Rems-Murr-Sport

Albträume vor und nach dem Spiel

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© Ramona Adolf

Das Zweitligaderby Karlsruher SC gegen den VfB Stuttgart sorgte bei manchen schon Tage vorher für Albträume. Wobei der Grund dafür weniger in den Zweikämpfen auf dem Platz liegt als vielmehr auf jenen neben dem Platz. Da ist’s doch schön zu wissen, dass bei den Spielen im Bezirk die Entscheidung auf sportlicher Ebene fällt. Hoffen wir zumindest mal. Und genauso, dass die Darbietungen nicht im Anschluss zu Albträumen führen.

Bezirksliga

Auch hier gibt’s sicher das eine oder andere schlechte Spiel, für Albträume jedoch sorgt eher der Umstand, dass scheinbar jeder jeden schlagen kann. Fast zumindest, denn die beiden an der Spitze sind unbesiegt (Breuningsweiler) beziehungsweise nur im direkten Duell unterlegen.

Insgesamt gesehen läuft’s in der Tabelle nun offenbar doch auf eine Dreiteilung hinaus. Vorne TSV Nellmersbach und SV Breuningsweiler, dann ein breites Mittelfeld bis zur SG Schorndorf auf Rang neun, und der Rest muss sich Gedanken um den Klassenverbleib machen. Das gilt ganz besonders für den SV Hegnach und – weil die Punkte vom Spiel in Korb wohl futsch sind (in erster Instanz wurde bereits so entschieden) – auch für den VfL Winterbach. Für beide Vereine ist die Partie von besonderer Bedeutung. Wer verliert, geht ganz schweren Zeiten entgegen. Das Spiel SC Korb – SV Unterweissach hängt unmittelbar mit der Begegnung in Hegnach zusammen. Die Korber haben zwar die drei Punkte vom Winterbachspiel bekommen (Winterbach ist allerdings in die Berufung gegangen), aber die brauchen sie auch dringend. Schlagen sie nun – am Samstag bereits – auch noch den SVU (der genauso dringend ein Erfolgserlebnis benötigt), sind sie fürs Erste aus dem Gröbsten raus. Mehr aber auch nicht. Verlieren sie, stecken sie trotz des Punktgewinns am grünen Tisch weiter im Abstiegskampf. Zur aktuell bedrohtesten Zone zählen zudem TSG Backnang II und FC Oberrot. Beide haben schwere Aufgaben vor sich. Während Oberrot womöglich auf Zählbares gegen die SV Remshalden hoffen kann (wobei die bisher auswärts erfolgreicher war als auf eigenem Platz), stehen die Zeichen für die TSG gegen den SV Kaisersbach eher schlecht. Dass sich mit SV Allmersbach und SG Schorndorf am neunten Spieltag zwei punktgleiche Teams gegenüberstehen, hätte wohl auch niemand gedacht. Nun hat der SVA gute Chancen, sich sogar von der SG abzusetzen. Der TSV Sulzbach-Laufen hält sich weiterhin erstaunlich gut und wird die positive Serie auf eigenem kleinen Platz wohl auch gegen die Fellbacher (ebenfalls deutlich stärker als in den vergangenen Jahren) fortsetzen. Spitzenreiter TSV Nellmersbach schließlich hat die Chance, sich von den spielfreien Breuningsweilermern abzusetzen. Dazu muss er nur beim VfR Murrhardt gewinnen, was angesichts der bisherigen Ergebnisse nicht verwunderlich wäre.

Bereits am Dienstag gibt’s die nächsten Spiele: Der SV Kaisersbach empfängt den SV Unterweissach, der SV Allmersbach den FC Oberrot.

Kreisliga A

Hält sich die SG Weinstadt weiterhin vor dem FSV Waiblingen an der Spitze? Kann sein – oder auch nicht, denn die SG hat ein schweres Spiel bei der KTSV Hößlinswart (letztes Heimspiel 4:0 gegen Stetten) vor sich, der FSV wiederum ein nicht minder hartes beim SC Urbach (seit vier Spielen unbesiegt, dabei dreimal siegreich). So kann sich womöglich sogar der TSV Schmiden freuen, der gegen den VfR Birkmannsweiler klarer Favorit ist – und diesem vermutlich zu Albträumen wegen der immer größer werdenden Abstiegsgefahr verhilft.

Ein klarer Favorit lässt sich in den restlichen Begegnungen nicht ausmachen. Am ehesten noch in der Partie TB Beinstein gegen den TV Stetten. Die Stettener sind schwer einzuschätzen und auswärts bisher alles andere als erfolgreich. Kleine Vorteile dürfte der TSV Haubersbronn gegen den SSV Steinach-Reichenbach haben, genauso der TV Weiler gegen den SV Plüderhausen. Und im Kellerduell hat die SV Winnenden die bisher beste Chance, zum ersten Punkt zu kommen. Zu Gast ist ASGI Schorndorf. Wer auch immer leer ausgeht, kann ebenfalls träumen: von der Kreisliga B.

Vor der A II stehen gleich zwei Spieltage: am Wochenende und schon wieder am Dienstag. Spitzenreiter TSC Murrhardt ist dabei in Unterrot nicht gefährdet und am Dienstag nicht im Einsatz. So könnte der FSV Weiler zum Stein an ihm sogar vorbeiziehen. Voraussetzung: Siege gegen die Viktoria Backnang II und bei der Spvgg Unterrot. Zweimal im Einsatz ist auch der TSV Althütte, der zwar zweimal Heimrecht, aber mit dem TSV Rudersberg und der SK Fichtenberg auch schwere Gegner hat. Die Rudersberger wiederum könnten, einen Erfolg beim TSV Althütte vorausgesetzt, am Dienstag mit einem Sieg gegen die Viktoria Backnang II einen Sprung nach oben in der Tabelle machen. Allerdings ist Althütte im Aufwind, ist seit vier Spielen ungeschlagen. Der TSV Schwaikheim II geht als Favorit in die Partie gegen den FC Welzheim, der am Dienstag gleich noch mal droht, leer auszugehen: beim SV Steinbach.

Kreisliga B

SF Höfen-Baach, Anagennisis Schorndorf und TSV Schlechtbach – drei Mannschaften scheinen die größten Aufstiegschancen in der B I zu haben. Der Spitzenreiter hat am Wochenende das leichteste Spiel vor sich. Beim VfL Waiblingen ist er klarer Favorit. Anagennisis ist beim TSV Schornbach II deutlich mehr gefordert, genauso der TSV Schlechtbach bei Iraklis Waiblingen. Vor allem für Iraklis ist die Begegnung wichtig, wollen die Griechen wieder um die ersten Plätze mitspielen. Verlieren die Griechen, wird’s schwer, noch einmal den Anschluss nach oben herzustellen. Die Schlechtbacher Chancen stünden bei einer Niederlage etwas besser, weil sie ein Spiel im Rückstand sind.