Rems-Murr-Sport

Alexander Zentgraf ist deutscher Vizemeister im Ringen

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Alexander Zentgraf obenauf, hier gegen Tim Selinger (KSV Seeheim). Am Ende aber stand doch „nur“ Platz zwei bei der deutschen Meisterschaft. © Ramona Adolf

Dortmund/Korb: Alexander Zentgraf vom SC Korb ist in Dortmund-Huckarde Deutscher Vizemeister der B-Jugend im griechisch-römischen Stil geworden. Dennoch war er nach der Finalniederlage kaum zu trösten.

Zentgraf (13) war souverän durch den Wettkampf in der Klasse bis 58 Kilogramm gekommen und auch im entscheidenden Kampf hatte er hoch geführt. Dennoch ging das Finale auf dramatische Art und Weise noch verloren.

Das hatte es wohl noch nie gegeben bei einer Meisterschaft im Ringen. 15 Punkte Vorsprung, das bedeutet eigentlich technischen Abbruchsieg. Laut Reglement ist aber ein direkter Konter zum Schultersieg möglich. Diese Erfahrung muss das Korber Talent erst einmal verdauen. Alle Gegner zuvor hatte er mehrfach gehoben, geworfen, gedreht und deutlich besiegt.

Deutliche Siege

Zentgraf hatte zunächst ein Freilos. Dann bezwang er den Brandenburger Hannes Müller (Frankfurt) vorzeitig mit 16:0 Punkten. Eine konzentrierte Vorstellung mit ähnlicher Geschwindigkeit folgte in Runde zwei gegen Dawid Walecki vom TSV Aichach. Wiederum fiel auch die Höchstwertung mit fünf Punkten für eine Wurftechnik. Es folgte der Vergleich der bis dahin Unbesiegten gegen den Hessen Tim Selinger (KSV Seeheim). Mit dem deutlichen 10:0-Punktsieg setzte der Korber auch hier ein dickes Ausrufezeichen.

Im Finale zunächst souverän, aber dann mit Pech

Der Finalkampf begann, wie die Vergleiche am Samstag geendet hatten. Alexander Zentgraf führte gegen Felix Reif (SG Arheilgen) bis zur dritten Minute souverän mit 11:0 und wollte dann den Schlusspunkt mit einem verkehrten Ausheber setzen. Die Technik gelang, aber Reif setzte direkt einen Konter. Der Korber konnte sich nicht mehr befreien und wurde beim Stande von 15:2 geschultert.

Der Korber hatte zwar eine Wahnsinns-DM gezeigt. Aber nur kurz konnte er bei der Siegerehrung lächeln. Stolz und Freude über DM-Silber vermischten sich noch zu stark mit dem Gefühl, „nur“ Deutschlands Nummer zwei zu sein.