2. Bundesliga

Nach 1:1 gegen Sandhausen: FC St. Pauli kommt nicht voran

Daschner und Okoroji
St. Paulis Lukas Daschner (l) und Sandhausens Chima Okoroji kämpfen um den Ball. © Marcus Brandt

Hamburg (dpa) - Der FC St. Pauli kommt nicht von der Stelle. Auch gegen den SV Sandhausen reichte es am Sonntag zum Abschluss des achten Spieltages in der 2. Fußball-Bundesliga nicht zum Sieg. Das 1:1 (1:0) gegen das Team aus der Kurpfalz war bereits das vierte Spiel ohne Erfolg und das dritte Remis nacheinander. Statt in den höheren Tabellensphären um den Aufstieg mitzuspielen, dümpeln die Hamburger als Zehnter im Mittelfeld des Klassements - ohne Gefahr nach unten, aber derzeit auch ohne Perspektive nach oben.

«Wir betreiben viel Aufwand. Es fehlte auch ein bisschen Glück und etwas mehr Ruhe und Gelassenheit vor dem Tor», sagte St. Paulis Trainer Timo Schultz. Gegen einen lange Zeit mutlosen Gegner fiel seiner Mannschaft zu wenig ein. Die ganze Überlegenheit nutzte den Hamburgern daher nichts, da sie zu selten in gute Positionen kamen.

Die beste Gelegenheit hatte nach einer Viertelstunde noch Lukas Daschner, der freistehend am stark haltenden Sandhäuser Torwart Patrick Drewes scheiterte. «Ich bin geknickt, das 1:0 kann ich schon vorher machen. Das geht auf meine Kappe. So hätten wir befreiter aufspielen können», sagte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler.

Wie das Tore machen geht, zeigte Kapitän Jackson Irvine vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion: Nach Flanke von Leart Paqarada stieg der Australier in der 38. Minute hoch und versenkte den Ball unhaltbar per Kopf. Über sein Tor konnte er sich nach dem Spiel aber nur bedingt freuen. «Es ist frustrierend», meinte Irvine im Sender Sky über das Remis.

Denn auch nach der Pause blieben die Kräfteverhältnisse unverändert. St. Pauli kontrollierte das Geschehen, Sandhausen traute sich kaum etwas. Um so überraschender der Ausgleich durch den Ex-HSVer David Kinsombi nach einer Standardsituation. Schon zuvor war bei einer Standardsituation ein Tor für die Gäste gefallen, was wegen Abseits aberkannt wurde.

Nach dem Treffer wurde der SV Sandhausen gefährlicher. In der 81. Minute hatten der FC St. Pauli sogar Glück, als der Ball nach Christian Kinsombis Schuss erst durch die Hände von Torwart Nikola Vasij rutschte und dann an den Pfosten flog.

Aber auch der eingewechselte Luca Zander hatte noch die Siegchance für die Gastgeber. Doch setzte er den Ball aus kurzer Entfernung und spitzem Winkel über das Tor. «Ich wollte den Ball kurz vor Schluss ins lange Ecke legen und habe ihn falsch erwischt», sagte er. «Jedes Spiel für sich ist ärgerlich, wenn wir es nicht gewinnen.»

So blieb der Kiezclub zu Hause zwar ungeschlagen, und auch die Serie gegen den SV Sandhausen, der auch im siebten Spiel nacheinander nicht am MIttlerntor gewinnen kann, hielt. Viel Trost brachte das nicht. «Wir haben zwei Standards nicht gut verteidigt», sagte Trainer Schultz. «Wir hätten das Spiel gewinnen müssen.»