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Aspach entscheidet mit im Aufstiegsrennen

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Gegen den SV Werder Bremen II gab es zuletzt zwar kampfbetonte Szenen, aber keine Tore (hier versucht sich Timo Röttger gegen Jesper Verlaat durchzusetzen). Das könnte am Samstag anders aussehen, wenn auch vor allem die Gastgeber in Gefahr sind. Gegner Holstein Kiel nämlich könnte den Aufstieg in die Zweite Liga perfekt machen. © Alexander Becher

Die Fußball-Saison geht dem Ende entgegen. Für Drittligist SG Sonnenhof Großaspach steht das letzte Heimspiel an, an dessen Ende womöglich ein neuer Zweitligist feststeht. Noch um Punkte für den Ligaverbleib geht es im Landesligaderby TSV Schwaikheim – SV Fellbach.

3. Liga

SG Sonnenhof Großaspach (8. Platz, 51 Punkte) – Holstein Kiel (2., 61 Punkte; Samstag, 13.30 Uhr). Im letzten Heimspiel der Aspacher soll gefeiert werden: Abschied von einigen Spielern und Betreuern – und vielleicht der vorzeitige Aufstieg der Gäste. Wobei das die Gastgeber verhindern möchten. „Nicht, weil wir es den Kielern nicht gönnen, sondern weil die Kieler doch bestimmt lieber zu Hause an der Küste feiern möchten“, meint SG-Kapitän Daniel Hägele. Cheftrainer Oliver Zapel sagt: „Kiel ist qualitativ extrem gut besetzt, befindet sich zudem in einer absoluten Hochphase und die Euphorie in Schleswig-Holstein ist groß. Aber wir wollen die Punkte unbedingt in Aspach behalten. Es soll ein klasse Heimspielabschluss werden.“

Verbandsliga

TSV Berg (12. Platz, 27 Punkte) – TSG Backnang (2., 55 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Noch vier Spiele, acht Punkte Vorsprung – die TSG kommt den Aufstiegsspielen immer näher. Die Partie in Berg dürfte allerdings nicht leicht werden. Der TSV braucht noch jeden Punkt im Abstiegskampf und hat in den letzten Wochen nur in Ilshofen verloren – sich allerdings zu viele Unentschieden geleistet.

Landesliga

Mit vier Direktabsteigern muss hier weiter gerechnet werden, weil in der Verbandsliga die SF Schwäbisch Hall auf einem Abstiegsplatz stehen. Allerdings ist für die Haller der Ligaverbleib durchaus noch möglich, was zu lediglich drei Direktabsteigern aus der Landesliga führen würde. Darauf hofft vor allem der SV Fellbach.

TSV Schwaikheim (5. Platz, 45 Punkte) – SV Fellbach (12., 33 Punkte; Sonntag, 17 Uhr). In Schwaikheim geht es um den Relegationsplatz. Die Gäste wollen den Abstiegsrelegationsplatz verlassen, die Gastgeber haben alle Chancen, den Aufstiegsrelegationsplatz zu erreichen. Der ist nur einen Punkt entfernt. Und mit der Relegation kennen sich die Schwaikheimer aus. Dreimal in Folge gingen sie durch die Mühle. Entzugserscheinungen jedoch, so Trainer Toni Guaggenti, seien nicht zu befürchten. „Die halten sich in Grenzen.“ Außerdem müsste er mit der zweiten Mannschaft antreten, weil der Rest auf dem Mannschaftsausflug ist. Guaggenti weiß sein Team einzuschätzen und hat erst vor einer Woche in Pflugfelden gesehen, dass nicht jeder Sieg verdient ist. In dem Fall das 3:2 für seine Mannschaft, das vor allem auf den „Sahnetag von Torwart Simon Hieber“ zurückzuführen sei. Den Abstieg muss der TSV nicht mehr fürchten, er kann jetzt „ohne Druck und mit viel Spaß in die letzten Spiele gehen“. Gegen die Fellbacher („Die haben uns in der Vorrunde die Grenzen aufgezeigt“) gibt es noch etwas gutzumachen (0:3). Außer Heiko Bernert fehlt keiner, nur hinter dem Einsatz von Dennis Solyom (Wade) steht ein kleines Fragezeichen.

Die Fellbacher zählen zu den erfolgreichsten Teams der letzten vier Spieltage. Drei Siege und ein Remis gelangen und eröffnen dem SVF wieder die Möglichkeit, den Relegationsplatz zu verlassen. Und sollte es – wenn Schwäbisch Hall in der Verbandsliga bleibt – sogar nur drei Direktabsteiger geben, wäre der direkte Klassenverbleib eine sehr realistische Chance.

@ Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

TSV Schornbach (8., 41 Punkte) – TV Pflugfelden (10., 37 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Ein Punkt, 3:10 Tore – die Bilanz des TSV der letzten drei Spielen ist mager. Entsprechend sauer ist Trainer Giuseppe Greco. „Das kann ich so nicht dulden. Einige Spieler sind wohl schon zu zufrieden mit dem Erreichten.“ Ihm geht es nicht nur darum, ein paar Tabellenplätze zu verlieren. Der SV Fellbach, derzeit auf dem Relegationsplatz, „ist nur acht Punkte entfernt“. In diese Gefahr will Greco auf keinen Fall noch geraten. Mit Pflugfelden komme nun ein in der Offensive sehr starker Gegner, der auch recht körperbetont agiere. „Da müssen wir als kompakte Einheit dagegenhalten.“ Vor allem aber: „Die Mannschaft muss mir jetzt ein Zeichen geben.“ Nämlich dass sie die Saison noch nicht abgehakt hat. Er selbst werde nicht auflaufen und sich das von außen gut anschauen.

TV Oeffingen (7., 41 Punkte) – Vikt. Backnang (15., 19 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Backnanger sind – vier Direktabsteiger vorausgesetzt – abgestiegen, der TV Oeffingen muss theoretisch noch die Relegation fürchten. Gewinnt der TVOe und holt Fellbach gleichzeitig nicht mehr als einen Punkt, hat sich auch diese Sorge erledigt. Zumindest Teil eins sollte den Oeffingern am Wochenende gelingen.