Rems-Murr-Sport

Aspach peinlich, Backnang spitze

Fußball Symbol Symbolbild Ball Spieler
Symbolbild. © pixabay.com/CC0 Public Domain

Drittligist SG Sonnenhof Großaspach ist sensationell aus dem Wettbewerb geflogen. Das Team kassierte am Mittwoch eine 2:3-Pleite beim drei Ligen tiefer spielenden TSV Essingen. Ein richtiger Feiertag war es dagegen für die TSG Backnang: Mit einem 2:0-Erfolg zuhause über den Drittligisten VfR Aalen sorgte der Oberligist für die zweite ganz große Überraschung. Wie erwartet ausgeschieden ist der Landesligist TV Oeffingen, der gegen den Regionalligisten SSV Ulm mit 2:5 verlor.

TSV Essingen – SG Sonnenhof Großaspach 3:2 (3:0). Die Fans des Drittligisten SG Sonnenhof müssen sich um ihre Elf ernsthaft Sorgen machen. In der Punktrunde lässt Großaspachs Punktausbeute zu wünschen übrig, und am Mittwoch ereilte das Team von Trainer Sascha Hildmann im WFV-Pokal-Achtelfinale nach einer blamablen ersten Hälfte das Aus. 3:2 gewann Verbandsligist TSV Essingen – der zur Pause mit 3:0 geführt hatte. Wieder einmal war Aspach raus und zum dritten Mal in Folge gegen einen drei Klassen tiefer angesiedelten Gegner. Und das vor allem wegen einer ersten Hälfte, die Trainer Sascha Hildmann als „bodenlos“, Sportdirektor Ioannis Koukoutrigas als „desolat“ und Kapitän Julian Leist als „Frechheit“ bezeichneten. Während der Sechstligist Essingen aggressiv in die Zweikämpfe gegangen war, hatte der eine oder andere Drittligakicker bis zur Pause das körperlose Spiel bevorzugt. Das rächte sich schon nach zehn Minuten, als der Ex-Aspacher Fabian Weiß einen Schuss von Timo Ruth aus drei Metern zum 1:0 über die Linie köpfte. In der 30. Minute erhöhte Stani Bergheim auf 2:0. Derselbe Spieler profitierte kurz vor der Pause von einem Stellungsfehler Kai Gehrings und sorgte für den 3:0-Halbzeitstand. Bei der SG kam Timo Röttger für Baku und sorgte für Schwung und Hoffnung. Das 1:3 von Vitzthum in der 49. Minute bereitete der Routinier vor, das 2:3 erzielte der Angreifer selbst (52.). Der Drittligist war dran und mühte sich um den Ausgleich, den Marco Hingerl nach 57 Minuten verpasste. Und viel mehr gute Chancen hatte der Favorit nicht. So bejubelten die Hausherren ihren Sieg, während die SG-Akteure in die Kabine schlichen und Hildmann sagte: „Wieder haben wir gedacht, dass es von allein geht. Es ist völlig klar, dass ich jetzt in der Kritik stehe.“     

TSG Backnang – VfR Aalen 2:0 (0:0). Kopfballtore der Innenverteidiger Thomas Doser und Michl Bauer beförderten die zwei Spielklassen tiefer angesiedelten Backnanger überraschend ins Viertelfinale des WFV-Pokals. Nur wenige Fans hatten ihrer Elf eine Chance gegen die Profikicker von der Ostalb gegeben. Erst recht nicht, als die Hiobsbotschaft kam, dass Mittelstürmer Daniel Lang aufgrund einer Muskelverletzung nicht auflaufen würde. Doch das Team von Coach Andreas Lechner nutzte seine Rolle als Underdog. Die Gäste spielten zunächst ohne ihre Topleute und mussten sich zudem an den recht holprigen Backnanger Rasen gewöhnen. Nach 17 Minuten hatte Nils Anhölcher die einzige Chance der ersten Hälfte, doch TSG-Schlussmann Michael Quattlender klärte mit einem Reflex. In der 65. Minute durften Mannschaft und fans des krassen Außenseiters erstmals jubeln: Nach einer Ecke von Kapitän Biyik köpfte Doser das 1:0. Der Aalener Coach wechselte mit Morys, Sessa und Schnellbacher drei Stammkräfte ein. Doch die waren kaum auf dem Feld, als die Roten nach gleichem Muster das 2:0 erzielten. In der 70. Minute fand ein Eckball von Biyik diesmal den Kopf von Bauer, der die Kugel ebenfalls völlig unbedrängt ins Tor köpfte. Danach warfen sich die Backnanger in jeden Zweikampf. Am Ende feierten sie die Sensation.