Rems-Murr-Sport

Nach drei Niederlagen muss jetzt ein Sieg her

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Trainer Thomas Zeitz nimmt das Waiblinger Team nach der Enttäuschung zuletzt in die Pflicht. Er fordert von den Spielerinnen einen couragierten Auftritt bei der SG Kirchhof. © Ralph Steinemann Pressefoto

In der Vorrunde war das Zweitligaspiel gegen die SG Kirchhof wegen Corona ausgefallen. Deshalb treffen die Handballerinnen des VfL Waiblingen nun gleich zweimal hintereinander auf den Gegner. Zunächst gibt’s das Auswärtsspiel, Waiblingen steht aus mehreren Gründen unter Druck.

SG Kirchhof (12. Platz, 10:28 Punkte) – VfL Waiblingen (8. Platz, 20:20 Punkte; Samstag, 18 Uhr). In Zwickau hätte der VfL einfach mal mit Spaß spielen können. Der Außenseiter hatte beim Tabellenführer BSV Sachsen nichts zu verlieren. Doch die Waiblingerinnen, das hatte der Trainer unbedingt vermeiden wollen, ließen sich gleich zu Beginn den Schneid abkaufen. Nach elf Minuten lagen sie bereits mit 1:10 zurück. „Da war das Spiel eigentlich schon beendet“, ärgert sich Thomas Zeitz. „Wir waren von der ganzen Körpersprache und dem Auftreten her nicht da.“ Von der 15. Minute an steigerte sich das Team etwas, am Ende aber stand ein ernüchterndes 20:32.

Zwickau sei für sein Team eine Nummer zu groß, sagt Zeitz. „Aber es wäre okay gewesen, wenn wir mit sechs Toren verloren hätten. Zwölf sind zu viel.“ Normalerweise ist der Coach kein Schreier, doch in der Halbzeit, es stand 9:18, platzte ihm der Kragen: „Ich glaube, in der Halle hat mich jeder gehört.“ Nach wie vor grübelt er darüber nach, warum es sein Team nicht schaffte, stressfrei und ohne Druck beim klaren Favoriten aufzutreten.

Trainer Thomas Zeitz ist ratlos: „Das kann man nicht erklären“

Ja, dem VfL fehle es an Führungsspielerinnen. „Aber das kann nicht der alleinige Grund für den Auftritt sein. Die Mannschaft hat in dieser Saison auch schon in Stresssituationen funktioniert.“ Warum also ging die Anfangsviertelstunde diesmal so in die Hose? Der Trainer ist ratlos: „Das kann man nicht erklären.“ Jedenfalls bleibt die mangelnde Konstanz das größte Problem des VfL. Drei Spiele verloren, dann vier gewonnen, jetzt wieder drei verloren – „das nervt“. Doch so etwas gebe es eben auch mal im Sport.

Das Erreichen des Saisonziels, die Mannschaft näher an die Spitzenteams heranzuführen, hat Thomas Zeitz angesichts von nun 20:20 Punkten abgeschrieben. Der Abstand zum Tabellenfünften HSV Solingen-Gräfrath beträgt schon fünf Zähler. In den verbleibenden sechs Partien geht es für Waiblingen nur noch um einen ordentlichen Mittelfeldplatz. Zumindest am punktgleichen Siebten Harrislee und am Sechsten Leipzig könnte der VfL nun vorbeiziehen: Am Osterwochenende findet nur das Nachholspiel der Waiblingerinnen in Kirchhof statt. Diese Chance muss der VfL nutzen.

Ausreden gibt es keine: Die gastgebende SG ist Drittletzter. Vor der Saison wurde sie wie gewohnt hoch gehandelt, doch das Team enttäuscht trotz seines guten Kaders. Zeitz: „Man könnte sarkastisch sagen: wenigstens eine Mannschaft, die wie wir die Ziele nicht erreicht hat.“

Der VfL-Coach vermutet Unruhe in der Mannschaft als Grund für die Kirchhofer Schwäche. Coach Gernot Weiss war, nach eigenen Angaben aus beruflichen Gründen, im Dezember zurückgetreten, sein Co-Trainer Martin Denk wurde daraufhin zum Chef befördert.

Die Lage ist prekär: In der 2. Liga wird es zwei direkte Absteiger geben (derzeit Freiburg und Rödertal), der Drittletzte muss in die Relegation gegen einen Drittligisten. Dass es trotz des coronabedingt frühen Saisonabbruchs in Liga drei eine Aufstiegsrunde geben wird – jedes Team durfte sich ohne sportliche Leistung dafür melden –, sorgt auch bei Kirchhof für Zornesfalten. Doch die Entscheidung steht, und die SG setzt nun alles daran, das Nachsitzen zu vermeiden.

Das macht die Auswärtsaufgabe schwierig für Waiblingen. „Kirchhof steht mit dem Rücken zur Wand. Es wird kein schönes Spiel, sondern ein Kampfspiel“, warnt Zeitz. Er fordert von den Waiblingerinnen einen couragierten Auftritt. „Wir müssen mit Kampf und Leidenschaft dagegenhalten.“ Und das nicht nur im nächsten, sondern auch im übernächsten Spiel: Schon am 10. April treffen die Teams in Waiblingen erneut aufeinander.

In der Vorrunde war das Zweitligaspiel gegen die SG Kirchhof wegen Corona ausgefallen. Deshalb treffen die Handballerinnen des VfL Waiblingen nun gleich zweimal hintereinander auf den Gegner. Zunächst gibt’s das Auswärtsspiel, Waiblingen steht aus mehreren Gründen unter Druck.

SG Kirchhof (12. Platz, 10:28 Punkte) – VfL Waiblingen (8. Platz, 20:20 Punkte; Samstag, 18 Uhr). In Zwickau hätte der VfL einfach mal mit Spaß spielen können. Der Außenseiter hatte beim

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