Rems-Murr-Sport

Der Abstiegskampf bleibt im Mittelpunkt

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Marius Pfender und der TSV Schwaikheim treten beim TSV Schornbach an © Gisbert Niederführ

Auch wenn der SV Fellbach die Fußball-Landesliga anführt und die Schwaikheimer Dritter sind – für die Rems-Murr-Teams in den überregionalen Ligen geht es auch weiterhin überwiegend gegen den Abstieg.

3. Liga

SG Sonnenhof Großaspach (16. Platz, 38 Punkte) – Hallescher FC (3., 59 Punkte; Freitag, 19 Uhr). Noch vier Spiele stehen in der Saison aus, vier Endspiele, sagt SG-Trainer Florian Schnorrenberg. Die Aspacher müssen nach dem 0:1 in Münster wieder mehr denn je nach hinten schauen und brauchen einen Sieg. Dazu sei, so Schnorrenberg, „eine Topleistung“ nötig. Personell allerdings sieht es nicht gut aus. Zwar stehen Korbinian Burger und Sebastian Bösel wieder zur Verfügung, Jamil Dem (Muskel- und Sehnenanriss im Oberschenkel), Jonas Meiser (Außenbandanriss im Knie) und Yannik Thermann (Adduktorenprobleme) jedoch fallen sicher aus, genauso Joel Gerezgiher, der sich einen Wadenbeinbruch und einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen hat. Schließlich steht auch Kapitän Julian Leist (Bänderanriss im Sprunggelenk) nicht zur Verfügung. Auf einen Spieler verzichtet Schnorrenberg freiwillig: Patrick Choroba wurde suspendiert. Über die Gründe äußert sich der Trainer nicht. Offenbar hat die Suspendierung aber disziplinarische Gründe.

Oberliga

TSG Backnang (15. Platz, 27 Punkte) – 1. CfR Pforzheim (10., 37 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Platz sechs nimmt die TSG in der Rückrundentabelle ein, der Ligaverbleib ist – spätestens nach dem 1:0 bei Tabellenführer Stuttgarter Kickers – in greifbarer Nähe. Kommt kein Regionalligist nach unten, steigen nur drei Teams direkt ab. Aktuell aber ist der VfB Stuttgart II gefährdet. Bei den Pforzheimern läuft es bei weitem nicht so gut. Nur acht Punkte gelangen in der Rückrunde. Die Backnanger könnten den nächsten Schritt Richtung Ligaverbleib machen.

Verbandsliga

SKV Rutesheim (2. Platz, 47 Punkte) – SV Breuningsweiler (15., 21 Punkte; Freitag, 19.30 Uhr). Vier Punkte fehlen dem SVB zu einem sicheren Nichtabstiegsplatz. Nicht wenig, aber machbar. Allerdings stehen die Chancen, am Freitagabend eine aussagekräftige Menge dazuzupacken, nicht eben gut. „Rutesheim ist die spielstärkste Mannschaft der Liga“, sagt SVB-Trainer Toni Guaggenti; dazu über Jahre gewachsen und taktisch sehr flexibel. „Mir ist aber nicht bange“, sagt Guaggenti ebenfalls. „Wir haben gegen die Spitzenmannschaften immer gut ausgesehen.“ Der jüngste Gegner, Olympia Laupheim, zählte zwar nicht dazu, aber das 4:2 hat der Mannschaft gutgetan. Vor allem, weil der Sieg mit einer Mannschaft zustande kam, die weit entfernt war von der Wunschelf. Das Team jedoch zeigte, dass auf es Verlass ist – und muss es auch in Rutesheim beweisen. Zwar sind Roland Teiko und Marvin Schmidt aus dem Urlaub zurück und Jan Ackermann ist wieder im Kader, aber ansonsten sieht es weiterhin schlecht aus. Niko Rummel und Marco Kovac fehlen sicher, Timi Klinke (Kreuzbandriss) ebenfalls, Tim Wissmann hat das Training nach seiner Verletzung wieder aufgenommen – und sofort wieder abgebrochen. Und nun hat sich auch noch Robert Stelker das Kreuzband gerissen. Ob Marian Asch zur Verfügung steht, ist ebenfalls offen. Aber egal, wer spielt: „Es ist eine Sache des Willens“, sagt der Trainer. Viel laufen, Nadelstiche setzen – und vor allem ein frühes Gegentor vermeiden.

