Rems-Murr-Sport

Auftaktpleite gut verkraftet

b3711587-5b58-482d-8486-620642bf6d1c.jpg_0
Nils Wieler und Patrick Manshaupt (Mitte) sind mit dem TSV Haubersbronn (hier in der Partie gegen Urbach aus der Saison 2015/16) schlecht in die Saison gestartet. Der TSV hat sich aber schnell gefangen. © Steinemann

Der Saisonstart ging in die Hose: 3:8 verlor der TSV Haubersbronn beim TSV Schmiden. Doch danach hat sich der TSV gesteigert und steht nun auf Platz sieben der Fußball-Kreisliga A I. Trainer Michael Farkas ist zufrieden – trotz einiger Probleme.

3:8 – wie kommt so etwas zustande? 60 Minuten lang, sagt Michael Farkas, sei die Partie in Schmiden „ein vernünftiges Spiel“ gewesen. „Aber danach haben wir uns naiv verhalten“; und die Quittung dafür erhalten. Dass der TSV nach dem ersten Spieltag nicht Letzter war, hat er lediglich der SV Winnenden zu verdanken, die mit 1:12 untergegangen war.

Vorletzter also, dabei haben die Haubersbronner ihr Ziel recht hoch gesteckt: Platz eins bis fünf. Das Selbstvertrauen resultiert aus einer guten ersten Spielzeit in der Kreisliga A I. 2015 war der TSV aufgestiegen und hatte sich dort sofort gut gehalten, war nie in Abstiegsgefahr geraten. Im Gegenteil. Die starke Rückrunde hatte ihn sogar in die Nähe von Platz vier katapultiert. Doch nach der 0:3-Niederlage gegen den TV Stetten am 23. Spieltag war die Chance dahin und in der Folge die Luft raus. Platz neun war dennoch ein vorzeigbares Ergebnis.

Eines, aus dem mehr werden sollte. Platz eins, so Farkas, sei realistischerweise kaum zu erreichen – zu stark dürfte der FSV Waiblingen sein –, dahinter jedoch sei viel möglich. Farkas: „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen. Platz fünf ist definitiv möglich.“

Farkas fehlen einige wichtige Spieler

Trotz miserablem Start. Die Reaktion seiner Spieler darauf hat dem Trainer „gut gefallen“. Es folgten zwei Siege und zwei Unentschieden. Und das trotz angespannter personeller Situation. „Wir haben derzeit manchmal nur zwölf, 13 Spieler am Spieltag.“ Farkas möchte gar nicht alle aufzählen, Nick Smetaczko (Sprunggelenksbruch) aber und Björn Mülder (Handbruch), Stammkräfte in der Abwehr, fehlen schon sehr. Sie fallen vermutlich die gesamte Vorrunde aus. Christopher Waibler hatte Farkas aus der A-Jugend nach oben genommen. Waibler hatte sich gut eingefügt, dann brach er sich das Schlüsselbein.

Auf seine Studenten Tobias Gaser und Philipp Kurz wird Farkas künftig auch nur noch sporadisch zugreifen können. Dennoch: „Wir jammern deshalb jetzt nicht, bisher läuft es vernünftig gut“, sagt Farkas. Die Spieler, die zur Verfügung stehen, „hauen sich rein“. Die Personalmisere habe die Mannschaft auch zusammengeschweißt.

Zuletzt gab es sogar einen 21:3-Sieg. Zwar gegen die SV Winnenden, die schon einige Klatschen hat hinnehmen müssen, doch „auch gegen die muss man erst mal zwölf Tore schießen“.

Am Sonntag ist ASGI Schorndorf zu Gast. Angesichts der Tabellensituation sieht das nach dem nächsten klaren Erfolg aus. Farkas jedoch bremst die Erwartungen: ASGI habe beispielsweise gegen Weinstadt nur knapp verloren. „Wir müssen sehr konzentriert ins Spiel gehen.“

Ein knapper Sieg würde ihm sicher auch schon reichen.

Was seine Spieler getippt haben – und dazu den gesamten Spieltag der Kreisliga A I, sehen Sie am Freitag im Video auf

TSV Haubersbronn

Der TSV Haubersbronn ist in der Saison 2014/15 souverän Meister der Kreisliga B I geworden.

Michael Farkas (28) trainiert den TSV seit 2013. Der Haubersbronner spielte früher – noch zu Landesligazeiten – bei der SG Schorndorf.

Wie zu Aufstiegszeiten führt auch jetzt wieder Benjamin Sigle (6 Treffer) die Torschützenliste an. Patrick Schandl, damals genauso gefährlich, aber fällt bereits seit eineinhalb Jahren verletzt aus.