Rems-Murr-Sport

Breuningsweiler braucht einen Sieg im Derby

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Robin Binder (rechts) und der SV Breuningsweiler haben nach drei Niederlagen in Folge etwas gutzumachen. Am Freitagabend ist der TSV Schornbach zu Gast. Auch der TSV Schwaikheim (links der derzeit verletzte Dennis Solyom) hat zuletzt überraschend verloren und nun das schwere Spiel in Crailsheim vor sich. © Ralph Steinemann Pressefoto

Nach zwei Niederlagen in Folge steht der SV Breuningsweiler in der Fußball-Landesliga unter Zugzwang. Schon am Freitagabend hat er den TSV Schornbach zu Gast. Drittligist SG Sonnenhof Großaspach geht personell geschwächt ins erste Spiel nach der Länderspielpause.

3. Liga

Preußen Münster (18. Platz, 10 Punkte) - Sonnenhof Großaspach (17., 11 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die SG steht nach der Länderspielpause vor einem wichtigen Spiel. Sie sollte in Münster nicht verlieren. Trainer Oliver Zapel: „Wir wollen in Münster unbedingt punkten.“ Und das, obwohl die SG weiter in personell schwieriger Lage ist. Verzichten muss Zapel gleich auf mehrere Akteure. Michael Vitzthum (Hüftverletzung), Joel Gerezgiher (im Aufbautraining), Jonas Meiser (Knieverletzung), Jamil Dem (Oberschenkelverletzung) und Dan-Patrick Poggenberg (Muskelfaserriss im Oberschenkel) fallen weiterhin aus. Hinzu kommen Charmaine Häusl (Oberschenkelverletzung bei Länderspielreise) und Eric Hottmann (angeschlagen), welche für das Auswärtsspiel beim SC ebenfalls nicht zur Verfügung stehen werden.

Verbandsliga Württemberg

TSV Essingen (5. Platz, 17 Punkte) - TSG Backnang (1., 29 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Knapp war’s, doch auch ein 1:0-Sieg beschert drei Punkte. Sieben Zähler Vorsprung haben die Backnanger nun schon. Das hätten die Essinger, die wesentlich weiter vorne erwartet wurden, auch gerne. Wollen sie nicht komplett den Anschluss verlieren, müssen sie gewinnen. Eine Herausforderung für die Backnanger.

TSG Tübingen (15., 8. Platz) - SV Fellbach (16., 7 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Fellbacher haben ihre Chance genutzt. Das 3:0 gegen Unterrombach hat sie davor bewahrt, frühzeitig abgehängt zu werden. Nun folgt die zweite Chance. Ein Erfolg in Tübingen ließe den SVF mindestens einen weiteren Platz nach oben klettern.

Landesliga Württemberg, Staffel 1

SV Breuningsweiler 8. Platz, 13 Punkte) - TSV Schornbach (6., 16 Punkte; Freitag, 19 Uhr). Drei Niederlagen in Folge, zuletzt ein 1:6 bei Tabellenführer Satteldorf – das spricht nicht für den SV Breuningsweiler. Allerdings: Abgesehen vom schwachen Spiel in Bietigheim habe seine Mannschaft so schlecht nicht gespielt, sagt Trainer Toni Guaggenti. Schon gegen Schwäbisch Hall hätte sie mehr verdient gehabt und in Satteldorf „30 Minuten lang richtig gut gespielt“. Aber sie leiste sich zu viele individuelle Fehler. „Und Satteldorf hat jeden Einzelnen mit einem Tor bestraft.“ Deshalb sei wichtigstes Ziel, die Fehler abzustellen. Guaggenti: „Wir müssen auch nicht immer versuchen, schön zu spielen.“ Manchmal sei es sinnvoller, den Ball rustikal ins Aus zu befördern. Die personelle Lage ist weiterhin schlecht. Zwar haben Felix Bauer und Tobias Armbruster das Training wieder aufgenommen, doch ob sie auch schon eingesetzt werden können, ist fraglich. Aus dem Sattelbach-Kader fehlen zudem noch Marian Asch und Tim Wissmann.

