Rems-Murr-Sport

Außergewöhnliche Schiedsrichterschelte

VfL Wolfsburg - 1. FSV Mainz 05 3:3
Symbolbild © Gisbert Niederführ

Mit 1:2 hat Fußball-Bezirksligist VfL Winterbach sein Heimspiel gegen den TSV Oberbrüden verloren. Ein wichtiges, womöglich sogar vorentscheidendes Spiel im Kampf gegen den Abstieg. Nach Meinung vieler Beobachter hatte der Schiedsrichter daran maßgeblichen Anteil, was den Winterbacher Spielern den Spaß verdarb und sie zu manch emotionalem Kommentar  veranlasste. Im Nachhinein haben sie das nun auf ihrer Facebookseite auf bemerkenswerte  Weise kommentiert.

"Im Fußball sind Schiedsrichter oft die ärmsten Schweine. Sie müssen, egal ob in der Bundes- oder Bezirksliga, als Sündenböcke herhalten, wenn es darum geht einen Schuldigen für schlechte Leistungen oder Niederlagen auszumachen. In 99% der Fälle geschieht dies absolut zu Unrecht und die Leistung des Schiedsrichters ist meist trotzdem noch um Klassen besser als die der Spieler. Gerade in den Gefilden, in denen sich unsere erste Mannschaft umtreibt, haben Schiedsrichter einen super schweren Job. Ohne jegliche Unterstützung und komplett auf sich alleine gestellt, haben sie nicht selten einen kompletten Sportplatz gegen sich, müssen sich Beleidigungen gefallen lassen und sinnlose Diskussionen mit aufgebrachten Trainern, Spielern oder Zuschauern führen. Vor diesem Job haben wir, der VfL Winterbach, den größten Respekt und höchste Anerkennung!

Wollen uns nicht alles gefallen lassen

Allerdings möchten wir uns auch nicht alles gefallen lassen und sehen uns deshalb gezwungen unsere Eindrücke vom gestrigen Spiel gegen den TSV Oberbrüden 1929 e.V. hier in aller Deutlichkeit zu schildern:

Selten waren sich alle Beteiligten so einig, dass ein Schiedsrichter ein Spiel dermaßen verpfiffen hat wie am gestrigen Sonntag. Selbst die Spieler unserer letztendlich siegreichen Gäste aus Oberbrüden konnten sich während des Spiels das Lachen teilweise nicht mehr verkneifen und fragten irritiert nach, ob man denn schon mal Streit mit dem Kollegen der SRG Aalen gehabt hätte. Eine äußerst fragwürdige Auslegung der Zweikämpfe und merkwürdige Kartenverteilung gipfelte darin, dass dem VfL zwei Tore wegen angeblichem Abseits aberkannt wurden. Während man über die erste Entscheidung noch mit viel Liebe diskutieren kann, war die Zweite wirklich haarsträubend. Hinzu kam noch ein klare Notbremse, die schlicht ignoriert wurde. Des weiteren hatte sich der Schiedsrichter offensichtlich ein Sprachverbot auferlegt. Es gab quasi keine Kommunikation mit unseren Spielern auf dem Spielfeld, was auch nicht gerade zum Wohlsein der Winterbacher beitrug. Hätte man nicht großen Respekt vor dem TSV Oberbrüden sowie seinen Spielern, Trainern und Fans könnte man nach dieser Schiedsrichter-Leistung zwangsweise auf ganz komische Gedanken kommen.

Entschuldigung für emotionsbedingte Entgleisungen

Nichtsdestotrotz möchten wir uns beim Schiedsrichter im Namen des Vereins für emotionsbedingte Entgleisungen entschuldigen, die auf dem Fußballplatz selbstverständlich nichts verloren haben.

Nichtsdestotrotz gratulieren wir dem TSV Oberbrüden zum Auswärtssieg.

Nichtsdestotrotz muss unsere Mannschaft, die über 85 Minuten so klar dominiert hat, dieses Spiel natürlich trotzdem gewinnen.

Mit sportlichen Grüßen

VfL Winterbach"