Ringen im Rems-Murr-Kreis

DM-Hinrunde: ASV Schorndorf nach Heimsieg mit einem Bein im Halbfinale

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Der Schorndorfer Ringer Benjamin Szegin (oben) gewann den Kampf gegen Christoph Henn mit einer herausragenden Leistung. © Ralph Steinemann

In einem hochklassigen ersten Viertelfinalkampf um die deutsche Meisterschaft haben die gastgebenden Ringer des ASV Schorndorf den SC Kleinostheim mit 14:8 (11:2) bezwungen. In der Sporthalle Grauhalde war es das von ASV-Coach Volker Hirt erwartete enge Duell zweier starker Teams.

Nur einer der zehn Kämpfe endete vorzeitig, die anderen gingen über die volle Distanz. Bereits die erste Begegnung war spannend gewesen. Engin Cetin (ASV) und Niklas Stechele lieferten sich ein bis zum Ende offenes Duell. Cetin entschied es mit 3:2 für sich.

Einen 10:0-Erfolg feierte anschließend Schwergewichtler Jello Krahmer über Jan Zirn. „Jello hat gut gekämpft und die Marschroute für einen hohen Sieg umgesetzt. Dennoch hätte er gegen den 30 Kilo leichteren Gegner noch ein weiteres Mannschaftspünktchen holen können“, analysierte Volker Hirt danach.

ASV-Youngster Georgios Scarpello muss noch lernen

Auch bei Georgios Scarpello wäre gegen Krisztian Kecskemeti ein besseres Ergebnis möglich gewesen. Der Youngster gab beim 1:5 eine Sekunde vor dem Kampfende eine Zweier-Wertung und damit einen unnötigen zweiten Zähler ab. „Ich schreibe das seiner Unerfahrenheit zu. Unnötig war’s trotzdem“, kritisierte Hirt.

Über einen großen Erfahrungsschatz für wichtige Kämpfe verfügt dagegen Freistilspezialist Benjamin Sezgin. „Ihn haben wir als taktischen Kniff von der Klasse bis 86 auf die bis 98 kg hochzogen und darauf spekuliert, dass Kleinostheim mit Christoph Henn das Gleiche macht. Genauso kam es dann auch“, so der Trainer. Sezgin rang „brutal stark“ und gewann 9:0. Für die deutliche 11:2-Pausenführung sorgte Georgi Vangelov, der gegen den sehr defensiv ringenden Ilir Sefai nach fünf Minuten einen vorzeitigen Sieg feierte.

Schorndorfer Talent Nils Buschner siegt im Schlüsselkampf

Nach der Halbzeit unterlag Nico Brunner wie erwartet Pascal Eisele. Der Schorndorfer zeigte jedoch einen starken Kampf und gab beim 0:4 nur zwei Zähler ab. Der Schlüsselkampf, der die Weichen vollends auf ASV-Sieg stellte, fand in der Klasse bis 71 kg Griechisch-Römisch statt. Da die Schorndorfer den Publikumsliebling Iuri Lomadze nicht zur Verfügung hatten, erhielt Youngster Nils Buschner gegen Artur Tatarinov seine Chance.

Diese nutzte er bravourös zum 5:1-Sieg. „Dass er nach 16 Sekunden einen Schulterschwung auspackt und gleich eine Vierer-Wertung holt, das war ganz wichtig. Ich bin total glücklich darüber, wie er die zwei Mannschaftspunkte nach Hause gebracht hat. Das war für das Team enorm wichtig“, lobte Volker Hirt.

Ustaev sichert sich beim 2:2 dank der letzten Wertung den Sieg

Einen Kampf auf Augenhöhe lieferten sich Murad Kuramagomedov und Yakup Gör – mit besserem Ausgang für den Kleinostheimer, der 4:2 gewann und damit einen Zähler für sein Team holte. Ähnlich spannend gestaltete sich das Duell zwischen Shamil Ustaev und Saba Bolaghi im Freistil bis 75 kg. Ustaev entschied es aufgrund der letzten Wertung zum 2:2 für sich.

Sauer war Hirt über das 1:14 von Ilie Cojocari gegen Alexandrin Gutu im letzten Kampf des Abends. „Da hatte ich von Ilie einen wesentlich engeren Kampf erwartet. Dass er da drei Punkte abgibt, hat uns einen möglichen Acht-Punkte-Vorsprung verhagelt“, grantelte der Coach.

Dennoch war er sehr glücklich über den Sieg im ersten Viertelfinalkampf: „Insgesamt haben wir eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass wir mit sechs Punkten Abstand gewinnen würden, hätte ich das sofort unterschrieben.“

SV Wacker Burghausen schon im Halbfinale

Hirt ist davon überzeugt, dass der ASV in Kleinostheim (Samstag, 29. Januar, 19.30 Uhr) genauso konzentriert auf die Matte gehen und mit einem Sieg heimkehren wird. Denn: „Unsere ausländischen Ringer sind am nächsten Wochenende bei keinen Turnieren im Einsatz, so dass wir auf niemanden verzichten müssen und ein noch stärkeres Team stellen können.“

Mit dem SV Wacker Burghausen steht bereits der erste Halbfinalteilnehmer fest. Da dessen Viertelfinalgegner RSV Rotation Greiz ohne Zuschauer hätte ringen müssen, trat dieser sein Heimrecht an den Serienmeister der vergangenen Jahre ab. So kam es zu der kuriosen Konstellation, dass beide Viertelfinalkämpfe an einem einzigen Tag nacheinander in Burghausen ausgetragen wurden. Der SV Wacker entschied die Duelle deutlich mit 29:5 und 26:6 für sich.

In einem hochklassigen ersten Viertelfinalkampf um die deutsche Meisterschaft haben die gastgebenden Ringer des ASV Schorndorf den SC Kleinostheim mit 14:8 (11:2) bezwungen. In der Sporthalle Grauhalde war es das von ASV-Coach Volker Hirt erwartete enge Duell zweier starker Teams.

Nur einer der zehn Kämpfe endete vorzeitig, die anderen gingen über die volle Distanz. Bereits die erste Begegnung war spannend gewesen. Engin Cetin (ASV) und Niklas Stechele lieferten sich ein bis zum Ende

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