Rems-Murr-Sport

Breuningsweiler setzt auf Derby-Sieg

Breuningsweiler setzt auf Derby-Sieg_0
Zum zweiten Mal in dieser Saison treffen SV Breuningsweiler und TV Oeffingen (auf dem Bild setzt sich Niko Rummel gegen Daniele Longo durch) aufeinander. Im Verbandspokal gewann der SVB deutlich mit 5:1. © Ralph Steinemann Pressefoto

Zum dritten Rems-Murr-Derby in Folge tritt Fußball-Landesligist TV Oeffingen am Sonntag an. Es dürfte das schwerste Spiel werden, der TVOe muss zu Spitzenreiter SV Breuningsweiler. Nicht minder schwer ist die Aufgabe des TSV Schornbach gegen den FV Löchgau. Der TSV Schwaikheim will nach zwei Auswärtsniederlagen nun zu Hause mal wieder gewinnen.

SV Breuningsweiler (1. Platz, 22 Punkte) – TV Oeffingen (7., 13 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Auch nach neun Spielen steht Aufsteiger Breuningsweiler noch auf Platz eins. Und immer noch tritt er, was die Erwartungen angeht, auf die Bremse. Spielertrainer Niko Rummel: „Das wird sich alles noch relativieren. Andere hatten eben einen schlechten Start.

Als Spitzenmannschaft sehe ich uns noch nicht.“ Was den Breuningsweilermern hilft, ist: Es gibt kaum Verletzte. Steffen Mayer (Schulter) und Felipe Pollak (Leiste) fehlen schon länger und steigen jetzt erst wieder ins Training ein, ansonsten war der eine oder andere mal krank oder fiel aus anderen Gründen aus, der Kader war aber immer bestens gefüllt. „Deshalb ist auch jeder unter Druck“, sagt Rummel. Keiner kann sich zurücklehnen. Andererseits „wechseln wir auch gut durch. Jeder bekommt seine Chance.“

Das Rezept funktioniert bisher. Am Sonntag gegen Oeffingen stellt sich Rummel auf eine zähe Angelegenheit ein. Oeffingen wird wohl eher defensiv antreten, was auf dem kleinen Platz in Breuningsweiler zu vielen Spielern im Strafraum führen könnte. Im ersten Vergleich (im Verbandspokal) stürmte Oeffingen und hatte Chancen (Rummel: „Nach einer halben Stunde hätte das Spiel für uns schon vorbei sein können“), nutzte sie aber nicht und verlor mit 1:5. Diesmal wird der TVOe besser auf die SVB-Konter vorbereitet sein. Rummel rechnet deshalb damit, dass sich das Spiel „erst in der zweiten Halbzeit entscheiden wird“. Und, angesichts des 0:2 in Schwaikheim: „Wir wollen nicht das zweite Derby verlieren.“

TSV Schwaikheim (6., 14 Punkte) – SV Schluchtern (14., 9 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Zwei Niederlagen in Folge muss der TSV verkraften. 2:4 zuletzt in Heimerdingen. „Das war keine gute Leistung von uns“, sagt Trainer Toni Guaggenti. „Wir sind nicht kompakt aufgetreten, haben die Zweikämpfe nicht geführt und uns auch ein wenig den Schneid abkaufen lassen.“

Seine Spieler seien immer einen Schritt zu spät gekommen. Das habe zwar auch etwas mit der angespannten personellen Situation zu tun, die will Guaggenti jedoch nicht als Entschuldigung anführen. „Wir haben trotzdem eine schlagkräftige Truppe.“ Die Situation verbessert sich bis zum Sonntag nicht, im Gegenteil. Heiko Bernert ist wieder im Mannschaftstraining, „für Sonntag aber wird’s eng“. Auch Sven Seibel trainiert wieder mit.

Nicht trainieren konnte Felix Gebhardt (Schule), Stoyan Stoyanov ist lediglich im Lauftraining, Felix Ohr ist privat verhindert. Noch nicht einsatzbereit sind Alexander Grau und Kevin Salzmann und bei Kevin Reeves sieht es nach seiner Wadenverletzung von Heimerdingen nicht gut aus. Trotzdem sagt Guaggenti: „Wir freuen uns, endlich wieder daheim spielen zu können und wollen die drei Punkte bei uns behalten.“

TSV Schornbach (5., 15 Punkte) – FV Löchgau (2., 20 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Dank Marius Jurczyks Tor in der Nachspielzeit haben die Schornbacher in Oeffingen gewonnen. Verdient, wenngleich der Erfolg durch die Rote Karte gegen Kostas Petridis (er hat seinen Gegenspieler beleidigt) noch in Gefahr geriet. „Für mich war das eines der emotionalsten Spiele“, sagt TSV-Trainer Giuseppe Greco.

Von der Roten Karte abgesehen und der ersten Spielminute (Foul, Freistoß, Gegentor) war er sehr zufrieden. „Die Mannschaft hat eins zu eins umgesetzt, was wir besprochen haben“. Er erkenne nun auch wieder mehr Feuer im Team. „Wahrscheinlich hat es doch Zeit gebraucht, bis sich die Mannschaft gefunden hat.“ Sie habe jetzt offenbar verstanden, was er von ihm will. Die Defensive hat sich deutlich verbessert, in Oeffingen klappte die Rückwärtsbewegung nach Ballverlust bestens. Das aber müsse sie auch weiterhin beweisen.

Mit Löchgau komme nun ein starker Gegner mit einer überragenden Defensive (erst drei Gegentore) und ebenso gutem Umschaltspiel. Da gelte es aufzupassen, nicht in die Falle zu laufen. Wer im 4:4:2 neben Dominik Parham stürmen wird, ist noch offen. Prädestiniert wäre Patryk Ferraro, der aber gesundheitliche Probleme hat. Gianluca Tosto ist privat verhindert, dafür ist Pascal Hasert (Sperre abgelaufen) wieder im Kader und Alex Nita sei wieder fit genug für längere Einsatzzeiten.

SV Fellbach (12., 10 Punkte) – TV Pflugfelden (10., 11 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Ein Punkt nur aus den zurückliegenden fünf Spielen, die Fellbacher sind wieder da angekommen, wo sie die vergangene Runde beendet haben: auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Legen Sie jetzt den Schalter nicht um, rutschen sie ganz tief in den Abstiegskampf hinein.