Rems-Murr-Sport

Allmersbach und Schwaikheim unter Druck

_XII9964_0
Felix Weiblen fehlt dem TSV Schwaikheim © Gisbert Niederführ

In der Fußball-Landesliga haben vor allem SV Allmersbach und TSV Schwaikheim großen Bedaref an Punkten.

SV Allmersbach (16., Platz, 1 Punkt) – SV Fellbach (7., 8 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Allmersbacher zieren weiterhin das Tabellenende, obwohl sie sich steigern. „Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt Trainer Thomas Sommer. „Das war unser bestes Spiel.“ In Schwäbisch Hall habe das Team auch keine Phase mehr gehabt, in der es – wie in den Spielen zuvor – klar unterlegen war. Im Gegenteil: „In der zweiten Hälfte haben wir die Haller eine halbe Stunde lang in ihrer Hälfte gebunden.“ Am Ende aber stand trotzdem erneut eine Niederlage, viele Chancen wurden nicht genutzt. Sommer ist mit der Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis kann er es nicht sein. Seine Spieler müssten jetzt die gute Leistung mit ins nächste Spiel nehmen, sich aber nicht darauf ausruhen, gesehen zu haben: Wir können auch mit Spitzenteams mithalten. Den Allmersbachern aber fehlen womöglich „zwei wichtige Kräfte in der Offensive“: Tim Fuchslocher und Niklas Schommer müssen erst noch die medizinische Diagnose abwarten. Die Fellbacher Mannschaft schätzt Sommer als jungen, technisch gute Mannschaft ein. „Sie kann an guten Tagen jeden schlagen.“ An schlechten aber auch gegen jeden verlieren. Sommer hofft auf Letzteres.

TV Oeffingen (3., 10 Punkte) – Germania Bietigheim (2., 11 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Der Oeffinger Anfangsschwung mit drei Siegen in drei Spielen ist zwar gebremst, dennoch steht der TVOe prächtig da, hat auch die erste Niederlage gut verdaut. Jetzt erwartet er Aufsteiger Bietigheim, der überraschend auf Platz zwei steht. Der vierte Sieg ist nicht ausgeschlossen.

TV Pflugfelden (8., 7 Punkte) – TSV Schornbach (4., 9 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Die Schornbacher erlebten gegen Schluchtern einen Rückschlag. „Wir waren zu pomadig, hatten kein Tempo im Spiel“, sagt Spielertrainer Marius Jurczyk. Nur 50, 60 Prozent. Vor allem gab es keine Tempowechsel. „Schluchtern hat letztlich verdient gewonnen.“ Jurczyk fordert von seinem Team aggressives, zielstrebiges Spiel nach vorn, vor allem auch über die Flügel. Und die Sechser müssten viel öfter in der Offensive auftauchen. „Damit wir nicht so leicht auszurechnen sind.“ All das stand in dieser Woche im Mittelpunkt des Trainings. Der breite, gut besetzte Kader fördert den Konkurrenzkampf, Jurczyk will Einsatz und Siegeswillen sehen, er fordert jedoch auch, „nicht nur im Training Weltmeister zu sein“. Das gelingt im Spiel noch nicht so, wie sich das der Trainer erhofft. „Aber ich bin guter Dinge, und man muss sich ja auch von Spiel zu Spiel weiterentwickeln“. Die Angreifer Patryk Ferraro und voraussichtlich auch Petros Gelis stehen wieder zur Verfügung, genauso Nick Meinhardt. Dafür fehlt Fabian Schrehardt (Urlaub), Fabian Burkhardt war krank unter der Woche.

TSV Pfedelbach (15., 3 Punkte) – TSV Schwaikheim (13., 5 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). 0:2 gegen Aufsteiger Gaisbach – es war nicht der Tag der Schwaikheimer. Gut begonnen, Chancen erarbeitet, aber vergeben und schließlich den Gegner durch ein „Tor aus dem Nichts“, wie es TSV-Trainer Aleksandar Kalic nennt, aufgebaut. Sein Team sei an diesem Tag „Handlungs-langsam“ gewesen. Und hätte doch, obwohl es nicht gut gespielt habe, die Möglichkeit zum Sieg gehabt. Dazu aber hätte es eben beste Chancen auch im zweiten Durchgang nicht auslassen dürfen. Der Druck steigt dadurch. Zwar sieht Kalic seine Mannschaft auf einem guten Weg dorthin, „wo ich hin will“, dabei darf es aber auch nicht zu viele Punkte vergeben. Ein Problem bisher: „Wir schaffen’s nicht, alle unsere Leistungsträge gemeinsam auf den Platz zu kriegen.“ Auch diesmal nicht. Felix Weiblen, Dennis Solyom, Sven Seibel fehlen aus beruflichen oder privaten Gründen, hinter dem Einsatz der angeschlagenen David Milojkovic und Falco Frank steht jeweils ein Fragezeichen. Christian Seitz aber ist zurück im Kader, Yusuf Dik stößt dazu und auch bei Valentin Beier „sieht’s ganz gut aus“. Kalic ist zuversichtlich: „Wir können jeden schlagen.“