Landesliga

TSV Schornbach (14. Platz, 23 Punkte) – TSV Schwaikheim (3., 41 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Wieder hat es auf eigenem Platz nur zu einem 1:1 gereicht, auch wenn Gegner Heimerdingen aus der Spitzengruppe stammte. Viele Chancen, nur ein Treffer – und einer, der aus diskutablen Gründen nicht anerkannt wurde. „Wir belohnen uns einfach nicht“, sagt TSV-Spielertrainer Marius Jurczyk. Gegner Schwaikheim dagegen spielt nicht immer auf höchstem Niveau, gewinnt aber trotzdem ein Spiel nach dem anderen. „Das ist auch eine Qualität“, sagt Jurczyk. Eine, die er allerdings am Samstag möglichst nicht kennenlernen will. Er hat zumindest einige Schwächen in der Defensive der Gäste ausgemacht. Jetzt müssen die nur noch genutzt werden. Personell sieht es gut aus, lediglich Timo Morawietz hat kleinere Knieprobleme. Unklar ist noch, ob auf Rasen oder Kunstrasen gespielt wird. Jurczyk tendiert zum engen Kunstrasenplatz. „Aber letztlich ist es egal, wo wir spielen.“ Die Punkte sollten auf jeden Fall in Schornbach bleiben.

Das sieht Gästetrainer Aleksandar Kalic logischerweise anders. Er hat mit seiner Mannschaft die 40-Punkte-Grenze geknackt. „Jetzt können wir befreit aufspielen.“ Er denkt daran, den einen oder anderen Spieler, der bisher weniger Einsatzzeiten hatte, zu bringen. Das Ziel bleibe aber dasselbe: zu gewinnen. Gegen Allmersbach hätte es fast nicht geklappt. Nach 2:0-Führung gerade noch 5:4 gewonnen. Das zeichne seine Mannschaft aber aus: immer wieder zurückzukommen „und wenn’s drauf ankommt, sind wir da“. Damit muss Schornbach rechnen, auch wenn der Toptorjäger der Liga, Falco Frank (18 Treffer), wegen einer Zerrung fehlt. Er habe aber, so Kalic, junge Leute im Kader, die problemlos einspringen könnten. In der Defensive wird Robin Laudon aus privaten Gründen fehlen. Der kleine Schornbacher Platz schreckt Kalic im Übrigen nicht: „Da ist man auch schnell vorm Tor und dann kommen unsere Stärken zum Tragen.“ Wir sind mit der Kamera dabei.

TV Oeffingen (8., 34 Punkte) – SV Fellbach (1., 46 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Fellbacher schwimmen weiter auf der Erfolgswelle. Auf mittlerweile sieben Siege in Folge blicken sie zurück. Bei den Oeffingern dagegen geht es auf und ab. Allerdings haben sie vor wenigen Wochen erst den Vorgänger der Fellbacher auf Platz eins bezwungen, den TSV Heimerdingen. Und das Fellbachderby hat ohnehin eigene Gesetze. Im Vorjahr schlugen die Oeffinger Fellbach auswärts mit 3:0. Auf eigenem Platz allerdings haben sie verloren – und das auch noch deutlich mit 1:6.

TSV Crailsheim (5., 38 Punkte) – SV Allmersbach (16., 17 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Vier Tore geschossen – und doch nicht gewonnen. Recht unglücklich haben die Allmersbacher in Schwaikheim mit 4:5 verloren. Wieder haben sie sich zu viele Fehler geleistet und das erneut schon in der Anfangsphase. Passiert das auch in Crailsheim, ist die 15. Niederlage kaum zu verhindern.