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Der FSV Waiblingen auf dem Weg zurück

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Yanick Schraivogel, hier im Zweikampf mit Lukas Preßler vom VfL Winterbach, erzielte in der Hinrunde fünf Tore für den FSV Waiblingen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Es läuft derzeit richtig gut für den Bezirksliga-Aufsteiger FSV Waiblingen. „Alles in allem sind wir mit dem Verlauf der Hinrunde sehr zufrieden“, sagt Trainer Manuel Doll. Die Waiblinger haben sich direkt im oberen Tabellendrittel festgesetzt und das Saisonziel Klassenverbleib quasi schon zur Winterpause erreicht.

Der FSV überwintert auf dem vierten Tabellenplatz. „Das ist natürlich sehr positiv“, sagt Doll. Geht vielleicht direkt im ersten Jahr noch mehr? „Nein“, widerspricht Manuel Doll, „wir sind noch nicht so weit.“ Die jüngere Vergangenheit lehrt die Verantwortlichen Demut.

2013 war der FSV aus der Landesliga abgestiegen und wurde bis in die Kreisliga A durchgereicht. Im dritten Anlauf schafften die Waiblinger 2017 den Aufstieg in die Bezirksliga und dort haben sie sich direkt gut eingelebt – und sind damit vorerst zufrieden. Dennoch betont Doll: „Mit seiner Infrastruktur und der Jugendarbeit gehört der FSV Waiblingen perspektivisch gesehen in die Landesliga.“

Sechs Heimspiele, fünf Siege und ein Remis

Der FSV ist auf dem besten Weg zurück. Seit vier Jahren arbeitet Doll jetzt mit der Mannschaft und hat das Team Schritt für Schritt weiterentwickelt. Vor der Saison habe sich der FSV im Trainingslager neben dem Klassenverbleib noch zwei weitere Ziele gesteckt. Erstens: im Pokal möglichst weit zu kommen; und zweitens: die Heimstärke aus der Aufstiegssaison zu bewahren. Zwar war im Pokal bereits im Achtelfinale Schluss (1:5 gegen Allmersbach), doch der FSV-Sportpark ist auch in der Bezirksliga eine echte Festung. Sechs Heimspiele, fünf Siege und ein Remis stehen nach der Hinrunde zu Buche.

Auch spielerisch, so Doll, habe seine Mannschaft noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. „Inzwischen versuchen wir, jeden Gegner unter Druck zu setzen. Das war in den letzten Jahren noch nicht möglich.“ In der Rückrunde muss der FSV-Trainer allerdings auf vier Leistungsträger verzichten. Berufsbedingt wird Stürmer Kevin Habermann den FSV verlassen, Charalampos Christidis ging bereits im Lauf der Vorrunde, ebenfalls aus beruflichen Gründen.

Hinzu kommen die am Knie verletzten Marcel Knoll und Kai Wäller. Beide werden in dieser Saison nicht mehr für den FSV auflaufen. Neuzugänge stoßen im Winter dennoch keine zur Mannschaft. „Wir sind mit den Jungs hochzufrieden. Der Kader ist stark genug.“ Doll denkt perspektivisch und kompensiert den personellen Engpass mit Spielern aus der eigenen Jugend und der zweiten Mannschaft. Im Sommer kommen 15 Spieler aus der A-Jugend hoch.

Diese sollen langsam an die Mannschaft herangeführt werden, um dann in naher Zukunft ein ernstes Wörtchen im Aufstiegskampf mitzusprechen.