Rems-Murr-Sport

Aufsteigerderby in Schwaikheim

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Am 13. März standen sich TSV Schwaikheim (links Valentin Beier, davor Felix Weiblen, rechts Christian Seitz) und TSV Schornbach (Pascal Hasert) letztmals gegenüber. Das Bezirksligaduell in Schornbach endet 3:3. Nun treffen die beiden Aufsteiger in der Landesliga aufeinander. © Ramona Adolf

In der 3. Fußball-Liga erwartet die SG Sonnenhof Großaspach Tabellenführer MSV Duisburg. Ein besonderes Spiel findet auch in Schwaikheim statt. Der Landesliga-Neuling empfängt Mitaufsteiger TSV Schornbach.

3. Liga

SG Sonnenhof Großaspach (15. Platz, 15 Punkte) – MSV Duisburg (1., 24 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Der Tabellenführer kommt in die Mechatronik-Arena. Der MSV Duisburg wird seiner Rolle als Titelfavorit bisher vollauf gerecht. Nach drei Siegen in Folge unterlag er jedoch am vergangenen Wochenende Hansa Rostock. Auch die Aspacher gingen trotz starker Leistung leer aus. Das Team von Oliver Zapel ist dennoch im Soll: „Osnabrück war bisher die stärkste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben, und dennoch haben wir den VfL an die Belastungsgrenze gebracht.“ Seine Mannschaft habe dabei auch bewiesen, dass sie in der Lage ist, unterschiedliche Systeme zu spielen. „Gegen Duisburg wollen wir einen weiteren couragierten Auftritt zeigen. Keine Mannschaft in der 3. Liga hat solch erfahrene Spieler wie der MSV, wir müssen deshalb mentale Stärke und eine weitere disziplinierte Leistung auf den Platz bringen – dann werden wir uns für die Leistung auch belohnen.“

Ein besonderes Spiel wird das Aufeinandertreffen mit den „Zebras“ für SG-Keeper David Yelldell. Der 35-Jährige zog im Jahr 2011 mit den Duisburgern sensationell ins DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04 ein und hütete dort über neunzig Minuten das Gehäuse des MSV. Am Samstag steht Yelldell nun seinem ehemaligen Club gegenüber. Verzichten muss Zapel allerdings auf Sebastian Schiek. Der Außenverteidiger ist für dieses und das kommende Ligaspiel noch gesperrt. Nico Gutjahr fehlt ebenfalls weiterhin verletzungsbedingt. Wieder im Training befinden sich Marlon Krause und Matthias Stüber. Während für Stüber eine Nominierung für den Kader noch zu früh kommt, ist Krause einsatzfähig.

Verbandsliga

Calcio Leinfelden-Echterdingen (5. Platz, 20 Punkte) – TSG Backnang (3., 22 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Starker Auftritt, klarer Sieg – gegen den TSV Berg überzeugte die TSG beim 4:0-Erfolg. Mit dieser Leistung müsste auch ein Erfolg in Leinfelden-Echterdingen möglich sein.

Landesliga

TSV Schwaikheim (3. Platz, 23 Punkte) – TSV Schornbach (8., 16 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). 0:3 beim SV Fellbach, die Schwaikheimer haben in ihre bisher sehr konstante, gute Landesliga-Leistung eine schwache Vorstellung eingebaut. „Das war ein gebrauchter Tag“, sagt Trainer Toni Guaggenti. „Wir haben alles vermissen lassen, was uns zuvor ausgezeichnet hat.“ Sein Team kam nicht ins Spiel, nicht in die Zweikämpfe, war zu weit weg von den Gegenspielern, hatte weder Ideen am Angriffsspiel noch Zug zum Tor. Seinen Spielern, so Guaggenti, habe das wieder einmal gezeigt, dass mit nur 95 Prozent nichts zu holen sei. „Wichtig ist mir, dass sie daraus ihre Lehren ziehen.“ Das heißt: dass sie gegen den nächsten Rems-Murr-Kontrahenten mit einer anderen Einstellung auflaufen werden. Wieder dabei ist Felix Weiblen, der in Fellbach schmerzlich vermisst worden war. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Linksverteidiger Valentin Beier. Vor Schornbach hat Guaggenti durchaus Respekt. „Das ist ein schwerer Gegner. Eine kompakte Truppe, bestückt mit guten Einzelspielern.“

Die allerdings nicht mehr so gut funktionieren wie noch zu Beginn der Saison. Nach vier Niederlagen in Folge gab es zwar gegen Crailsheim einen Sieg, aber sofort wieder die nächste Niederlage: 1:3 in Pflugfelden. „Verdient“, sagt TSV-Trainer Giuseppe Greco. „Die haben uns überrollt.“ Weiterhin zweifle die Mannschaft an sich. Und während zu Beginn noch jeder alles für den Erfolg in der Landesliga getan habe, sei’s mittlerweile schon wieder so, dass der private Lebenswandel nicht immer nach dem Sport ausgerichtet ist. Jeder müsse sich fragen: „Wie lebe ich für diese Liga?“ Und das bedeute eben auch, eine Party mal früher zu verlassen. Ein weiteres Problem sei auch immer noch: Von den Führungsspielern kommt zu wenig. Allerdings, Greco, sei dies auch eine Chance für andere, in die Lücke zu stoßen. Greco fordert deshalb: Nicht auf andere warten, sondern selbst aktiv werden. In Schwaikheim sieht er seine Mannschaft als Außenseiter, auch weil er personelle Probleme hat. Geo Mahlelis ist krank, Gianluca Tosto gesperrt, Timo Morawietz (Wade), Dominik Parham (Innenband) und Konstantinos Petridis (Oberschenkel) sind angeschlagen.

TV Oeffingen (6., 18 Punkte) – VfL Brackenheim (14., 11 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Oeffinger arbeiten sich immer weiter nach oben. In den letzten sieben Spielen haben sie nur einmal verloren: 0:1 beim SV Fellbach. Zu Hause sind sie zudem stark, holten 13 von 18 möglichen Punkten. Da sollten am Sonntag gegen die abstiegsgefährdeten Brackenheimer weitere drei hinzukommen.

SV Schluchtern (10., 15 Punkte) – Viktoria Backnang (13., 12 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Für die Backnanger wird’s immer enger. Weil sie gegen Oeffingen nur zu einem Unentschieden kamen, stehen sie nun auf einem Abstiegsplatz. Angesichts der schwachen Auswärtsbilanz (fünf Punkte) sieht es in Schluchtern auch nicht nach einer Besserung aus. Allerdings: Der SV ist auch nicht gerade heimstark, hat auf eigenem Platz erst fünf Punkte gesammelt.

SV Fellbach (12., 12 Punkte) – Aramäer Heilbronn (16., 9 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Sicher mit 3:0 haben die Fellbacher den Rems-Murr-Kontrahenten TSV Schwaikheim besiegt. Ein wichtiger Erfolg, dem ein noch wichtigerer Sieg folgen sollte, denn die hinter ihm liegenden Teams muss der SVF auf jeden Fall auf Abstand halten. Ohnehin steht der SVF vor entscheidenden Wochen. Die nächsten Gegner Heilbronn, Viktoria Backnang und VfL Brackenheim sind alles direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.