Rems-Murr-Sport

Beim Bezirkstag geht es auch um die Zukunft des Fußball-Bezirks

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In welche Richtung rollt der Ball? © ZVW / Steinemann

In Schornbach findet am Freitag, 16. März, der Bezirkstag der Rems-Murr-Fußballer statt. Dabei geht es zwar vor allem um die Bestätigung und Wiederwahl des Vorstands, am Rande aber auch um die Zukunft des Bezirks. Den wird es in einigen Jahren womöglich in seiner jetzigen Form nicht mehr geben.

Schon im Jahr 2000 hat der Verband versucht, die Bezirke neu zu ordnen. Genauer: Aus 16 sollten weniger werden. Damals war an zwölf gedacht worden, mittlerweile hätte der Verband sogar gerne nur noch neun. Vor 18 Jahren wurde der Versuch abgewehrt, nun kommt er auf Umwegen zurück.

Schon seit drei Jahren arbeiten Kommissionen am Auftrag, die Spielklassen im WFV neu zu ordnen. Deren Ergebnis wird am Bezirkstag vorgestellt. Es lautet kurz gefasst: Die Spielklassenstruktur kann nur verbessert werden, wenn die Bezirke verändert werden. Deshalb wird auf dem Verbandstag am 12. Mai in Sindelfingen über einen Antrag abgestimmt, der den Auftrag der Kommissionen erweitert. Beim Bezirkstag in Schornbach wählen die Vereinsvertreter dazu zwölf Delegierte.

Bezirks-Chef Künzer ist gegen die Zusammenlegung von Bezirken

Patrick Künzer, Vorsitzender des Fußballbezirks Rems-Murr, hält wenig vom Plan, die Zahl der Bezirke zu verringern. „Ich bin der Meinung, man sollte sie so belassen.“ Allerdings könnte an der Feinjustierung gearbeitet werden. Es sei beispielsweise nicht nachvollziehbar, dass der TAHV Gaildorf im Bezirk Rems-Murr spielt, der TSV Gaildorf aber im Bezirk Hohenlohe. Sulzbach-Laufen wiederum, das noch weiter entfernt liegt, gehört wiederum zum Bezirk Rems-Murr. Andererseits könnten Vereine aus Randgebieten des Bezirks Ludwigsburg, Affalterbach oder Neckarrems zum Bezirk Rems-Murr stoßen.

Noch müssen die Vereine keine Veränderungen fürchten, aber 2021, beim nächsten Verbandstag, könnte es durchaus ernst werden, meint Künzer. Ein neuer, umfangreicherer Bezirk, brächte für Aktive, Frauen und Jugend große Veränderungen mit sich, wie zum Beispiel deutlich weitere Fahrtstrecken.

Der alte Bezirksvorstand tritt fast geschlossen wieder an

Darüber jedoch stehen in Schornbach keine Entscheidungen an. Die Vereinsvertreter müssen den Bezirksvorstand entlasten und über eine Wiederwahl entscheiden. Alle Mitglieder bis auf Heinz Weber (Öffentlichkeitsarbeit) und Erich Hägele (Ehrenamt und Integration) stehen weiter zu Verfügung. Gewählt werden müssen Vorsitzender (Künzer), Bezirksspielleiter (Ralph Rolli) und der Vorsitzende des Sportgerichts, Rainer Lasartzyk. Der bereits gewählte Bezirksjugendleiter Antonio Agazio dagegen muss nur bestätigt werden.

Künzer: „Die Leute haben jetzt drei Jahre Zeit gehabt, sich ein Bild von uns zu machen. Wenn sie denken, wir haben’s gut gemacht, sollen sie uns noch einmal wählen.“ Sie sollen aber nicht nur deshalb für das Gremium stimmen, weil sie keine andere Wahl haben. „Da habe ich einen anderen Anspruch.“

Zu tun gibt es für den Vorstand in den nächsten Jahren genug – beispielsweise die Spielklassenreform, die wohl auch eine Bezirksreform mit sich bringt, zu begleiten und umzusetzen.