Die Schornbacher haben auf die 0:5-Klatsche in Oeffingen einen 2:1-Sieg gegen Öhringen folgen lassen. Nach drei Minuten stand’s 0:1, „dann haben wir das Spiel in die Hand genommen und auf ein Tor gespielt“ sagt Spielertrainer Marius Jurczyk. Die Tore fielen zwar spät, waren aber verdient. Die Partie in Breuningsweiler nun käme allerdings zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der SVB sei nach drei Niederlagen wie ein angeschlagener Boxer und damit besonders gefährlich. Und Potenzial habe er – trotz der Verletzen – genügend. Dennoch: „Wir wollen den nächsten Dreier folgen lassen“, sagt Jurczyk. Außer Marko Schiek und Oliver Opel stehen voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung.

TSV Crailsheim (3., 19 Punkte) - TSV Schwaikheim (7., 15 Platz; Samstag, 15.30 Uhr). Zweite Niederlage in Folge und dann auch noch 0:3 zu Hause gegen Aufsteiger Kaisersbach, stehen die Schwaikheimer jetzt unter Druck? „Nein“, sagt Trainer Aleksandar Kalic. „Der Abstand nach unten ist noch groß genug.“ Was sich durch eine Niederlage in Crailsheim ändern könnte. „Deshalb wollen wir dort auch was holen.“ Allerdings müsse die Mannschaft dann mehr zeigen als gegen Kaisersbach. „Wir waren schlecht“, sagt Kalic. Zwar hadert er auch mit dem Schiedsrichter, doch seine Spieler müssten mehr zeigen. „Wir müssen immer 100 Prozent bringen, sonst reicht’s nicht.“ Deshalb werde es Änderungen in der Aufstellung geben, und zwar nicht nur, weil der gesperrte Jochen Bartholomä fehlen wird. Zurück im Kader ist Ralph Pfender, der gegen Kaisersbach wegen Krankheit ausgefallen war. Eventuell steht auch Mark Pilih bereit.

SV Kaisersbach (5. Platz, 17 Punkte) - SV Leingarten (14., 7 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Aufsteiger Kaisersbach hat nur noch ein Rems-Murr-Team in der Tabelle vor sich: der TV Oeffingen, der allerdings auch nur punktgleich ist. Wo seine Mannschaft steht, wohin der Weg gehen soll, das will Trainer Leo Gjini aber erst nach dem nächsten Spiel preisgeben. Gegner wie Leingarten seien die schwierigsten. Zehn Punkte liegt Kaisersbach vor den Gästen und damit vor der „Gefahrenzone“. Das bedeute aktuell Sicherheit, mehr aber nicht. Und dass es wieder so gut klappt wie beim 3:0 in Schwaikheim, könne niemand garantieren. „Nur wenn’s optimal läuft und der Gegner schwächelt, dann kommt so etwas raus.“ Geholfen habe sicher, dass alle Stammkräfte dabei waren. Darauf hofft Gjini auch am Sonntag. Torwart Walter Duschek (Schulter), Sascha Munz (Rippe) und Lucca Volkmer sind zwar angeschlagen, ein Einsatz aber nicht ausgeschlossen.

TV Oeffingen (4., 17 Punkte) - FV Löchgau (9., 13 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Nur unentschieden beim Tabellenletzten und jetzt kommt eine ganz undankbare Mannschaft. Der TVOe hat sich die gute Ausgangsposition nach dem deutlichen Sieg über Schornbach selbst kaputtgemacht und könnte den nächsten Rückschlag erleben. Die Löchgauer starteten miserabel, eilen aber mittlerweile von Sieg zu Sieg. Viermal infolge gewann der FV, zuletzt gegen Topmannschaft TSV Crailsheim.