Rems-Murr-Sport

Derby-Freitag

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Der TSV Schwaikheim (hier Jochen Bartholomä) ist gerüstet für das Spitzenspiel. © Gisbert Niederführ

gni). Das Fußball-Wochenende beginnt bereits am Freitagabend und bietet dabei auch gleich die interessantesten Paarungen. In der Landesliga erwartet der TSV Schwaikheim den TSV Schornbach, in Fellbach steht das Derby gegen den TV Oeffingen auf dem Plan.
3. Liga. Die SG Sonnenhof Großaspach hat frei, zumindest was die Liga betrifft. Deshalb hat sie am Freitagabend um 19 Uhr Zweitligist Dynamo Dresden zum Freundschaftsspiel zu Gast.

Oberliga. TSG Backnang (15. Platz, acht Punkte) – SV Stuttgarter Kickers (2., 22 Punkte; Samstag, 15.30). Es sieht nicht gut aus für die Backnanger. Sie stecken tief in der Abstiegszone. Ohne die verletzten Angreifer Mario Marinic und Daniel Lang sind sie zu leicht auszurechnen. Die waren beim ersten Duell mit den Kickers noch im Team. Damals gab es – auch im Verbandspokal – einen Sieg in Stuttgart. Mittlerweile aber haben sich die Kräfteverhältnisse deutlich verschoben. Die TSG könnte wohl schon mit einem Punktgewinn zufrieden sein.
Verbandsliga. SV Breuningsweiler (14. Platz, 7 Punkte) – SKV Rutesheim (2., 15 Punkte; Freitag, 19 Uhr). Aufsteiger Breuningsweiler kämpft weiter mit denselben Problemen. Wichtige Spieler verletzt, andere aus beruflichen Gründen oft verhindert. Es seien „gerade schwierige Wochen, was die Trainingsbeteiligung betrifft“, sagt Trainer Niko Rummel. Darüber zu jammern sei allerdings auch falsch. „Die, die da sind, müssen’s richten.“ Er versuche deshalb, eine positive Stimmung zu erzeugen mit vielen kleinen Spielformen und Torabschlüssen. Das scheint zu gelingen. „Die Jungs geben im Training alles“, sagt der Trainer. Das macht ihn vor der Begegnung am Freitagabend auch zuversichtlich. „Es waren elf Spieler aus dem Stamm im Training, der Rest wird aufgefüllt mit Urlaubsrückkehrern.“ Christian Mayer und Tim Wissmann sind wieder zurück, auch Patrick Goncalves steht zur Verfügung. Und womöglich reicht es sogar Torwart Dario Nieswandt zum ersten Einsatz. Rummel: „Das wäre ein richtig gutes Zeichen.“ Gegner Rutesheim habe er selbst zu Saisonbeginn nicht so stark eingeschätzt. Nur ist der SKV aber Zweiter. Dennoch: „Flutlichtspiel, die haben eine Anreise, wir nicht, und auf unserem Platz kann’s immer verrückte Ergebnisse geben.“

Landesliga. TSV Schwaikheim (9. Platz, 11 Punkte) – TSV Schornbach (14. Platz, 9 Punkte; Freitag, 19.30 Uhr). Während sich die Schwaikheimer mit zwei Siegen in Folge aus dem Abstiegsbereich fürs Erste gelöst haben, sind die Schornbacher nach vier Niederlagen in Folge genau dort gelandet. Das könnte dem Spiel der Gastgeber entgegenkommen. „Wir wollen drei Punkte“, sagt TSV-Trainer Aleksandar Kalic denn auch. Er kann derzeit zufrieden sein. 5:0 zuletzt in Allmersbach, mit einem solch klaren Ergebnis hatte Kalic nicht gerechnet. „Aber das hat uns gutgetan: fürs Punktekonto, fürs Selbstvertrauen, und es gibt uns Sicherheit.“ In Allmersbach habe sein Team zwar auch nicht besser gespielt als in den Partien zuvor, aber die Tore zur rechten Zeit gemacht. Am Freitagabend kann Kalic wieder auf Heiko Bernert zurückgreifen, auch Falco Frank „ist wieder ein Kandidat für die Startelf“. Fragezeichen allerdings stehen hinter dem Einsatz von Dennis Solyom (krank unter der Woche) und Kevin Reeves (Leistenprobleme). Kalic: „Ich rechne mit einem intensiven Spiel. Aber der Freitag liegt uns.“ Dreimal ist der TSV freitags angetreten, einmal auswärts unentschieden gespielt, zweimal zu Hause gewonnen.
Der letzte Sieg der Schornbacher liegt schon eine Weile zurück, aber er ist auswärts gelungen: beim TV Oeffingen. Schornbach-Spielertrainer Marius Jurczyk bemängelt seitdem: „Wir spielen gut, nur der letzte Pass ist oft schlampig.“ Dem TSV also gelingen keine Treffer. Beim ersten Gegentor ist es dann aber vorbei mit dem eigenen Angriffsfußball. Das ist unser Problem, dass wir dann einknicken und nicht mehr in die Spur kommen.“ Zu viel werde dann auf eigene Faust unternommen, statt weiter als Mannschaft zu agieren. Jurczyk: „Die Mannschaft muss an sich glauben.“ Zudem dürfe sie nicht zu früh aufstecken, denn Spiele werden oft erst in den letzten Minuten entschieden. In Schwaikheim stehen Fabian Schrehardt und Fabian Burkhardt wieder zur Verfügung, Ulas Yagmur ist nach seinem Platzverweis in Heimerdingen gesperrt. Patryk Ferraro (Schulter ausgekugelt) dagegen fällt vermutlich länger aus, der Einsatz von Luca Squillacioti (krank) ist fraglich. Während Schwaikheim einen Positivlauf hat, muss Schornbach aus dem Negativlauf herauskommen. „Das ist ein Derby, da muss ich keinen motivieren“, sagt Jurczyk. „Da muss jeder Einzelne zeigen, dass er der Bessere ist.“
SV Fellbach (6., 12 Punkte) – TV Oeffingen (4., 13 Punkte: Freitag, 19 Uhr). Die Fellbacher Stadtderbys sind immer besondere Spiele – und diesmal geht’s sogar um einen Platz in der Spitzengruppe. Angesichts der Fellbacher Heimstärke scheinen die Gastgeber im Vorteil zu sein, aber Oeffingen ist auch in dieser Spielzeit auswärts stark. Schon in der zurückliegenden Spielzeit setzte sich der TVOe in Fellbach durch – und verlor das Rückspiel.
SV Allmersbach (16., 2 Punkte) – TSV Crailsheim (12., 9 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Eine heftige Klatsche haben die Allmersbacher gegen den TSV Schwaikheim hinnehmen müssen. Der Aufsteiger hat bereits nach acht Spieltagen den Anschluss verloren. Verantwortlich dafür ist vor allem die schwache Angriffsleistung. Seit fünf Stunden ist der SVA ohne eigenen Treffer. Dabei hat die Saison gleich mit einem Dreierpack in Schornbach begonnen. Zwar sehen die Allmersbacher die Saison in erster Linie als Lernjahr zur Weiterentwicklung der Spieler, doch das wird mit zunehmender Erfolglosigkeit, die den Spaßfaktor nicht gerade befeuert, auch immer schwieriger. Weiter gilt: Der SVA braucht dringend ein Erfolgserlebnis. Gegen Crailsheim aber wird das nicht leichter als gegen die Schwaikheimer.