Rems-Murr-Sport

ASV Schorndorf: Meister ohne Punktverlust

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Souveräner Meister der Ringer-Oberliga: der ASV Schorndorf. Das Bild zeigt stehend von links: Trainer Patrick Nuding, Artur Baier, Mikhail Hatipoglu, Dara Nisi, der Sportliche Leiter Sedat Sevsay, Ahmet Shenol, Ilja Klasner, Ruhullah Gürler, Jello Krahmer, Panagiotis Kalpakidis, Michael Manea, Vorsitzender Dr. Andreas Kusche. Knieend von links: Markus Knobel, Mohamed Yeter, Ivan Huzau, Marin Filip und Rudik Mkrtchyan. © Günther Schmid

Souverän, ohne einen Punkt abzugeben, ist der ASV Schorndorf Meister der Ringer-Oberliga geworden. Er war allerdings auch als klarer Favorit in die Saison gegangen.

Der ASV profitierte vom Rückzug des KSV Aalen 05. ASV-Vorsitzender Andreas Kusche und Sedat Sevsay als Sportlicher Leiter hatten die Chance schnell erkannt, sich auf den Weg nach Aalen gemacht, um der Mannschaft ein neues Gesamtbild zu verschaffen und vor allem die Lücken in den mittleren Gewichtsklassen zu stopfen. Das ist mit den Neuverpflichtungen Bünyamin Sagir und Markus Knobel, Yasin Yeter, Ruhullah Gürler und Shenol Ahmet gelungen. Auch Trainer Patrick Nuding kam nach Schorndorf.

Mit 14:0 Punkten souverän Herbstmeister

Als ernsthafte Gegner im Kampf um die Meisterschaft wurden lediglich die KG Baienfurt/Ravensburg und die SG Weilimdorf gesehen. Der ASV ging mit dem Trainergespann Patrick Nuding/Sedat Sevsay in die Runde, Herbert Tutsch zog sich zurück. Nuding und Sevsay hatten zusammen die Trainer-B-Lizenzlehrgänge in der Sportschule Hennef unter Bundestrainer Maik Bullmann absolviert.

Sie mussten in der Vorrunde – im fünften Kampf (gegen Weilimdorf) - die schwere Verletzung und den Totalausfall von Halbschwergewichtler Michael Manea (Kreuzbandriss) verkraften. Dadurch blieb in der Rückrunde das Schwergewicht meistens unbesetzt. Trotzdem wurde der ASV mit 14:0 Punkten souverän Herbstmeister.

Jello Krahmer wird Dritter bei der U-23-WM

In der Rückrunde kam mit Rudik Mkrtchyan ein Topringer in der 57-Kilogramm-Klasse zum Einsatz, der die Zuschauer durch seine attraktive Ringweise von den Sitzen riss. Eigengewächs Jello Krahmer durfte sich in der Rückrunde im ungeliebten Freistil schonen und konnte sich intensiv auf sein Hauptziel, die U-23-Weltmeisterschaften, vorbereiten. Erfolgreich: Krahmer gewann die Bronzemedaille. Die erste WM-Medaille eines ASV-Eigengewächses in der 110-jährigen Vereinsgeschichte.

Meisterschaft stand am drittletzten Kampftag fest

Im Team des ASV entwickelte sich in der Rückrunde zwischen drei Athleten ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen um den inoffiziellen Titel erfolgreichster Ringer der Mannschaft. Der Sieger stand erst am letzten Kampftag fest. Ruhullah Gürler, Supertechniker im klassischen Stil bis 75/80 Kilogramm, lag mit 44 Punkten vor Vorjahressieger Filip Marin (43 Punkte), der in der Klasse bis 61/66 kg die Herzen der Zuschauer mit seiner spektakulären Freist-Ringweise eroberte. Der dritte Platz mit 38 Punkten ging an Senior Ahmet Shenol, der bis 75 kg im Freistil durch sehr clevere Ringweise auffiel, allerdings – wegen der Geburt seiner Tochter – einen Kampf weniger absolvierte.

Die Meisterschaft in der Oberliga stand schließlich schon am drittletzten Kampftag nach dem Sieg in Weilimdorf fest. Am vorletzten Kampftag überreichte WRV-Vizepräsident Günther Prexl Pokal und Wimpel an die Schorndorfer.

In der Regionalliga wird sich der ASV wieder ans Verlieren gewöhnen müssen. Allerdings will er auch hier eine gute Rolle spielen.