Rems-Murr-Sport

Breuningsweiler beim Spitzenspiel

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Lukas Friedrich (hier gegen Mircea Mailat) war gegen den TV Oeffingen in der ersten Hälfte ein steter Unruheherd. Am Samstag stehen er und der SV Breuningsweiler in Löchgau vor einem richtungsweisenden Spiel. © Ralph Steinemann Pressefoto

Fußball, 3. Liga, Oberliga, Landesliga: Tabellenführer muss zum Zweitplatzierten / Wichtiges Spiel für TSG Backnang

Tabellenführer ist der SV Breuningsweiler bereits. Gewinnt er nun auch noch das Spitzenspiel in Löchgau, wird er endgültig zum Titelfavoriten Nummer eins in der Fußball-Landesliga. Punkte gegen den Abstieg dagegen muss Oberligist TSG Backnang sammeln – und hat dazu am Samstag eine gute Gelegenheit.

3. Liga.

SF Lotte (12. Platz, 14 Punkte) – SG Sonnenhof Großaspach (8., 18 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Gut hat sich die SG Sonnenhof beim 3:1 gegen Chemnitz präsentiert. Das möchte sie in Lotte wiederholen. Cheftrainer Sascha Hildmann: „Wir wollen die gute Leistung bestätigen.“ Hildmann fordert konsequente Zweikampfführung und Disziplin von seinen Spielern. „Wir wollen unbedingt punkten.“ Verzichten muss Hildmann weiterhin auf Sebastian Schiek (Sehnenreizung Knie) und Felice Vecchione (Aufbautraining). Ansonsten hat der Fußballlehrer die Qual der Wahl. Gewonnen hat die SG unter der Woche auch schon. Beim VfB Stuttgart II setzten sich die Aspacher mit 2:0 durch.

Oberliga.

TSG Backnang (13. Platz, 13 Punkte) – SV Sandhausen U 23 (14., 11 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Backnanger haben sich mit einem Paukenschlag ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft und den FC Villingen von der Tabellenspitze geschossen. Die Partie am Samstag ist nun aber fast noch wichtiger. Noch ein Sieg und die TSG hätte einen direkten Konkurrenten erst einmal abgehängt. Die Sandhausener haben auswärts bis jetzt noch nicht viel erreicht. Backnang allerdings hat vor einigen Wochen schon einmal ein solch wichtiges Spiel in den Sand gesetzt. Astoria Walldorf kam als Tabellenletzter und gewann 2:0.

Landesliga.

TV Oeffingen (8. Platz, 13 Punkte) – TSV Pfedelbach (16., 8 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Immer noch sind die Oeffinger ohne Heimsieg. Dabei sagt Trainer Haris Krak ganz klar: „Für den Klassenerhalt müssen wir unsere Punkte zu Hause holen.“ In Breuningsweiler zeigte seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit, dass sie auch eine Spitzenmannschaft in Bedrängnis bringen kann. All das aber nützt nichts, wenn am Ende nicht auch Punkte daraus resultieren. Das gilt ganz besonders für das Spiel gegen den Tabellenletzten.

FV Löchgau (2., 21 Punkte) – SV Breuningsweiler (1., 25 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Die Tabellenführung ist nicht in Gefahr, aber der härteste Verfolger kann dem SVB bis auf einen Punkt nahekommen. Das Spiel könnte allerdings ein deutlicher Fingerzeig werden: Wenn der Aufsteiger auch beim FV Löchgau gewinnt, ist er endgültig Titelfavorit Nummer eins. SVB-Trainer Hannes Stanke will davon allerdings nichts wissen: „Es geht uns wirklich nicht darum aufzusteigen. Aber wir freuen uns natürlich auf das Spiel.“ Dabei trifft bester Angriff (SVB) auf beste Abwehr. Gerade mal drei Gegentreffer haben die Löchgauer bisher zugelassen. Breuningsweiler hat den FV beim 0:0 in Schornbach beobachtet. „Die greifen nicht mit Pauken und Trompeten an“, sagt Stanke. Es wird also sehr schwer werden, Chancen herauszuspielen. „Das geht nur über Tempofußball.“ Und den beherrschen die Breuningsweilermer.

SG Stetten-Kleingartach (9., 13 Punkte) – TSV Schwaikheim (5., 17 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). „Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt.“ TSV-Trainer Toni Guaggenti war zufrieden mit seinem Team. Das sei ganz anders aufgetreten als bei den zwei Niederlagen zuvor („eine ganz andere Körpersprache“). Guaggenti: „Es war wichtig, ein Ausrufezeichen zu setzen.“ Denn die Gefahr, in eine Abwärtsspirale zu geraten, lauere immer. Am Samstag nun wartet eine Mannschaft, die zum einen sehr heimstark ist, körperbetont, aggressiv spiele und nie aufgebe. Schon in einigen Spielen haben die Stettener in der Schlussphase noch getroffen. Personell sieht es bei den Schwaikheimer wieder etwas besser aus. Felix Ohr und Kevin Reeves stehen wieder zur Verfügung, auch bei Heiko Bernert sieht es gut aus. Dafür ist Dennis Solyom privat verhindert. Guaggenti: „Deshalb muss ich schon wieder die Abwehr umbauen.“ Mit Reeves und Bernert hat er dazu aber nun wieder mehr Alternativen.

TV Pflugfelden (11., 11 Punkte) – TSV Schornbach (6., 16 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Ein von Taktik geprägtes Spiel, in dem alle ihre Aufgabe im Sinne des Mannschaftsziels erfüllten – das gefiel TSV-Trainer Giuseppe Greco beim 0:0 gegen Löchgau. „Das war in Ordnung, auch, dass wir wieder zu null gespielt haben.“ Ausbaufähig sei lediglich die Chancenverwertung. In Pflugfelden werden die Schornbacher sicher mehr Möglichkeiten bekommen, daran zu arbeiten. Greco jedoch warnt: Wer denke, das wird ein Selbstläufer, weil Fellbach 3:0 gewonnen hat – „das wäre fatal“. In Derbys oder gegen Spitzenmannschaften ist es leichter, die Spannung hochzuhalten. Die brauche es aber gerade auch gegen vermeintlich schwächere Teams wie Pflugfelden. „Wir dürfen es nicht schleifen lassen.“ Angreifer Kostas Petridis ist nach seiner Roten Karte vom Spiel in Fellbach noch für eine Partie gesperrt. Fehlen wird in Pflugfelden auch Timo Morawietz (Urlaub). Erst in der Vorbereitung zur Rückrunde ist mit Fabian Burkhardt wieder zu rechnen.

SV Leingarten (15., 9 Punkte) – SV Fellbach (7., 13 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Mit einem Sieg, dem 3:0 über Pflugfelden, fünf Plätze geklettert – das Beispiel Fellbach zeigt, wie eng es in der Liga zugeht. Für den SVF war es aber auch höchste Zeit, die Negativserie zu beenden. Mindestens so wichtig ist es, nun beim Vorletzten zumindest nicht zu verlieren.