NBA

Playoff-Aus für Lakers - Schröder will bleiben und den Titel

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Los Angeles Lakers - Phoenix Suns
Dennis Schröder (hinten) musste sich mit den Los Angeles Lakers Chris Paul Anthony Davis und den Phoenix Suns geschlagen geben. Foto: Ashley Landis/AP/dpa © Ashley Landis
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Portland Trail Blazers - Denver Nuggets
Austin Rivers (l) setzte sich mit den Denver Nuggets gegen die Portland Trail Blazers. Foto: Craig Mitchelldyer/AP/dpa © Craig Mitchelldyer

Los Angeles (dpa) - Dennis Schröder will sich nicht mit einer Playoff-Klatsche aus Los Angeles verabschieden und auch in der kommenden NBA-Saison für die Lakers auflaufen.

Keine Stunde nach der erneut deutlichen 100:113-Niederlage des Titelverteidigers gegen die Phoenix Suns und dem 2:4-Aus schon in der ersten Runde versuchte der 27 Jahre alte Braunschweiger alle Spekulationen über einen Abschied nach nur einem Jahr vom Tisch zu wischen. Bevor er seine Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier der Nationalmannschaft Ende Juni in Aussicht stellte, sendete er noch klarere Signale an die Lakers-Fans.

«Werde mir den Hintern aufreißen»

«Ich werde mir den Hintern aufreißen, um hierher zurückzukommen und alles zu geben. Wir schulden den Fans mehr. Ich werde mir den Hintern aufreißen in diesem Sommer, zurückkommen und ich selbst sein. Ich möchte hier sein und eine Meisterschaft gewinnen», sagte Schröder. Als der Hallensprecher um einen letzten Applaus für den gescheiterten Rekordmeister bat, war Schröder noch mit hängendem Kopf vom Platz geschlichen. Nach dem Duschen aber strahlte der Nationalspieler schon wieder Zuversicht aus - für seine persönliche Zukunft und die der gescheiterten Lakers um die Superstars LeBron James und Anthony Davis.

«Nächstes Jahr kommen wir zurück. Jeder wird gesund sein, das wird großartig», prognostizierte er. Nach der Mini-Pause im Anschluss an den Titel der vergangenen Saison und den zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie können die Profis aus Los Angeles bis zum Start in die kommende Saison ungewohnt lange durchschnaufen und regenerieren.

Insbesondere die in dieser Saison lange verletzten James und Davis können das gut gebrauchen - Davis scheiterte mit seinem Versuch, trotz Verletzung dabei mitzuhelfen, das Aus noch abzuwenden und musste schon im ersten Viertel abbrechen. «Nummer eins ist, wir müssen AD gesund bekommen. Wir müssen meinen Knöchel bereit bekommen. Und dann starten wir von da», sagte James.

20 Schröder-Punkte reichen nicht

Auch Schröder konnte nicht entscheidend Einfluss nehmen, den 20 Punkten nach katastrophaler erster Halbzeit zum Trotz. Zusammen mit Spekulationen vor dem Spiel infolge einer vermeintlichen Änderung an seinem Instagram-Profil wirkte es unmittelbar nach der Partie so, als habe er zum womöglich letzten Mal im Trikot der Lakers gespielt.

Schließlich hatte er noch im Frühjahr dem Vernehmen nach einen Vierjahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von 84 Millionen US-Dollar abgelehnt. Allerdings sagte Schröder auch da schon, was er nun wiederholte: «Das ist meine achte Saison in der NBA. Und ich wollte einmal meine eigene Entscheidung treffen. Einmal.» Die Lakers seien eine großartige Organisation und er fühle sich wohl. «Am Ende des Tages will ich hier sein und einen Titel gewinnen. Es ging nicht ums Geld. Klar, es soll fair sein. Aber am Ende des Tages geht es nicht ums Geld.» Seinem Ruf in der Stadt hat das Zögern geschadet, das Verständnis rund um die Lakers hält sich in Grenzen. Bei Erfolgen in der kommenden Saison ist das aber auch schnell wieder vergessen.

Nächstes Ziel: Mit DBB-Team zu Olympia

Zuvor will Schröder mit dem deutschen Nationalteam zu Olympia. «Nationalmannschaft, wenn ich nicht verletzt bin und mich gut fühle, bin ich dabei», sagte Schröder nach dem Playoff-Aus der Deutschen Presse-Agentur. Der Verband hofft natürlich auf eine Zusage des Point Guards. «Wir hoffen, dass er jetzt nicht zu enttäuscht ist und würden uns natürlich sehr freuen, wenn er im Sommer dabei wäre», sagte der Sportdirektor des Deutschen Basketball Bundes, Felix Leuer, der dpa. Schröders Kumpel Daniel Theis wird dagegen fehlen. Er sagte dem Verband ab, um sich um einen neuen NBA-Vertrag zu kümmern.

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