Ringen im Rems-Murr-Kreis

ASV Schorndorf stürmt ins Viertelfinale

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Im Achtelfinal-Rückkampf um die deutsche Meisterschaft besiegt Karan Mosebach vom ASV Schorndorf (in Rot) gegen Benny Vogt vom TuS Adelhausen (in Blau). © Ralph Steinemann Pressefoto

Eigentlich war schon nach dem 20:9-Auswärtssieg im Achtelfinal-Hinkampf festgestanden, dass die Ringer des ASV Schorndorf gegen den TuS Adelhausen ins Viertelfinale der Bundesliga einziehen würde. Mit einem 32:3-Sieg in der heimischen Sporthalle Grauhalde beseitigte der ASV am Samstagabend auch noch die letzten Zweifel an einem Weiterkommen und darf sich so nun im Viertelfinale auf zwei heiße Duelle gegen den SC Kleinostheim freuen.

Eigentlich hatte der TuS Adelhausen angekündigt, mit einem starken Team ins Remstal zu reisen, doch relativierte sich diese Aussage vom letzten Samstag spätestens beim Wiegen vor dem Kampf. Die Gäste hatten einige junge Nachwuchskräfte aufgeboten, die Klasse 75 Kilogramm Freistil blieb unbesetzt. „Das war aber kein böser Wille vom TuS Adelhausen, denn momentan ist es aufgrund von internationalen Lehrgängen und Turnieren einfach generell schwierig, alle Athleten an Bord zu bekommen“, erklärte ASV-Vorstand und Trainer Sedat Sevsay. „Auch wir konnten nicht mit der Mannschaft antreten, die wir eigentlich geplant hatten.“

Schorndorf legt richtig los

Trotz des sehr hohen Ergebnisses bekamen die 400 Zuschauer etwas geboten – vor allem von Seiten der Schorndorfer. So stellte Georgios Scarpello gegen den Deutschen Jugendmeister Norman Trübe einmal mehr unter Beweis, dass er im griechisch-römischen Stil bis 57 kg inzwischen zu den Topleuten der Bundesliga gehört. Er brauchte 5:29 Minuten, um sein Team mit einem Überlegenheitssieg mit 4:0 in Führung zu bringen.

Ein Sieg für TuS Adelhausen

Im Schwergewicht unterlag Zalik Sultanov gegen den polnischen Meister und EM-Fünften Sebastian Jezierzanski zwar mit 0:8, machte seine Sache aber ordentlich und gab nur drei Mannschaftspunkte ab. Es sollte an diesem Abend der einzige Sieg für den TuS Adelhausen gewesen sein.

Da Georgi Vangelov bei den bulgarischen Meisterschaften im Einsatz war, zog der ASV den leichteren Engin Cetin in die 61-Kilogramm-Klasse hoch. Mit Thomas Eckhardt bekam er es dort mit einem starken deutschen Nachwuchsringer zu tun, der ihm im Stand ebenbürtig war. Erst als Eckhardt in die Bodenlage musste, spielte Cetin seine Qualität aus,  um den Kampf nach einigen Durchdrehern vorzeitig gewinnen.

Brunners Gegner gibt auf

Einen spannenden Kampf bekamen die Zuschauer beim Aufgabesieg von Nico Brunner zu sehen. Nach verhaltenem Beginn und einem 0:2-Rückstand packte Brunner gleich dreimal hintereinander seine Kopfschleuder aus – und zwar so massiv, dass sein Gegner Arian Güney nach fünf Minuten angeschlagen aufgab.

Im griechisch-römischen Stil bis 66 kg gab es dann eine Premiere. Erstmals lief der junge Kasache Sultan Assetuly für den ASV Schorndorf auf und Sedat Sevsay war voll des Lobes über den Asienmeister: „Sultan hat sich souverän einen 6:1-Punktsieg gegen Manrikos Theodoridis geholt, der ein sehr guter Ringer ist und in der letzten Saison als Gastringer bei uns war. Man hat gesehen, dass der Junge nicht von ungefähr Asienmeister wurde. An ihm werden wir noch viel Freude haben.“

Sezgin liefert kürzesten Kampf

Im kürzesten Kampf des Abends gewann Benjamin Sezgin nach 1:51 Minuten vorzeitig gegen Pascal Ruh, ehe Shamil Ustaev gegen Routinier Levan Metreveli einen 11:0-Sieg holte. Karan Mosebach ließ einen Überlegenheitssieg gegen Benny Vogt folgen.

Für eine große Überraschung sorgte der junge Adelhausener Tom Stoll, der in seinem Heimatverein von ASV-Headcoach Volker Hirt trainiert wird. Nach nur 13 Sekunden holte er gegen den völlig verblüfften Ilie Cojocari eine Fünfer-Wertung. Doch der rumänische Meister ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und brachte den Kampf mit 15:5 nach Hause. Da die Gäste die Klasse 75 Kilogramm Freistil unbesetzt ließen, war dies auch gleich der Schlusspunkt des Abends.

Nun richtet sich der Blick des ASV Schorndorf auf den kommenden Samstag, an dem der SC Kleinostheim in der Sporthalle Grauhalde gastieren wird. „Kleinostheim hat sich deutlich gegen Freiburg durchgesetzt und ist um einiges stärker einzuschätzen als Adelhausen. Aber unser Saisonziel ist das Erreichen des Halbfinales, und wir werden alles dafür tun, dass wir dieses Ziel erreichen“, so Sedat Sevsay.

ASV Schorndorf – TuS Adelhausen 32:3

57 kg GR: Scarpello – Trübe 16:0 TÜ (4:0). 130 kg FR: Sultanov – Jezierzanski 0:8 PS (4:3). 61 kg FR: Cetin - Eckhardt 18:2 TÜ (8:3). 98 kg GR: Brunner – Güney 6:2 AS (12:3). 66 kg GR: Assetuly – Theodoridis 6:1 PS (14:3). 86 kg FR: Sezgin – Ruh 14:0 SS (18:3). 71 kg FR: Ustaev – Metreveli 11:0 PS (21:3). 80 kg GR: Mosebach – Vogt 16:0 TÜ (25:3). 75 kg GR: Cojocari – Stoll 15:5 TÜ (28:3). 75 kg FR: Wolny 0:0 KL (32:3)

Eigentlich war schon nach dem 20:9-Auswärtssieg im Achtelfinal-Hinkampf festgestanden, dass die Ringer des ASV Schorndorf gegen den TuS Adelhausen ins Viertelfinale der Bundesliga einziehen würde. Mit einem 32:3-Sieg in der heimischen Sporthalle Grauhalde beseitigte der ASV am Samstagabend auch noch die letzten Zweifel an einem Weiterkommen und darf sich so nun im Viertelfinale auf zwei heiße Duelle gegen den SC Kleinostheim freuen.

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Eigentlich hatte der TuS Adelhausen

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