Fußball in Rems-Murr

Corona: Die Fußballer - und nicht nur die - müssen wieder pausieren

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Solche Aktionen wird es nach dem 1. November vier Wochen lang nicht mehr geben. © Ralph Steinemann Pressefoto

Es ging ganz schnell, wenn auch nicht so schnell wie im Frühjahr. Damals wurde der Spiel- und Trainingsbetrieb von einem auf den anderen Tag gestoppt, jetzt haben die Amateursportler zumindest ein paar Tage Zeit, sich darauf einzustellen. Die Handballer haben sich schon vor der Ministerpräsidentenkonferenz freiwillig eine Pause für vier Wochen auferlegt, Die Fußballer dürfen am Wochenende noch einen Spieltag absolvieren (Das hat der WFV mittlerweile aber auch gestoppt), dann ist für vier Wochen Schluss. Kein Spiel, kein Training. Und ob es danach wieder weitergeht?

Nach vier Wochen Trainingsphase kann der Spielbetrieb auch nicht sofort wieder starten. Es werden also weitere Wochen fehlen und damit Spieltermine.  Zwar ist da bei den Fußballern jetzt schon einiges aufgelaufen, aber das hätte sich noch organisieren lassen. Nun stehen den Planern heiße Wochen bevor, denn auch nach dem Neustart - so er denn kommt - werden weitere Spiele dem Virus zum Opfer fallen.

Für alle Vereine - nicht nur die Fußballer - heißt es nun erst wieder, das Nichtstun verwalten. Es muss sich zeigen, ob die Sportler erneut so gelassen und kreativ reagieren wie bespielsweise mit der Klopapier-Challenge. Und die Vereine müssen erneut fürchten, dass ihnen Mitglieder davonlaufen

Landessportbund protestiert

Der Landessportverband Baden-Württenberg reagiert entsprechend verschnupft. "Eine Schließung des Freizeit- und Amateursportbetriebes hält der LSVBW für einen nicht notwendigen Schritt zur Eindämmung des derzeitigen Infektionsgeschehens. In den vergangenen Monaten hat der organisierte Sport in Baden-Württemberg gezeigt, dass ein Sportbetrieb unter Einhaltung strenger Vorgaben möglich ist. In unzähligen Stunden wurden in den Verbänden und Vereinen in Baden-Württemberg auf überwiegend ehrenamtlicher Basis Hygiene- und Schutzkonzepte entwickelt. Manche von diesen Konzepten sind weitaus strenger als von der aktuelle CoronaVO Sport gefordert. Die ausgearbeiteten Hygienekonzepte haben dazu beigetragen, dass der organisierte Sport nicht als Hotspot und Ausgangspunkt für das erhöhte Infektionsgeschehen verantwortlich gemacht werden kann.

In der bevorstehenden Phase ab dem 02. November 2020, kann, nach Auffassung des LSVBW, der organisierte Sport weiterhin ein Teil der Lösung sein. Der von Sportvereinen und Sportverbänden ist nicht mit unkontrollierten freizeitlichen Zusammenkünften vergleichbar, wurden doch die Regeln im organisierten Sport kontinuierlich eingehalten."

Deshalb: Die Enttäuschung ist groß.