Rems-Murr-Sport

Der TSV Schmiden wollte den Abstieg vermeiden jetzt ist er Tabellenführer

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Markus Herberth schießt für Schmiden Tor um Tor. © Gisbert Niederführ

Sieben Spiele, sieben Siege – besser geht’s nicht. Der TSV Schmiden führt vor dem Spitzenspiel beim TV Weiler die Fußball-Kreisliga A I eins souverän an und wundert sich selbst ein wenig darüber.

„Klassenerhalt, junge Spieler einbauen“ hatte der TSV als Saisonziel angegeben. Das war keine taktische Zurückhaltung, die Schmidener haben tatsächlich vor einem Jahr mit einem Neuaufbau begonnen und setzen den nun fort. „Maßgabe war nur“, sagt Jürgen Wolf aus der Abteilungsleitung, „dabei nicht in Abstiegsgefahr zu geraten.“ Das gelingt den Schmidenern ziemlich gut.

Zu Beginn der Spielzeit 2018/19 hatte es noch anders ausgesehen. Der TSV startete mit einem Punkt (4:18 Tore) in fünf Spielen, und trennte sich schon Mitte September von Trainer Dimitrios Liakidis. Allerdings, sagt Wolf, nicht nur wegen der sportlich mäßigen Ausbeute. Liakidis konnte nach einem Bandscheibenvorfall nur noch an Krücken auf dem Trainingsplatz erscheinen.

Eine Trennung erweist sich als Glücksfall

Die „einvernehmliche Trennung“ erwies sich im Nachhinein als Glücksfall. Interimstrainer Andi Schanz habe aus dem neu zusammengesetzten Kader eine Mannschaft gemacht, sagt Wolf. Als zwei Monate später der SC Korb Trainer Michael Felix entließ, griffen die Schmidener zu. Auch das erwies sich als gute Lösung.

Die Schmidener beendeten die Saison auf Platz acht und wollten nun den Neuaufbau fortsetzen. Die Neuzugänge kamen überwiegend von den A-Junioren und aus der zweiten Mannschaft. Aber da war noch einer, den die Schmidener gar nicht auf dem Zettel hatten. Markus Herberth wohnt bereits seit fünf Jahren in Schmiden, kickte aber für den MTV Stuttgart. Dem 27-Jährigen war die Fahrerei zu viel, also landet er beim TSV Schmiden. Für den hat er in sieben Spielen zwölf Tore erzielt.

Der TSV ist flexibler geworden

Er aber, darauf legt Wolf Wert, sei nicht alleine für die guten Ergebnisse zuständig. In der Mannschaft passe es. Außerdem zeige sich nun immer deutlicher die Handschrift von Trainer Felix. Der TSV sei wesentlich flexibler, stelle beispielsweise je nach Situation von Vierer- auf Dreierkette um.

Das alles hat dazu geführt, dass die Schmidener als Tabellenführer zum Zweitplatzierten, dem TV Weiler, fahren. „Da wollen wir natürlich etwas holen“, sagt Wolf. An Meisterschaft und Aufstieg jedoch dächten womöglich die Spieler, er aber sagt: „Wir machen alles mit, was kommt.“

Mal sehen, was der TV Weiler dazu meint. Wir schauen uns das Spiel mit der Kamera an.

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