Rems-Murr-Sport

Bezirkspokalfinale im Drittligastadion

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Niko Rummel obenauf – so wünscht sich das der SV Breuningsweiler auch im Pokalfinale gegen den TSC Murrhardt. Archivbild. © Ramona Adolf

Etwas Besonderes versucht der Fußball-Bezirk Rems-Murr. Erstmals finden die Pokalfinale abends im Stadion der SG Sonnenhof Großaspach statt. Das bietet die Chance auf eine große Kulisse und dem SV Breuningsweiler die Möglichkeit zum Double.

10 000 Zuschauer fasst die Mechatronik-Arena. Die Spielstätte bietet ein Ambiente, das bisher in noch keinem Bezirkspokalfinale anzutreffen war. Ob allerdings auch eine außergewöhnliche Stimmung entsteht, muss sich weisen. Der Bezirk erwartet zwar 2000 Zuschauer, aber selbst die können sich im großen Rund der Arena verlieren.

Mit der Wahl der Spielstätte wollte der Fußballbezirk seinen Vereinen ein außergewöhnliches Event bieten. „Wir wollten mal was Neues bieten, eine besondere Atmosphäre für Zuschauer und Spieler“, sagt Pokalspielleiter Ralph Rolli. Er und seine Kollegen mussten allerdings auch akzeptieren, dass nicht alle Vereine mit der Entscheidung glücklich sind. Ein normaler Fußballplatz böte womöglich eine bessere Stimmung und vor allem dem ausrichtenden Verein die Chance, seine Kasse aufzubessern. Deshalb sagt Bezirkspokalspielleiter Ralph Rolli auch: „Zunächst aber ist das eine einmalige Angelegenheit.“ Mit womöglich 2000 Zuschauern. Deshalb hat der Bezirk zusätzlich professionelle Ordner der SG engagiert. Rolli: „Wir wollen uns nichts vorwerfen lassen.“

Männer. TSC Murrhardt – SV Breuningsweiler (20.15 Uhr). Ein Kreisliga-A-internes Finale, das hat es zumindest schon lange nicht mehr gegeben. Die Favoritenrolle ist dennoch schon verteilt: Der SV Breuningsweiler spielt eine derart souveräne Saison mit vorzeitiger Meisterschaft, dass ihm die meisten auch das Double zutrauen. Allerdings: In einem Spiel kann jede Mannschaft über sich hinauswachsen, das gilt auch für den TSC Murrhardt. Der hat das gerade in diesem Pokalwettbewerb schon viermal bewiesen, hat vier Bezirksligisten ausgeschaltet. Und zuletzt – sozusagen im Probelauf – auch schon die Breuningsweilermer; allerdings deren zweite Mannschaft. Zudem erwartet der TSC gut 1500 Zuschauer als Unterstützer. Die Murrhardter haben innerhalb der türkischen Fußballfans kräftig die Werbetrommel gerührt, sogar Kontakt aufgenommen mit den Galatasaray-Fan-Clubs aus Stuttgart und Nürnberg.

Der SV Breuningsweiler hat sich etwas leichter ins Finale gesiegt, sich aber auch gegen starke Gegner durchgesetzt: Bezirksligist SC Korb (5:0!), Kreisliga-A-II-Meister TSG Backnang II, und schließlich ließ er auch Pokalverteidiger TSV Schwaikheim keine Chance. Besetzt mit gleich mehreren Spielern, die bereits höherklassig (Ober- und Regionalliga) gespielt haben, ist der SVB klarer Favorit,

Frauen. FSV Weiler zum Stein – Spvgg Rommelshausen II (18 Uhr). Das Endspiel der Frauen ist eine Neuauflage des Vorjahresfinales. Damals setzte sich die Spvgg Rommelshausen II klar mit 4:0 durch. Diesmal könnte die Begegnung deutlich enger werden. Die „Römerinnen“ spielen zwar immer noch eine Liga höher (in der Regionenliga, Platz acht derzeit), doch Weiler rückt näher. Der FSV ist klarer Tabellenführer der Bezirksliga und steht schon lange als Meister fest. Und hat aus dem Vorjahr noch eine Rechnung offen.

Der Weg der Teams ins Finale

TSC Murrhardt: AC Beinstein – TSC 1:5, TSC – VfL Winterbach 6:1, TSC – SG Schorndorf 3:1, TSC – SV Allmersbach 3:2, TSC – SV Kaisersbach 3:1, SV Breuningsweiler II – TSC 2:3.

SV Breuningsweiler: TV Oeffingen II – SVB 1:3, SVB – TSV Haubersbronn 2:0, SVB – SC Korb 5:0, FV Sulzbach – SVB 0:9, TSG Backnang II – SVB 1:3, SVB – TSV Schwaikheim 1:0.

FSV Weiler zum Stein: Freilos, FSV – SGM Birkmannsweiler/ Steinach 10:0, FSV – SG Schorndorf 5:0.

Spvgg Rommelshausen: Freilos, SGM Oppenweiler/Sulzbach – Rom 0:4, SGM Rietenau/Kleinaspach – Rom 1:5.