Handball im Rems-Murr-Kreis

Abgesagt: Spitzenspiel für VfL-Handballerinnen gegen den HSV Solingen-Gräfrath

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Vivien Jäger (mit Ball, hinten links Samira Brand) und der VfL Waiblingen haben die TG Nürtingen (von links Kerstin Foth, Lea Schuhknecht, Delia Cleve, Carolin Henze) problemlos aus dem Weg geräumt. Solingen-Gräfrath dürfte standhafter sein. © Ralph Steinemann Pressefoto

Hinweis der Redaktion: Das Spiel wurde mittlerweile abgesagt. Hier gibt es weitere Infos.

Mehr Top-Spiel geht nicht: In der ersten Partie des neuen Jahres erwartet der Tabellenzweite der 2. Handball-Bundesliga der Frauen am Samstag (18.30 Uhr) den punktgleichen Spitzenreiter. Mit einem Sieg in der Rundsporthalle könnte sich der VfL Waiblingen also die Tabellenführung vom HSV Solingen-Gräfrath zurückholen. „Das wäre natürlich toll“, sagt der VfL-Trainer Thomas Zeitz. Doch egal, wie’s ausgehe: „Am vorletzten Hinrundenspieltag wird die Meisterschaft nicht entschieden.“

Kurz vor Weihnachten hatte der VfL den Platz an der Sonne bereits wieder inne nach dem souveränen 33:24-Derbysieg gegen die TG Nürtingen. Allerdings nur für einen Tag. Der HSV Solingen-Gräfrath zog mit dem ebenso deutlichen 30:20-Erfolg gegen die Kurpfalz Bären nach – und dank der besseren Tordifferenz wieder an den Waiblingerinnen vorbei.

Thomas Zeitz war sehr zufrieden mit dem letzten Auftritt seines Teams im Jahr 2021. Er habe ein engeres Spiel erwartet, da Nürtingen gegen Gräfrath zuvor nur mit drei Toren verloren hatte. Das Spiel habe die Entwicklung seines Teams in dieser Hinserie bestätigt. „Wir spielen nicht über 60 Minuten hinweg super, aber die holprigen Phasen in den Spielen werden kürzer.“ Ein gewisses Level erreiche das Team meist.

Zeitz sieht Parallelen zwischen dem VfL und dem Gegner

Nach dem Nürtingen-Spiel gab der Coach seinen Spielerinnen zehn Tage frei. „Sie sollten abschalten und mal an etwas anderes denken als an Handball.“ Am 29. Dezember startete die Vorbereitung auf das mit Spannung erwartete Spitzenspiel – mit dem kompletten Kader. Bis auf die Torhüterinnen Vivien David und Branka Zec werden am Samstag sämtliche Spielerinnen zur Verfügung stehen.

Zeitz sieht zwischen seinem Team und dem HSV Solingen-Gräfrath gewisse Parallelen. Beide stünden in der Tabelle überraschend vor den Mannschaften, die vor der Saison vorne erwartet worden seien. Und beide Teams seien in sich gewachsen in den vergangenen Jahren.

Im November und Dezember vergangenen Jahres hat es der HSV richtig krachen lassen. Nach dem 27:25-Sieg beim Erstliga-Absteiger FA Göppingen fegte er den ESV Regensburg (37:21) und den 1. FSV Mainz (37:18) aus der Halle. „Wenn wir im Dezember noch gegeneinander gespielt hätten, wäre der HSV für mich angesichts seines super Laufes klar in der Favoritenrolle gewesen“, so Zeitz. „Jetzt muss man sehen, wer besser aus der Pause kommt.“

Rückraum ist das Prunkstück

Prunkstück im Team der Trainerin Kerstin Reckenthäler sei der Rückraum. Auf der linken Seite spielt Vanessa Brandt (22), mit 115 Toren steht sie auf Rang zwei der Torschützenliste. In der vergangenen Spielzeit wurde die 22-Jährige mit 215 Treffern die Torschützenkönigin der Liga. Auf der anderen Halbposition hat der HSV mit Cassandra Nanfack einen völlig anderen Spielertypen: klein, beweglich, schnell und stark im Eins-gegen-eins. Erstligaerfahrung bringt die Spielmacherin Mandy Reinarz mit. Stütze des Teams ist zudem die Torhüterin Natascha Krückemeier. „Wir werden also genug zu tun haben“, sagt Zeitz. „Wir brauchen eine gute Chancenauswertung und müssen eine gute Abwehr stellen.“ Die Defensive enttäuschte den Trainer selten in dieser Saison. „In zehn von 13 Spielen hat sie das gut gemacht.“ Zeitz geht davon aus, dass Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden werden.

Grundsätzlich glaubt er, dass Solingen-Gräfrath, sein Team, FA Göppingen und die Füchse Berlin die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen werden. Der Rückstand der anderen Mannschaften dürfte bereits zu groß sein, auch wenn die Hinrunde noch nicht zu Ende „und der Weg noch sehr lang ist“.

Zwei Wochen nach dem Tabellenführer gastiert mit dem Erstliga-Absteiger und Aufstiegskandidaten FA Göppingen das nächste Top-Team in der Rundsporthalle. Und neun Tage später folgt ein weiterer Saisonhöhepunkt: Gegen den Erstligadritten Thüringer HC kämpft der VfL um den Einzug ins Halbfinale des DHB-Pokals.

Hinweis der Redaktion: Das Spiel wurde mittlerweile abgesagt. Hier gibt es weitere Infos.

Mehr Top-Spiel geht nicht: In der ersten Partie des neuen Jahres erwartet der Tabellenzweite der 2. Handball-Bundesliga der Frauen am Samstag (18.30 Uhr) den punktgleichen Spitzenreiter. Mit einem Sieg in der Rundsporthalle könnte sich der VfL Waiblingen also die Tabellenführung vom HSV Solingen-Gräfrath zurückholen. „Das wäre natürlich toll“, sagt der VfL-Trainer Thomas Zeitz.

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