Fußball im Rems-Murr-Kreis

David und Simon Schuppert: Das Brüder-Bollwerk in der Abwehr der SG Weinstadt

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David (links) und Simon Schuppert sind seit ihrer Kindheit bei der SG Weinstadt. In der vergangenen Saison bildeten sie zusammen mit Lucas Friedrich die beste Abwehrkette der Kreisliga A1. © Ralph Steinemann Pressefoto

Seit drei Jahren spielen sie zusammen in einem Team. Seit drei Jahren bilden sie die starke Defensive der SG Weinstadt. Seit drei Jahren verteidigen David und Simon Schuppert das Tor des Bezirksligateams.

Gekickt haben die Brüder eigentlich schon immer. „Aber wir haben auch eine Weile Handball gespielt, Leichtathletik gemacht und spielen auch heute noch gerne Tennis“, erzählt Simon Schuppert. Der 22-Jährige hat die Rolle des Innenverteidigers inne, sein 24-jähriger Bruder ist Außenverteidiger. Die beiden sind nicht nur auf dem Platz ein Herz und eine Seele. Auch außerhalb des Vereinslebens unternehmen die Brüder viel miteinander, haben den gleichen Freundeskreis. „Aber das ist in unserer Familie allgemein so. Wir sind alle eng miteinander.“

Auch die jüngere Schwester ist fußballbegeistert

Die jüngere Schwester Anna tritt mit der SV Winnenden in der Regionenliga an den Ball. Drei Kinder, drei Fußballer. Eine ganze Fußballfamilie? „Unser Papa war früher auch Fußballer. Unsere Mama Handballerin.“ Hängengeblieben sind die beiden auf dem Fußballplatz. Und sowieso bei der SG Weinstadt. Schon immer ist David Teil der SG-Familie, auch Simon spielte die meiste Zeit in Weinstadt. Beim FSV Waiblingen sammelte er in der C-Jugend Erfahrung in der Oberliga. Dann in Fellbach in der Landesliga. „Dann kam ich wieder hierher nach Weinstadt zurück.“

Kern der Mannschaft spielt seit der Jugend zusammen

Stefan Sonn, heute Trainer der Männer in der Bezirksliga, damals A-Jugend-Trainer, wollte etwas aufbauen mit dem jungen Team. Und das scheint geklappt zu haben. „Bei uns ist der Zusammenhalt groß. Der große Kern der Mannschaft kommt aus der eigenen Jugend. Man kennt sich“, so Simon Schuppert. Und David Schuppert ergänzt: „Wir kommen alle miteinander klar, haben gemeinsam Spaß.“

Ein Aspekt, den die SG für ihren Erfolg verantwortlich macht. Der Erfolg? 2020 der Aufstieg aus der Kreisliga B in die Kreisliga A. Und nur zwei Jahre später die Meisterschaft und der direkte Aufstieg in die Bezirksliga. „Niemand hatte damit je gerechnet“, erinnert sich David Schuppert. „Es war nie das Ziel und nie die Rede von Aufstieg oder Meisterschaft“, sagt Simon Schuppert. Dass dann ein Duell am letzten Spieltag einer spannenden Saison das entscheidende Spiel ist, hätte sich bei der SG keiner erträumt. Eine „solide Saison“ sagen die beiden, die Tabelle sagte: 24 Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen. Und eine Defensive, die gerade einmal 26 Gegentreffer duldete. Auch Trainer Stefan Sonn lobte die eingespielte Abwehr und die gemeinsame Mannschaftsleistung.

Mit dem Bruder auf dem Platz? "Das hat fast nur Vorteile"

„Mit seinem Bruder in einer Mannschaft zu spielen, ist einfacher, weil man sich kennt“, beginnt der 24-jährige Außenverteidiger. „Man weiß, wie der andere reagiert, kann ihn einschätzen, kennt seine Stärken, weil man den anderen eben sein Leben lang schon kennt.“

An seinem Bruder schätzt er, die defensive Stabilität und Sicherheit in der Innenverteidigung, für die er aufgrund seiner Körpergröße wie gemacht ist. „Er hat ein gutes Passspiel und ein gutes Auge.“

„Es gibt selten rechte Außenverteidiger, die vorne wie hinten so stark sind“, sagt Simon über seinen Bruder. „Er hat ein Auge für seine Mitspieler und als Kapitän stellt er sich vor die Mannschaft.“

Nun liegen vier Bezirksligaspiele hinter den Brüdern. Drei Siege, eine Niederlage gegen den TSV Schornbach. Der erste Eindruck? Beeindruckend, findet der Spielführer: „Das Niveau hat schon noch einmal angezogen. Die Abläufe sind schneller.“ Die Bezirksligaduelle fordern eine aktive Mannschaft in Topform. „In der Kreisliga A hast du auch mal ein Spiel gewonnen, wenn ein paar Spieler nicht in Topform waren.“ Nun würden Fehler ganz anders vom Gegner ausgenutzt.

Eigene Fehler vermeiden, muss die SG Weinstadt am Sonntag, wenn der FSV Waiblingen zu Gast ist. „Wenn wir es schaffen, das Spiel möglichst lange zu null zu halten, dann werden die vielleicht nervös“, sagt Simon Schuppert. „Aber am Ende ist es auch absolut abhängig von der Tagesform. Unser Trainer sagt immer: Im Fußball ist alles möglich.“ Und das haben die Brüder mit der überraschenden Meisterschaft selbst erlebt.

Seit drei Jahren spielen sie zusammen in einem Team. Seit drei Jahren bilden sie die starke Defensive der SG Weinstadt. Seit drei Jahren verteidigen David und Simon Schuppert das Tor des Bezirksligateams.

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Gekickt haben die Brüder eigentlich schon immer. „Aber wir haben auch eine Weile Handball gespielt, Leichtathletik gemacht und spielen auch heute noch gerne Tennis“, erzählt Simon Schuppert. Der 22-Jährige hat die Rolle des Innenverteidigers inne, sein 24-jähriger Bruder

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