Fußball in Rems-Murr

Corona: Fußballverbände fordern Politik zu neuen Lösungen für die Öffnungen auf

Fußball ball Jugend training symbol symbolbild Symbolfoto
Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Die drei baden-württembergischen Fußballverbände werden aktiv. Die Präsidenten haben sich mit einem gemeinsamen persönlichen Schreiben an die Politik gewandt. Die Verbände bringen darin den Unmut der baden-württembergischen Fußballvereine über die Vorgaben der neuen Corona-Verordnung zum Ausdruck und fordern realitätsnahe, praktikable Regelungen für den Freiluft-Mannschaftssport. Die aktuellen Vorgaben seien für die Vereine kaum zu überblicken. Das hatte auch schon der Zeitungsverlag Waiblingen moniert.

Faktisch nicht zumutbar

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 13. Mai 2021 sieht Lockerungen für den Amateur- und Freizeitsport vor und definiert weitere Öffnungsschritte. Allerdings, so die Verbände in ihrem Schreiben, ist die aktuell gültige Ordnungslage und die Vielzahl an teilweise inkonsistenten oder widersprüchlichen Vorgaben nicht mehr zu überblicken, geschweige denn, den Ehrenamtlichen in den Vereinen zu vermitteln. Es ist den Verbänden und Vereinen faktisch nicht zumutbar, unter diesen Rahmenbedingungen auf einer gesicherten rechtlichen Grundlage einen Trainingsbetrieb zu organisieren. Hier sehen die Fußballverbände einen erheblichen kurzfristigen Handlungsbedarf und appellieren dringend an Ministerin Schopper und Minister Lucha zu reagieren.

Verbände fordern: Freiluft-Mannschaftssport frei von Auflagen bei einer Inzidenz unter 100

Konkret fordern die drei Verbände, dass bei stabilen Inzidenzwerten unter 100 ein Freiluft-Mannschaftssport weitgehend frei von Auflagen ermöglicht wird. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass mittlerweile mehrfach mit wissenschaftlichen Studien dargelegt und untermauert wurde, dass eine Infektionsgefahr hier weitgehend ausgeschlossen werden kann und der gesundheitliche Nutzen des Sporttreibens die Risiken bei Weitem überwiegt. Mit Blick auf die aktuell sinkenden Infektionszahlen sollte alles dafür getan werden, dass Amateur- und Freizeitsport mit klar formulierten Rahmenbedingungen tatsächlich wieder stattfinden kann.

Verband hat bereits eine Online-Petition gestartet

In einer gemeinsamen Kampagne unter dem Motto “Draußen muss drin sein” fordern der DFB, seine Landesverbände sowie der DOSB mehr Lockerungen im Sport. Begleitet wird die Kampagne durch eine Online-Petition, die bereits über 65.000 Mal unterzeichnet wurde. Weiterhin sind alle 1,1 Mio. Mitglieder der Fußballfamilie in Baden-Württemberg und darüber hinaus aufgerufen, die Forderung der Initiative mit ihrer Unterschrift unter dfb.de/petition zu unterstützen.