Rems-Murr-Sport

Abstiegskampf immer härter

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Nach zwei Niederlagen in Folge wird es für den TSV Schwaikheim (hier Robin Laudon, links, und Dennis Solyom gegen den Breuningsweilermer Niko Rummel) allmählich eng. Im Heimspiel gegen den TSV Pfedelbach soll es wieder einen Sieg geben. © Gisbert Niederführ

In der Fußball-Verbandsliga sind die SF Schwäbisch Hall Letzter und kaum noch zu retten. Also wird’s vier Absteiger aus der Landesliga geben. Und hier sind gleich vier der fünf Rems-Murr-Vertreter gefährdet. In der Rückrunde tun sie sich alle noch recht schwer. Schornbach hat erst zwei Punkte geholt, Schwaikheim und Oeffingen drei (???), nur bei Breuningsweiler (sieben) und Fellbach (neun) sieht es besser aus.
TSV Schwaikheim (9. Platz ?, 26 Punkte) – TSV Pfedelbach (6., 29 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Schwaikheimer sind in den zurückliegenden beiden Spielen kräftig durchgeschüttelt worden. Sowohl in Fellbach als auch gegen Breuningsweiler war mehr drin. „Wir spüren natürlich langsam ein bisschen Druck“, sagt Trainer Toni Guaggenti. Zwei Punkte hat der TSV noch Vorsprung auf den ersten Direktabstiegsplatz. In der Osterpause hat sich die personelle Situation zudem nicht entspannt. Marius Pfender (Faserriss) fehlt, genauso Christian Seitz, bei dem eventuell sogar eine Knie-OP ansteht, und Kevin Salzmann. Felix Gebhardt hat zumindest das Training aufgenommen. Yusuf Dik hat seine Grippe überwunden, steckt aber in Prüfungsvorbereitungen. Deshalb hat Guaggenti Gareth Voglbruch aus der zweiten Mannschaft wieder nach oben genommen. Mit Pfedelbach kommt „die Mannschaft der Stunde“. Schon zum Ende der Vorrunde sammelte Pfedelbach Punkt um Punkt (im Anschluss ans 1:2 gegen Schwaikheim), mit vier Siegen in vier Spielen ist der TSV beste Rückrundenelf. Guaggenti: „Das wird schwer, aber wird dürfen endlich mal wieder zu Hause spielen.“
TV Oeffingen (10. Platz, 25 Punkte) – TV Pflugfelden (8., 27 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Die Oeffinger müssen weiterhin die Abstiegsplätze im Blick haben, vor allem nach der 0:1-Niederlage am Donnerstagabend in Heimerdingen. Deshalb müssen sie alles daransetzen, gegen Pflugfelden zu gewinnen. In der Vorrunde in Pflugfelden ist ihnen das immerhin gelungen (1:0). 

SV Schluchtern (14. Platz, 23 Punkte) – SV Breuningsweiler (1. Platz, 44 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Es wird – langsam – besser beim Tabellenführer. Zwei Siege zuletzt, nach schlechtem Jahresauftakt. Von der Vorrundenform aber ist er noch weit entfernt. „Wir spielen nicht mehr mit der absoluten Begeisterung und Freude“, sagt Trainer Hannes Stanke. Das Tempo fehlt zudem. „Aber wir haben das erwartet.“ Aus beruflichen Gründen fehlten zu viele Spieler zu oft im Training. Vielleicht sei mancher auch schon zufrieden mit dem bisher Erreichten. Fast sehe es zuweilen aus wie Dienst nach Vorschrift. Allerdings seien die Gegner jeweils auch hochmotiviert und die meisten brauchen dringend Punkte für den Klassenverbleib. Zumindest personell sieht es beim SVB etwas besser aus. Tim Wissmann ist wieder fit, der Samstag kommt jedoch noch etwas früh. Nur einer fehlt: Lukas Friedrich. Gerade der aber ist es, der im Angriff den Unterschied ausmacht. Stanke: „Er hat sich zu einem überragenden Spieler entwickelt.“ Mittlerweile wurde ein Syndesmosebandriss diagnostiziert. Der SVB muss also noch ein paar Wochen ohne ihn auskommen.
Spvgg Gröningen-Satteldorf (3., 34 Punkte) – SV Fellbach (7., 28 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). So schnell kann’s in dieser Liga gehen. Noch vor kurzem hatte der SVF nur zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, jetzt ist er zweitbestes Rems-Murr-Team. Der Abstand beträgt trotzdem nur drei Zähler. Mit neun Punkten aber ist Fellbach bestes Rems-Murr-Rückrundenteam, das viertbeste insgesamt. In Gröningen allerdings deutet wenig auf eine weitere Verbesserung der Bilanz hin.
SG Stetten-Kleingartach – TSV Schornbach (13., 24 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Nur zwei Punkte bisher haben die Schornbacher in der Rückrunde geholt, das hat sie auf den ersten Abstiegsplatz zurückgeworfen. „Man hat lange gedacht, es wird schon nicht so kommen“, sagt Trainer Giuseppe Greco. „Nun ist es aber so.“ Der TSV hat sich zu sehr auf seine spielerische Qualität verlassen. Die aber zählt im Abstiegskampf nicht. Kampf, „dem Gegner den Schneid abkaufen“ – das verlangt Greco. „Es ist egal, wie der Sieg zustande kommt.“ Seine Spieler müssten sich dem Druck stellen, aber genau hier hätten sie einen Nachteil: Die Konkurrenten haben mittlerweile gelernt, mit der Situation umzugehen. Personell zumindest sieht es ein bisschen besser aus. Zwar gibt es bei Geo Mahlelis (Oberschenkelprobleme) ein Fragzeichen, aber Dominik Parham ist dabei und Kosta Petridis das erste Mal seit langem schmerzfrei. Gerade die beiden seien wichtig, weil dem TSV zuletzt vor allem Stürmertore fehlten. In Stetten (neun Punkte schon in der Rückrunde) aber werde letztlich die Teamleistung den Ausschlag geben – in welche Richtung auch immer.