Fußball im Rems-Murr-Kreis

Althütte vs. Sechselberg: Ein Fußball-Derby kehrt zurück

David Bohn // Kreisliga B2, Aufstieg, TSV Sechselberg gegen SG VfR Murrhardt/Kirchenkirnberg
Die wohl kürzeste Anfahrt haben Spielertrainer David Bohn und seine Elf aus Sechselberg am Sonntag: Es geht zum Derby zum nur vier Kilometer entfernten Ortsrivalen TSV Althütte. © Alexander Becher

4200 Einwohner, zwei Fußballvereine, ein Derby: In der Kreisliga A 2 wird am Sonntagnachmittag das Duell ausgetragen, auf das sich wohl viele seit dem Aufstieg des TSV Sechselberg in diesem Sommer gefreut haben. Sechselberg fährt zum TSV Althütte.

„Es muss über zehn Jahre her sein“, erinnert sich Dustin Mitschke an das letzte Derby, damals in der Kreisliga B. 2013 stellte Sechselberg den Spielbetrieb aufgrund von Spielermangel ein, Althütte stieg 2016 auf. Das Derby? Geschichte.

Der TSV Sechselberg ist seit vier Jahren wieder da, feierte nun den Aufstieg, damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, und das Derby feiert seine Kreisliga-A-Premiere. „Es ist klar ein Derby“, so Sechselbergs Trainer David Bohn. Aber eine solche Brisanz wie früher habe es nicht mehr. So verfeindet wie früher sei man heute nicht mehr. Aber: „Es ist auf jeden Fall ein Highlight-Spiel für uns.“

Patrick Lex stand damals auf dem Rasen und tut es heute noch

Auch für Althütte ist es etwas Besonderes, den Verein aus dem Althütter Teilort zu empfangen. Mitschke war einer derjenigen, die beim letzten Derby auf dem Platz standen. Mit ihm Abteilungsleiter Steffen Klauss und Patrick Lex, der am Sonntag als Mittelfeldmann agieren könnte - wenn ihn denn Trainer Peter Hogh aufstellt.

Die Saison ist noch jung, was es den beiden Vereinen schwer macht, die andere Mannschaft gut einschätzen zu können. „Wir sind recht gut in die Saison gestartet“, fasst Bohn zusammen. Auch wenn die Vorbereitung sehr kurz war. Denn der Aufstieg wurde gebührend auf Mallorca gefeiert. Eine Ausfahrt, die Folgen hatte: „Viele waren danach krank, konnten nicht beim ersten Training dabei sein. Dazu kommt noch die Urlaubssaison." Trotzdem: „Wir haben gegen Nellmersbach gewonnen und haben uns gegen Weiler zum Stein nicht schlecht verkauft.“ Die 0:10-Niederlage im Bezirkspokal gegen den 1. FC Hohenacker jedoch sei eine „Vollkatastrophe" gewesen. „Auch wenn Hohenacker einige Hochkaräter im Team hat, darfst du dich nicht so abschießen lassen.“

Zwei Treffer, sieben Gegentore

Althütte hatte zum Saisonstart ganz schön zu kämpfen. Mit dem Großen Alexander Backnang und dem VfR Murrhardt standen zu Beginn gleich zwei Absteiger aus der Bezirksliga auf der Matte. Psychisch keine leichte Aufgabe für die Spieler. 1:4 und 1:3 verlor das Team von Peter Hogh. „Uns fehlt noch die Konstanz“, so Mitschke. Auch in Althütte hatte man damit zu kämpfen, dass viele Spieler während der Urlaubssaison nicht da waren. Gemeinsames Training? Fehlanzeige. Die sieben Gegentore aus zwei Spielen täuschten etwas, so Mitschke. Die Defensive stehe eigentlich besser da. Nach vorne müsse aber mehr gehen.

Die Defensive werde im Derby gegen Sechselberg besonders wichtig sein. „Sechselberg spielt guten Offensivfußball und hat vorne sehr fähige Leute drin. Auf Lukas Krawtschuk oder David Bohn müssen wir gut aufpassen.“ Nicht nur hinten aufpassen, auch vorne Tore schießen will der TSV Althütte. Schließlich will Althütte den Heimvorteil nutzen.

"Eine robuste Truppe"

Ihren Joker, das gute Offensivspiel, wollen die Sechselberger am Sonntag ziehen. „Wir haben technisch gute Spieler. Allgemein sind wir eine robuste Truppe“, beschreibt Spielertrainer Bohn sein Team. Klingt wie gemacht für ein Derby. Klingt wie gemacht für ein kampfbetontes Spiel, das die Sportler vor allem körperlich fordern wird.

Beide Seiten erwarten einen offenen Schlagabtausch, eine temporeiche Partie, in der beide Teams einhundert Prozent geben werden. „Qualität haben beide. Keiner wird sich die Blöße geben“, so Bohn. Kampf und Leidenschaft werden das heiß ersehnte Duell entscheiden. Beide Seiten sind heiß. Die Rivalität ist noch da, die Feindschaft nicht mehr. „Es wird heiß hergehen, keine Frage“, so Mitschke. Es wird laut und physischer zugehen als andere Duelle in der Liga. „Doch nach Abpfiff muss man sich noch in die Augen schauen können - trotz aller Rivalität“, findet Mitschke.

Trainer Peter Hogh wird in Althütte voraussichtlich zum ersten Mal auf den vollen Kader zurückgreifen können. Fraglich ist der Einsatz von Samuel Heeb, der noch leichte Rückenprobleme nach einer Verletzung hat.

Sechselberg hat da schon mehr Ausfälle zu verzeichnen. Während Stefano Trefz, Samuel Kallenberger und Bastian Rück noch im Urlaub sind, fallen Manuel Balmer, Andre Belz, Stefan Reichert und Torhüter Jannik Fehrle verletzt aus. „Wir können nicht auf alle Jungs zurückgreifen, haben aber 13, 14 Spieler am Start, die sonst in der ersten Elf stehen.“

4200 Einwohner, zwei Fußballvereine, ein Derby: In der Kreisliga A 2 wird am Sonntagnachmittag das Duell ausgetragen, auf das sich wohl viele seit dem Aufstieg des TSV Sechselberg in diesem Sommer gefreut haben. Sechselberg fährt zum TSV Althütte.

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„Es muss über zehn Jahre her sein“, erinnert sich Dustin Mitschke an das letzte Derby, damals in der Kreisliga B. 2013 stellte Sechselberg den Spielbetrieb aufgrund von Spielermangel ein, Althütte stieg 2016 auf. Das Derby?

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