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Breuningsweiler nach dem 0:10: Es muss sich etwas ändern

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Große Sorgen derzeit für Niko Rummel, Trainer des SV Breuningsweiler © Gisbert Niederführ

1:6, 0:10, vorletzter Platz in der Fußball-Verbandsliga – Aufsteiger SV Breuningsweiler wird gerade heftig abgewatscht. Nach fünf Jahren auf der Erfolgswelle weht ihm der Wind heftig entgegen. Es geht nicht nur um Punkte, sondern auch ums Renommee des Vereins.

0:10 in Ehingen – „so darf man natürlich nicht verlieren.“ Harald Götz aus der SVB-Abteilungsleitung führt zwar Gründe für die miserable Gesamtsituation an, macht gleichzeitig aber deutlich, dass es so nicht weitergehen darf.

Aus der Kreisliga B bis in die Verbandsliga aufzusteigen ist möglich gewesen, weil das Potenzial guter Fußballer auch ohne hohen Trainingsaufwand reichte. Der SVB trainiert zweimal in der Woche, mancher Bezirksligist steht öfter auf dem Platz. In der Verbandsliga aber reicht das nicht mehr, vor allem, wenn dazu noch viele verletzte Spieler kommen. Acht Verletzte seien es aktuell, sagt Götz. Eine Menge bei einem 21-Mann-Kader. Acht Spieler, so Götz, hätten zuweilen auch nur auf dem Trainingsplatz gestanden. Immer wieder fehlten welche aus beruflichen, privaten oder gesundheitlichen Gründen. Das schlägt sich in der Fitness nieder.

Spieler aus der zweiten Mannschaft müssen zu oft aushelfen

Deshalb mussten Spieler aus der zweiten Mannschaft (Kreisliga A) aushelfen. Oder Max Grundmann. Der 21-Jährige sollte behutsam in die erste Mannschaft eingebaut werden, ist aber unverhofft zum Stammspieler geworden. In dieser Situation benötigt der SVB aber die Erfahrung von Spielern wie Marco Kovac, Sven Franzen und Marian Asch. Die waren zwar in Ehingen wieder im Team, aber alle eben auch mit Trainingsrückstand.

Trainer Niko Rummel zählt ebenfalls zu den verletzten Spielern. Er sei an der Misere völlig unschuldig, sagt Götz. „Er hat es schwer. Er kann nicht planen und das System, das er gerne spielen würde, gar nicht umsetzen.“

Eventuell Neuverpflichtungen

Spätestens das 0:10 aber zwingt den Verein zum Handeln. Götz: „Wir werden alles dafür tun, dass sich das ändert.“ Das schließe zum einen Gespräche mit den Spielern ein, zum anderen will der Verein dafür sorgen, dass konstant 14, 15 Spieler das Training besuchen. Möglicherweise sind dazu Neuzugänge im Winter nötig.

Spätestens dann soll auch der Nachfolger von Trainer Hannes Stanke präsentiert werden. Der ist Ende September aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.