Rems-Murr-Sport

Auf die Spitzenspiele folgen die Verfolgerderbys

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Der TSV Schwaikheim (rechts Florian Winkler gegen Julian Wihofski) tat sich trotz Favoritenrolle schwer gegen den SV Unterweissach. Am Sonntag tritt er im Spitzenspiel beim TSV Schornbach an. © ZVW

Der Tag der Spitzenspiele war vor einer Woche, aber auch diesmal gibt es sowohl in der Bezirksliga Rems-Murr als auch in der A I jeweils ein für die Aufstiegsplätze entscheidendes Duell.

Bezirksliga. Schlecht gestartet ist der TSV Schwaikheim – in die Saison, nicht ins neue Jahr. Hier hat er vielmehr seine Aufholjagd fortgesetzt. Ob die am Saisonende noch zum Happy End führen wird, entscheidet sich womöglich am Sonntag. Die Schwaikheimer müssen im Spitzenspiel der Liga zum TSV Schornbach. Wer auch immer das Duell gewinnt, er hat eine kleine Chance auf die Tabellenführung, denn Spitzenreiter SV Remshalden empfängt den VfR Murrhardt, immerhin Fünfter. Allerdings hat der vor zwei Wochen in Schornbach eine 0:4-Packung kassiert. Danach jedoch hat er die Fellbacher mit 5:0 bezwungen und deshalb steht der SVF II nun gegen den SV Allmersbach unter Druck. Verliert er, rutscht er mindestens auf den Abstiegsrelegationsplatz zurück. Mehr muss er wohl nicht fürchten, weil der SV Unterweissach auch auf eigenem Platz gegen den TSV Nellmersbach eher Außenseiter ist. Was ist nur mit dem SC Korb los? Zwei Spiele, zwei klare Niederlagen. Und beim FC Oberrot ist auch nicht gerade leicht zu gewinnen. Geht die Talfahrt weiter? Auf dem Weg nach oben hingegen scheint der VfL Winterbach zu sein, zumindest ist er es dann, wenn er auf das 3:0 in Korb den nächsten Sieg – nun zu Hause gegen Sulzbach-Laufen – folgen lässt. Dass ASGI noch merklich nach oben klettert, ist dagegen kaum zu erwarten, auch wenn den Italienern mit dem 2:1 bei der SG Schorndorf die Überraschung des Tages gelungen ist. Gegen den SV Kaisersbach werden sie das kaum wiederholen können.

Kreisliga A. In der Staffel I spielt Tabellenführer SV Breuningsweiler zum zweiten Mal in Folge beim SSV Steinach-Reichenbach. Am vergangenen Sonntag hatte er wegen der schlechten Platzverhältnisse dorthin ausweichen müssen, diesmal ist er zum Auswärtsspiel beim SSV zu Gast. Auch wenn Derbys ihre eigenen Gesetze haben, von einem Schwächeanfall des SVB ist nicht auszugehen, schließlich hat er gerade erst den härtesten Verfolger TB Beinstein mit 5:0 abgefertigt. Der hat es diesmal nicht viel leichter. Zwar hat er Heimrecht, steht dennoch vor einem Auswärtsspiel – und das auch noch gegen den FSV Waiblingen, der eher als die Beinsteiner auf Rang zwei erwartet worden war und diese Position nun mit einem Sieg (auf eigenem Kunstrasen) auch übernehmen kann. Verlieren die Waiblinger jedoch, hätte sich Beinstein ein gutes Polster im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz geschaffen. Am Tabellenende deutet nicht mehr viel auf einen guten Saisonausgang für den SV Hegnach und den SV Hertmannsweiler hin. Verliert Hegnach gegen Iraklis Waiblingen, betrüge der Abstand auf den voraussichtlichen Relegationsplatz schon mindestens elf Punkte. Unterliegt Hertmannsweiler den auswärtsstarken Stettenern, läge der SVH ebenfalls schon neun Punkte zurück. Und wenn der TSV Haubersbronn in Hößlinswart gewinnt, wären es noch mehr. Die Haubersbronner lieferten zuletzt das Ergebnis des Tages. 0:2 und 2:3 zurückgelegen und den TV Weiler doch noch mit 7:3 bezwungen. In Hößlinswart (mittlerweile auf Platz fünf geklettert) wird das nicht so einfach gehen. Die Weilermer wiederum müssen ihre Fans gegen den SC Urbach versöhnen. Auch hier gilt: Es gibt leichtere Aufgaben. In Schmiden muss der VfR Birkmannsweiler aufpassen, nicht von den Gastgebern in der Tabelle überholt zu werden.

In der Staffel II ist Platz eins an die TSG Backnang II (diesmal gegen Lippoldsweiler) vergeben. Spannend ist es dahinter. Sowohl SV Hegnach II, TSV Rudersberg als auch FSV Weiler zum Stein schwächeln. Hier ist also viel möglich. Hegnach muss den TSV Schwaikheim II niederhalten, Weiler beim FV Sulzbach/Murr bestehen. Am leichtesten hat es noch der TSV Rudersberg beim Vorletzten, der SG Oppenweiler-Strümpfelbach. Der TSV Althütte mus gegen die Vikt. Backnang II gewinnen, will er in absehbarer Zeit den Abstiegsplätzen entrinnen.

Kreisliga B. Auch in der B I geht es im Grunde nur noch um Platz zwei, zu dominierend ist der SV Plüderhausen (diesmal gegen den FSV Waiblingen II). Rommelshausen hat in Neustadt gepatzt, darf sich gegen den FC Welzheim II keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Sonst ziehen FC Hohenacker (gegen Neustadt), SF Höfen-Baach (gegen Buhlbronn) und TSV Leutenbach (in Strümpfelbach) vorbei. In der B II ist vorne noch viel mehr möglich. Will der SV Kaisersbach II (Dritter) weiter mitmischen, muss er bei der Spvgg Unterrot (Zweiter) gewinnen. In der B III steht das Spitzenspiel SV Winnenden – TSV Nellmersbach II auf dem Plan.