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ASV Schorndorf: Sensation im ersten Heimkampf

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Schorndorf feiert den zweiten Saisonsieg, Trainer Sedat Sevsay jubelt mit Dawid Wolny. © Ralph Steinemann

Bereits fünf Tage nach dem fulminanten Bundesliga-Auftakt beim AC Lichtenfels ist dem ASV Schorndorf im ersten Heimkampf der nächste Sieg gelungen. Der Aufsteiger bezwang sensationell den SV Johannis Nürnberg mit 15:8.

Im ersten Kampf traf Schorndorfs Engin Cetin in der Klasse bis 57 Kilogramm Freistil (FR) auf den erst 18-jährigen Daniel Walter. Cetin ließ dem Nürnberger keine Chance und sicherte dem ASV die ersten vier Mannschaftspunkte. Laut wurde es in der voll besetzten Grauhalde beim zweiten Kampf des Abends: Jello Krahmer traf in der Klasse bis 130 kg griechisch-römisch (GR) auf den Italiener Daniel Ligeti. Den Kampf der Giganten verlor das Schorndorfer Eigengewächs aber knapp (Gesamtstand 4:1).

Razvan Arnautu sicherte die nächsten zwei Mannschaftspunkte für den ASV, ehe das erste Highlight auf die knapp 500 Zuschauer wartete: Der amtierende Deutsche Meister Ertugrul Agca traf in der Klasse bis 98 Kilogramm Freistil auf den Drittplatzierten der Weltmeisterschaften 2019, Abraham Ruano. Der Italiener zeigte Agca aber die Grenzen auf und brachte den Nürnbergern die nächsten zwei Mannschaftspunkte ein (6:3). Kurz vor der Pause musste der ASV einen Tiefschlag hinnehmen: Vladislav Wagner verlor in der Klasse bis 66 kg Freistil gegen Stoyan Iliev deutlich. Plötzlich lagen die Nürnberger mit 7:6 vorne.

Berg bringt die Gastgeber wieder in Führung

Zum Auftakt in die zweite Hälfte traf Schorndorfs Weltelite-Ringer Zakarias Berg auf den Ungarn Zoltan Levai (bis 86 kg GR). Mit einem schönen Konter auf Untergriff bekam der Schwede vier Punkte von Kampfrichter Bernd Vollmer angezeigt und brachte den ASV damit wieder auf die Siegerstraße (8:7).

Idris Ibaev knüpfte in der Klasse bis 71 kg GR da an, wo Berg aufgehört hatte. Seinem heillos überforderten Gegner Sven Dürmeier heizte Ibaev erst mit einem Angriff auf die Hüfte ein, ehe er für die Aktion des Tages sorgte: Mit einem blitzsauberen Ausheber schmetterte er den Nürnberger auf die Matte – Schultersieg! Ganz wichtige vier Mannschaftspunkte für den ASV (12:7).

Fortan hatten die Schorndorfer spürbar Oberwasser. Zalik Sultanov verlor seinen Kampf zwar knapp, doch Dawid Wolny brachte in der Klasse bis 75 kg FR die Halle ein zweites Mal zum Kochen und sorgte für die Entscheidung. Mit einem wunderschönen Doppel-Beingriff erzielte er vier Wertungspunkte und gewann seinen Kampf mit 6:4 Punkten. Damit war die kleine Sensation perfekt, dem ASV Schorndorf war der Mannschaftssieg nicht mehr zu nehmen (13:8).

Ein starkes Heimdebüt für den ASV-Schorndorf, der damit weiter an der Tabellenspitze steht. ASV-Trainer Sedat Sevsay zeigte sich überglücklich: „Nach dem Kampf in Lichtenfels wusste ich schon, was meine Mannschaft leisten kann. Dass es am Ende so überragend werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Nürnberg als Play-off-Kandidat mit 15:8 so deutlich zu schlagen, ist schon eine kleine Sensation.“

Zum Abschluss der englischen Woche tritt der ASV Schorndorf am Samstag, 5. Oktober, um 19.30 Uhr beim SV Hallbergmoos an. Sevsay ist guter Dinge: „Ich hoffe, dass wir die Euphorie und das Momentum auch in Hallbergmoos nutzen können. Wir wollen die nächsten zwei Punkte holen und weiter an der Tabellenspitze bleiben.“

ASV Schorndorf – SV Johannis Nürnberg 15:8. 57 kg FR Cetin - Walter 16:0 TÜ (4:0), 130 kg GR Krahmer - Ligeti 1:2 PN (4:1), 61 kg GR Arnautu - Sandron 8:4 PS (6:1), 98 kg FR Agca - Ruano 0:5 PN (6:3),66 kg FR Wagner - Iliev 2:17 TÜ (6:7), 86 kg GR Berg - Levai 5:1 PS (8:7), 71 kg GR Ibaev - Dürmeier 17:2 SS (12:7), 80 kg FR Sultanov - Tatarinov 2:3 PN (12:8), 75A kg Wolny - Stadelmann 6:4 PS (13:8), 75B GR Schwabe - Sanders 7:0 PS (15:8).