

Dazu zählen insbesondere frisches Gemüse und Obst, Vollkorn- und Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Pilze, Nüsse sowie Fisch und Fleisch.

Und worin stecken fettlösliche Vitamine?

Fettlösliche Vitamine sind vor allem in grünem Gemüse wie zum Beispiel Spinat, Mangold, Grünkohl, Brokkoli und grüne Bohnen sowie in Milchprodukten, Eigelb, pflanzlichen Ölen, Vollkornprodukten und Nüssen enthalten.

Wofür benötigt unser Körper Vitamine?

Vitamine treiben etliche biochemische Prozesse im Körper ganz wesentlich voran und werden insbesondere für den Energie- und Eiweißstoffwechsel benötig. Darüber hinaus sind sie beim Zellaufbau beteiligt und fördern unter anderem die Hormonbildung, das Nervensystem, die Blutgerinnung, die Wundheilung und bekanntermaßen das Immunsystem. Ein beginnender Vitaminmangel kann sich in Form von Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und einer allgemein geringeren Leistungsfähigkeit äußern sowie die Entstehung bestimmter Krankheiten begünstigen.

Gibt es eine Grundregel für eine vitaminreiche Ernährung?

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören täglich Gemüse und Obst sowie Vollkorn- und Milchprodukte. Mein Tipp: Bringen Sie bei der Gemüseauswahl die Farben Rot, Grün und Gelb auf den Teller. Wie jede Jahreszeit bietet auch der Winter saisonale Produkte. Die Abwechslung macht´s!

Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Im Normalfall nicht. Natürliche und vor allem pflanzliche Erzeugnisse (am besten erntefrisch aus regionalem Anbau) sind hervorragende Vitaminlieferanten und den aus der Werbung bekannten synthetischen Alternativen deutlich überlegen. Warum ist das so? Natürliche Vitamine setzen sich aus einem besonders vorteilhaft kombinierten Wirkstoffgemisch zusammen, während von der Industrie hergestellte Produkte nur isoliert den oder die auf der Packung erwähnten Inhaltsstoff(e) bereitstellen, den der Körper aber viel schwerer aufnehmen und verarbeiten kann.

Lediglich in besonderen Lebenssituationen wie etwa bei einer Schwangerschaft oder bei bestimmten Krankheiten oder auch bei Leistungssportlern kann die gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln hilfreich sein. Eine vorherige ärztliche Rücksprache ist dabei angeraten.

Info

Wer mehr interessante Hintergründe zu gesundem Essen erfahren möchte, ist bei den Vor-Ort- und digital angebotenen Ernährungskursen der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr genau richtig. Weitere Infos und Anmeldung finden Sie auf der Homepage sowie telefonisch unter 07 11/65 25-1 38 65.

Sobald das Wetter im Herbst schmuddelig wird, erhält es wieder Prominenten-Status: das Vitamin C. Vor allem frisches Gemüse und Obst sind zuverlässige Lieferanten des wertvollen Wirkstoffs, der unsere Abwehrkräfte stärkt. Oftmals weniger bekannt ist, dass Vitamine ganzjährig elementare Körperfunktionen maßgeblich unterstützen. Es lohnt sich also, einen vertiefenden Blick auf sie zu werfen:

Was sind Vitamine?

Vitamine sind lebenswichtige Stoffe (genauer gesagt

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